Coronaviren können eine schwere Krankheit auslösen. Ältere und gesundheitlich vorbelastete Personen sind dabei in Lebensgefahr. Aber auch für Jüngere scheinen schwere Folgeerkrankungen möglich. Der Schutz vor dieser Krankheit ist daher sehr wichtig, Abstandhalten ist dabei das Wichtigste.

Doch wir wären wohl nicht „moderne“ Menschen, wenn wir nicht alles gleich „parteipolitisch“ bewertet haben wollen. Und die Politik macht dabei gerne mit.
So ist es verständlich, daß die Maßnahmen gegen Corona längst zu Überlegungen politischer Natur ausgeufert sind. Sind ja bald wieder „Wahlen“!

Waren es Anfangs die Masken, welche Lösungen brauchten, so ist es nun eine „Ampel“ welche zu Streit unter den Parteien führt.
Und die Bürgerinnen und Bürger stehen da, glauben oft nicht mehr alles, was man Ihnen unter dem „Deckmantel Gesundheit“ alles so erzählt.

Die Kronenzeitung hat die Situation am 6. September 2020 treffend umgesetzt:

Aber die „Ampel“ hat auch eine wenig bedachte Eigenheit. Man glaubt die Gefährlichkeit des Virus nach Länder- und Bezirksgrenzen einteilen zu können. Und weil das noch nicht genügt, unterscheidet die Politik auch noch unter weiteren „Verwaltungsbereichen“ – z.B. Bezirke und Magistrate.
Das beste Beispiel ist dabei der Bezirk Amstetten und die mitten darin liegende Statutarstadt Waidhofen / Ybbs.

Diese Tabellen zeigen dies sehr gut auf:
https://orf.at/corona/stories/daten/

Noch ist alles im „Grünen Bereich“ – also alles Paletti. Doch die Ampel wird in erster Linie nach Infizierten in 100.000 Einwohnern berechnet. Und Waidhofen / Ybbs hat nur rund 11.000 Einwohner – ist also bei den „Einwohnerzwergen“ dabei.

Vorerst nicht tragisch. Aber sollte sich hier mehrere Personen infizieren und dann positiv getestet werden, so schlägt die Stunde der „Statistik“. Da wird nämlich „hochgerechnet“ – und schon ist es vorbei mit der grünen Ampel.

Wird das aber jemand im westlichen Mostviertel verstehen, daß der politische Bezirk Amstetten einen anderen Wert hat als das mittendrin liegende Waidhofen – egal in welche Richtung die Ampel unterschiedlich schaltet.
Auf entsprechende Hinweise hat der Gesundheitsminister wieder „regionale Veränderungen des Ampelsystem“ angesprochen, aber wie soll dieses „Rechenproblem“ tatsächlich gelöst werden?

Die Ampel ist ein gutes Instrument – aber Länder- und Bezirksgrenzen kann man damit nicht außer Kraft setzen, ohne nicht große Kritik zu riskieren und Mißmut unter die Bürgerinnen und Bürger zu streuen.

Übrigens: Auch bei den Masken fand man eine Lösung:
https://piaty.blog/2020/04/28/danke-frau-ministerin/

Eine erste Reaktion auf diesen BLOG:

Diese Ampel hat so viele Schwachstellen, dass der Punkt, den Sie hier hier herausgegriffen haben, wohl nur ein kleines Problem ist. Waidhofen/Amstetten-Problematik ist ja nur sehr klein. Wenn Wien auf gelb steht und die ganzen Umlandbezirke nicht, versteht ja auch keiner, dass in der Wiener Innenstadt in Geschäften Maskenpflicht ist und wenn die Wiener in die SCS (nach NÖ) fahren nicht. Macht keinen Sinn. Das selbe gilt auch für Linz und die PlusCity in Pasching.

Sinn einer Ampel ist, dass sie einfach ist und jeder verstehen kann. Was daraus gemacht wurde versteht keiner mehr. Wenn jetzt auch noch wie angekündigt INNERHALB der Bezirke teilweise unterschiedliche Regeln gelten sollen, kennt sich ja sowieso keiner mehr aus.

Außerdem haben Ampeln normalerweise 3 Farben. Als gelernter Österreicher weiss ich, dass GRÜN freie Fahrt bedeutet und GELB „Gasgeben“, bevor die Ampel auf ROT springt. Was hat das bitte mit Schutz vor einer Pandemie zu tun?

Sehr problematisch wird es aber für den „Kulturkreis Freisingerberg“, wenn der ORF solche Meinungen öffentlich verbreitet, und damit all jene brüskiert, welche sich an die Coronaregeln halten.

Salzburg




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