Eisenbahn Politik

Keine Überraschung

In manchen Medien wurde die Nominierung von Ulrike Lunacek zur neuen Staatssekretärin für Kunst und Kultur als Überraschung gesehen. Wer aber in den letzten Monaten etwas hinter die Kulissen geschaut hat, dem war sehr wohl nicht entgangen, daß es ein neues Kapitel in ihrem Leben geben wird.

https://kurier.at/politik/inland/comeback-lunacek-wird-gruene-staatssekretaerin/400716324?utm_source=abenddienst&utm_medium=email&utm_campaign=426&pnespid=ifRzq6UGAgGNb.w_88WPHjnxrwzhgnwLiXdouQ

Kunst und Kultur ist dafür sehr gut geeignet, denn mit dem Kulturgut „Ybbstalbahn“ wurde sie ja bereits in Waidhofen / Ybbs beschäftigt.

Raphael Kössl, unbeirrbarer Kämpfer für Umelt und Zukunft, hat Frau Lunacek zu einer Diskussion eingeladen. Trotz widriger Umstande kam sie und stellte sich den Waidhofnerinnen und Waidhofnern im Plenkersaal zu Aussprachen zur Verfügung.

Die alte Dampflok und der Erhalt der Schieneninfrastruktur wurden angesprochen, und eine internationale Petition für das Eisenbahnmuseum in Ybbsitz und den Infrastrukturerhalt übergeben.  Die Dampflok wurde zwischenzeitlich zum geschützeten Denkmal, das Viadukt und der Lokalbahnhof sind ja schon länger unter staatlichen Denkmalschutz.

Frau Lunacek erhält nun die Zuständigkeit für Kunst und Kultur, damit fällt auch das Schaukraftwerk Schwellöd in Ihre Kompetenz.  Dieses kleine aber feine Museum wurde schon von höchster Stelle des Denkmalschutzes ausgezeichnet, der damalige Landesart und nunmehrige Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka hat dies damals freudig übermittelt.
Heute zeugen Gästebucheinträge für dieses technische Museums-Kleinod.

Nun steht dieses Museum mit in den Überlegungen der Citybahn in Verbindung und könnte damit eine große Zukunft haben. Die Diskussionen seien eröffnet.

Frau Ulrike Lunacek mit Wurzeln im Bezirk Amstetten kennt das Thema Ybbstalbahn sehr gut.
Sie hat als EU Vizepräsidentin einst die Bahn-Petition übernommen.
Lunacek Ybbstalbahn

Nun ist sie in einer österr. Bundesregierung für Kunst- und Kultur zuständig. Es ist anzunehmen, daß sie sich weiter für das wertvolle Kulturerbe Eisenbahn und auch für die museale Aufarbeitung der Geschichte der Elektrizität in Österreich  einsetzt.

Denn Eisenbahn und Umwelt, Eisenbahn und Entlastung der Straße, das steht recht deutlich im neuen türkis/grünen Regierungsprogramm auf Seite 125.
Bundesregierung 2.1.2020

Bilder von der Diskussion „Wirtschaft 2050“ in Waidhofen / Ybbs

Und natürlich sollten nun auch andere „Grüne“ Themen wieder  auftauchen:
Hier „Grünen Urgestein Petrovic“  zur Bahninfrastruktur im Jahr 2013:

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