Stadtdichter Fred Eichleter, nunmehr auch Berater des Kulturkreises Freisingerberg, schreibt wieder seine so beliebten Gedichte. Heute erreicht den Kulturkreis Freisingerberg die „gereimte“ Form des 2020 verstoßenen Blumenschmuck vom Stadtbrunnen.

Denn 2020 fehlen die Blumen, welche die letzten 65 Jahre hier die Menschen erfreuten – warum sagt niemand, daher sagt es unser Stadtdichter Fred Eichleter eben „durch die Blume“:

Brunnen und Stadt – ohne Blumen!

So als hätt‘ durch wilde Hunnen
unser heiß geliebter Brunnen
seinen Blumenschmuck verloren,
…abgerupft und leer geschoren,

ohne Farbe, grauer Stein,
freudenlos für Groß und Klein,…
…so stellt sich ein Architekt,
der die Menschen gerne schreckt,
und sich in Idee’n verlor,
uns‘re Brunnenzukunft vor!

Unser Brunnen, unumstritten
ist Waidhofens starke Mitten!
Bunt bepflanzt mit frischen Blumen,
vorbildhaft für Fremdkommunen,

Wasser, frisch, aus Ybbstalquellen,
Lebensraum für Ybbsforellen!
„Rundherum“, ihr lieben Leute,
sagt uns der Studierte, G‘scheite,
„ist die Stadt von Grün umgeben!
Logisch ist es daher eben,
daß im Innern uns‘rer Stadt
„Bunt“ nichts mehr verloren hat!

….Blumen, sei es auf Balkonen,
oder dort wo Fische „wohnen“,
gibt es künftig gar nicht mehr“!
Endlich konnt‘ der g‘scheite Herr
sein Konzept aus grauen Zeiten
im Gemeindeamt verbreiten!

Jahre vorher, sollt‘ ihr wissen,
hat er auf Granit gebissen,
die Idee der „Stadt aus Stein“
sollt‘ schon lang begraben sein!

Menschen wollen Farbentupfer,
alte Knacker, junge Hupfer,
alle möchten Blumenfenster,
Brunnenschmuck statt Steingespenster!

So war‘s damals, so ist‘s heute!
G‘scheit sind‘s selber, uns‘re Leute!

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist blumen-brunnen.jpg.
So war einst die Ansicht des Stadtbrunnens

Aus diesem Grunde hat sich auch der Kulturkreis Freisingerberg zu einem Comeback entschieden. Wenn unsere Politik den Bezug zu seinen Bürgern verloren hat, müssen eben andere Wege der Kommunikation beschritten werden. Und gerade die städtischen Brunnen eignen sich schon immer sehr gut, das Unbehagen der Bürger in Waidhofen aufzuzeigen.
Keine Blumen mehr am alten Stadtbrunnen von 1955, keine Wasserfontaine mehr beim Brunnen im Kreisverkehr bei der Spitalkirche:

Dazu passt auch noch ein technisch vernachlässigter und schmuckloser „Plattenspielerbrunnen“ am Unteren Stadtplatz, wo nur mehr wenige der einst zahlreichen Wasserablaufdüsen ihren Dienst tun.

Und trotzdem überlegen die Waidhofner Politiker schon einen weiteren Brunnen in der Stadt aufzustellen, alles natürlich streng geheim, denn Transparenz gibt es immer weniger in der Stadt.

Kulturkreis Freisingerberg Berater Herbert Petermandl hat dazu schon vor 10 Jahren Pläne für einen Brunnen am Oberen Stadtplatz gezeichnet, aber das geht so nicht mehr, denn das Wetterhäuschen ist ja auch nicht mehr an seinem altbestandenen Platz:

Siehe die einstige Entstehung der „Blumendiskussion 2020“:
https://piaty.blog/2020/07/06/der-blumenschmuck/

Derzeit geht ein Gerücht durch die Stadt, daß nun eine „Begrünung“ der Innenstadt geplant ist – Stichwort „Grünes Netz“. Während bei der Pflasterung der Innenstadt vom damaligen Architekt Begrünungen oder gar Bäume verpönt waren, so soll es nun bald einige Bäume geben. Dabei soll in der „Nische bei DM“ ein solcher Schattenspender gepflanzt werden. Aber warum gerade dort, wo es ab August die meiste Zeit sowieso Schatten gibt. Hier die Beweisbilder vom 14. September 2020 vormittag, mittag und nachmittag – siehe Stadtturmuhr und jeweiligen Schattenstand.

Tipp: Wenn die Sonne scheint, kann sich das jetzt jeder Waidhofner Entscheidungsträger, jede Entscheidungsträgerin das persönlich ansehen – bevor der Gemeinderat entscheidet.

Auf der gegenüberliegenden Seite (Taxistandplatz) des Freisingerberg heizt sich dagegen auch am 14. September 2020 die Stadt extrem auf: 30 Grad Mitte September in der Luft, 64 Grad Pflastertemperatur.

Zu diesen Situationen meint unser Stadtdichter Fred Eichleter:

Schattenspender im Schatten
von Stadtdichter Fred Eichleter

Angeblich wird ein Baum gepflanzt
ins Eckerl beim DM!
Damit er Luft und Schatten gibt,
…nur gibt‘s da ein Problem,…
das Bäumchen selber steht im Schatten,
´mal sehen, wie das endet,
…ob dieses Bäumchen unsereins
wohl doppelt Schatten spendet?

Ein Schelm hat sich das ausgedacht,
….doch trotzdem vielen Dank!
Man sitzt dort unter grünem Blatt,
vielleich auf einer Bank ?

Und jeder Hund, der Gassi geht,
in uns‘rer schönen Stadt,
schreibt gleichfalls einen Dankesbrief
an unsern Magistrat!

Oft wird behauptet, Waidhofen kann keine Bäume in der Stadt setzen, weil diese Bäume die Parkplätze verringern würden. Aber das gilt natürlich nicht für alle Baumarten. In Mürzzuschlag kann man das sehr gut sehen, und auch beim Gstadter Bene Parkplatz spenden die hochstämmigen Bäume Schatten und nehmen keinen Park-Platz weg.

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