Politik Waidhofen

„Heißes“ Pflaster

Viele Fremdenverkehrsorte  sind stolz auf ihr „heißes Pflaster“. Dabei meint man eine „turbulente Nachtszene“ – Aber auch die Verantwortlichen der Stadt Waidhofen / Ybbs sind seit 2000 stolz auf ihr „heißes Pflaster“.
Der Klimawandel tut das seinige dazu, und so wird aus der Innenstadt regelmäßig eine „überhitzte Zone“
Als 1. Beispiel des Jahres 2020:  Freitag der 10. Juli.
Im tiefen Schatten auf der Nordseite der Raika heiße 32 Grad:
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Und erstmals wird bei diesen Temperaturen auch „Pflaster saniert“  Außentemperatur 32 Grad, Pflastertemperatur 46 Grad – da gibt es Vorschriften, was in einem solchen Fall bei einer Pflsterung zu beachten ist.
https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Hitzesommer-2018-Hitzewelle-Ab-14-Uhr-ist-Pflastern-unmoeglich;art599,3872503

10. Juli 2020 – Pflastertemperatur  über 46  Grad:

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Für Waidhofen / Ybbs war Ing. Mario Tomasek der Verantwortliche für die Sanierungen, ob er  gewerberechtlich verantwotlich  ist wird  derzeit nicht bestätigt.  Jedenfalls ist er ein Kenner der Materie. Ob er pflastern bei Temperaturen über 30 Grad empfiehlt, ist daher eher nicht zu erwarten. Pflastern ist eine heikle Sache, auch die Temperaturen spielen  bei der Verlegung  dabei eine große Rolle.

Ein Bild von 2015  als die Sanierungen im großen Stil begannen.

Tomasek

Wer wird die Verantwortung für diese Pflasterarbeiten im Juli und August 2020, bei oft zu hohen Tempertaturen, tragen? Der Gemeindrat hat diese diesjährige Vorgangsweise  einstimmig beschlossen – ob alle Mandatare dabei die einfachsten Pflasterregeln kannten ?

Aber auch die so gepriesenen „Sitzgelegenheiten und der Fahrradständer“ des Hohen Marktes zeigt sich nun nicht  „hitzetauglich“,   Die sehr dicken, harzführenden Holzstaffeln und vor allen Dingen  die „blechernen“ Rankgitter für die Kletterpflanzen“  verursachen Temperaturen, welche Mensch und Kletterpflanzen so gar nicht behagen.

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Und das war erst der Anfang – die Temperaturen klettern im August oft noch viel höher

Warum entschließt sich der Waidhofner Gemeinderat noch immer zu solchen Dingen. Daß dieses „Bürgermeister Mair Pflaster“  die LKW nicht aushält und darüber hinaus die Temperaturen in der Innenstadt in das Unerträgliche steigert,  weiß man ja.
Warum keine Abhilfe geschaffen wird ist daher unverständlich

Zum Glück gibt es aber auch noch einige schattige Plätze in der Innenstadt  wo es gut auszuhalten ist. Z.B. in den nachmittags schattigen Schanigärten von Erb und Piaty.– Und wer es noch angenehmer haben will, der besuche das Piaty Stüberl mit einer sanften Klimatisierung – Angenehme Kühle ohne Zugluft.

Viel Wissenswertes zum „Waidhofner“ Pflaster:
https://piaty.blog/2020/07/08/pflastermisere-20-0/

 

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