Politik Waidhofen

Pflastermisere 20.0

Als im Jahre 2000 beschlossen werden sollte, die ganze Innenstadt zu pflastern gab es von Anfang an Bedenken weger der Haltberkeit auf den Fahrbahnen.

Bürgermeister Mag. Wolfgang Mair und der durchführende Architekt Dipl. Ing. Beneder gingen damals davon aus, daß die Stadt Waidhofen / Ybbs bereits seit dem Mittelalter gepflastert war und daher diese Gestaltung historisch belegt ist. Aber das war nicht so – erst in der Nazizeit wurde Waidhofen gepflastert – zu einem mit dem heutigen Wissen eher unschönen Hintergrund. Aber das soll hier nicht beleutet werden.

Denn die Haltbarkeit war das entscheidende Thema. Mair ließ dabei verlauten, daß dieses Pflaster minestens 99 Jahre hält, und der Architekt garantierte die richtige Verlegung.
Kurier Pflaster 1999

Kommerzialrat Karl Piaty und Dr. Günter Schuhfried fuhren in Pflasterbetriebe und erkundigten sich dazu. Alle Fachleute stellten fest, daß ein geschnittener Wiener Würfel keine Aussicht auf Haltbarkeit einer Fahrbahn-Pflasterung hat. Fachliche  Normen haben dies schon damals klar festgehalten, eine derartige Pflasterung als ungeeignet dokumentiert.

Noch wichtiger natürlich das Fach-Urteil vom europäischen „Pflasterpapst Dipl Ing.  Erich Lanicca“ Lanicca Erich DI Zusammenfassung

Nach den ersten größeren Schäden gab es wieder eine Info von dem obersten Pflasterfachmann des deutschsprachigen Raumes. Alle Aussagen  zu Waidhofen / Ybbs hat er schriftlich und kostenlos erstellt, denn ihm ist das Handwerk des Pflasterers oberstes Gebot. Solche Vorkommnisse wie in Waidhofen beschädigen nämlich auch den Berufsstand der Pflasterer.
Pflaster Waidhofen-Beschreibung vom int. Pflasterexperten Lanicca

Dazu sei anzumerken:
Die ersten Pflasterer welche in Waidhofen diese Arbeit im Jahr 2000 begannen, legten den Auftrag rasch zurück. Die 2. Pflasterfirma bediente sich dan Arbeitertrupps  aus Italien,  so daß die Firmen-Gewährleistung verhindert werden konnte. Die Waidhofnerinnen und Waidhofner zahlen seither für das Pflaster jedes Jahr, solange, bis es zu einer guten neuen Lösung kommt.

Vor Beginn der Arbeiten wurden der Magistratsdirektor, der Bürgermeister, der ausführende Architekt   und die bauausführenden  Firmen rechtzeitig informiert – das Schreiben wurde vom Notar beglaubigt an diese Entscheidungsträger gesendet.  Warnhinweise von 20.4.2000

Es wurde aber trotzdem der geschnittene Wiener Würfel gelegt, auf Grund der notariell beglaubigten Warnhinweise sprechen einige von „vorsätzlichen Schaden für die Stadt“.  Es wäre sicher sinnvoll, dies einmal gerichtlich klären zu lassen – die Unterlagen sind vorhanden und die Schäden für die Stadt durch die ununterbrochen nötigen Sanierungsarbeiten weiter gegeben.

Bei den ersten Schäden wurde Bürgermeister Wolfgang Mair aber sogar zum „Fachmann“ – hier ein Bericht der O.Ö.N.
BGM. Mair`s Fachurteil – Pflaster hat nur Haarrisse !

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20 Jahre später, am 4. Juli 2020 hat nun der derzeit  zuständige Bau-Stadtrat Ing. Martin Dowalil in der Sache auch politisch Klartext gesprochen:

Nun erleben wieder Bewohner, Besucher und Geschäftsleute die Auswirkungen dieser nachgewiesenen Fehlentwicklung live.
Piaty Blog wird darüber weiter aktuell berichten.

Hier die neue „Beschallung einer Fremdenverkehrsstadt“ am 8. Juli 2020, denn auch Töne können mehr als 1000 Worte vermitteln.

Nicht zu beneiden sind da auch die tüchtigen Pflasterer vom Waidhofner Bauhof. Die unverständliche Entscheidung des Gemeinderates, die Pflasterarbeiten diesmal ausgerechnet in der Hitze und mitten in der Fremdenverkehrs-Hochsaison anzuordnen,  müssen diese Arbeiter nun „auslöffeln“!

Der Pflasterer Günther – berühmte SPÖ Aussage dazu:
Ob vielleicht die Wiener Würfel in Waidhofen durchgeschnitten wurden, um die Arbeit der Pflasterer zu erleichtern ?  Das wurde bisher nicht „überliefert“.

Näheres zum Millionengrab Waidhofens:
https://piaty.blog/2020/06/25/das-millionen-grab/

 

 

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