Mostviertel N.Ö. Eisenbahn

Hat es Ploderer „vergeigt“

9 Plätze, 9 Schätze – diese Erfolgsendung des ORF hätte auch für Lunz am See zum großen, österreichweiten Medienauftritt werden können. Aber es gab leider 2 Umstände, die das verhinderten.

Zuerst das „Vergessen“ auf die Lunzer Winterzeit. Zwar hat Moderator Birgfellner sehr gut erklärt, daß Lunz Dank einer einmal dort gemessenen Temperatur von Minus 52 Grad als der Kältepol Mitteleuropas gilt, aber man zeigte trotzdem kein Wort und kein Bild vom Lunzersee im Winter.

Das Piaty Archiv hätte die Filme vom Eislaufen dazu kostenlos bereitgestellt – aber scheinbar wollten das die Verantwortlichen der „Ybbstaler Alpen“ nicht. Bei einer Sendung im Oktober muß man einfach auch mit dem „Winter“ Werbung machen – „Baden, Radfahren und Bootfahren“ ist jetzt weit weg bei den Zusehern.

Aber den Hauptgrund war wohl der Auftritt vom ehemaligen Bürgermeister und „Ybbstalbahngegner“ Martin Ploderer.

Hier das Bild aus der Sendung:

Martin Ploderer – bei 9 Plätze, 9 Schätze

Er ist eingentlich ein sehr netter Mensch, war einst ein Kämpfer für die Ybbstalbahn und unterschrieb gemeinsam mit allen anderen Ybbstaler Bürgermeistern noch 2000 eine Petition zur Erhaltung der Bahn.

Als Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll dann im Ybbstal den Erhalt der Ybbstalbahn wollte und zusätzlich einen Radweg anbot, sprang Ploderer plötzlich ab und wollte nur mehr den Radweg. Im Sommer ein Hit – im Winter natürlich „tote Hose“. Mit der Ybbstalbahn und dem Radweg zusammen, hätte die Region ein Ganzjahresprogramm für Mobilität und Tourismus erhalten.

Und es war zu erwarten, daß die Ybbstaler dies nicht vergessen haben, was Ploderer der Region angetan hat. Ausgerechnet Ploderer nun in 9 Plätze und 9 Schätze als „Aushängeschild zu zeigen“ war ein undurchdachter Fehler. Denn damit war anzunehmen, daß viele Freude des Ybbstales und auch von Lunz nicht zum Hörer griffen und für diesen Kandidaten zu stimmen.

Ein bezeichnendes Plakat aus früheren Tagen:

Sagt eigentlich alles aus

LH Frau Mikl Leitner, SPÖ Landtagsabgeodneter Schagerl, LH Pröll, Obfrau Verein Kubus Renate Wachauer und Archivar Piaty – viele kannten Ploderer als Gesprächspartner, aber er wird immer als „Zerstörer der Ybbstalbahn“ gelten – auch wenn Insider davon sprechen, daß er nur „Befehlsausführer“ war. Aber das kann er nur selbst öffentlich zugeben – da gibt es „nichts schriftliches“ darüber:

Schriftlich hat Ploderer allerdings etwas über die Bahn nach Ybbsitz dargelegt. Aber auch dieses politisch motivierte Versprechen war leider weniger Wert als das Papier auf dem es stand:

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
Marko und Stiftner hätten es gut für Ploderer gemeint, aber er hat das Gegenteil gemacht.

So war es nicht verwunderlich, daß bei der Telefonabstimmung des ORF – zu 9 Schätze, 9 Plätze – Lunz am See nicht das erreichte, was es sich auf Grund von Natur und Einmaligkeit im Sommer und im Winter verdient hätte.

Und es war eigentlich auch gar nicht schwer, dies vorherzusagen:

Insider Karl Piaty ahnte es schon vorher

So wollte der Kulturkreis Freisingerberg „Vergangenes“ für ein paar Tage vergessen lassen und auch die Eisenbahnfreunde zu einem Voting für Lunz zu bitten. Das klappte nicht – aber das ist auch zu verstehen – zu groß sitzt noch immer die Schmach, die Ex-Bürgermeister Martin Ploderer über die Region brachte. Radweg ja, aber natürlich nur gemeinsam mit der Ybbstalbahn.
https://piaty.blog/2020/10/02/heute-bitte-voten/

Das Bewerbungsvideo über Lunz

Und nicht vergessen:
Den Sieger des Votings – die Hohe Wand – kann man natürlich bequem und sicher mit der Bahn erreichen:
https://www.bahn-zum-berg.at/wien/sommer/gutensteiner-alpen-sommer-bahn-bus/mit-oeffis-auf-die-hohe-wand/#Mit_dem_Zug_zur_Hohen_Wand

Lunz am See im Winter:

Martin Ploderer hat es sich trotz allem nicht verdient, daß er in den Zank um seine Ehrenbürgerschft geriet.
https://m.noen.at/erlauftal/gemeinderat-lunz-am-see-spoe-nein-zur-ehrenbuergerschaft-von-ploderer-lunz-am-see-ehrenbuergerschaft-martin-ploderer-josef-schachner-print-229601251

Hier liegt die Schuld nicht bei ihm, sondern bei jenen, welche diese Ehrung „durchboxen“ wollten.
Eine Ehrenbürgerschaftsdiskussion hat in einer geheimen Sitzung zu erfolgen – auch das Ergebnis der Abstimmung muß geheim bleiben.

Und man sollte ihm vielleicht auch den Grund sagen. Ploderer hat das Angebot von LH Pröll, den Radweg unter Erhalt der Ybbstalbahn aufzubauen nicht angenommen und bei den „Lunzer Gesprächen“ nichts dafür getan.
Wenn er zum Schluß auch zugab, daß die Bahn gut wäre,
für die Region wurde zu viel zerstört.

Dieses Video wird späteren Generationen dazu die Augen öffnen:

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