In Klosterneuburg findet seit hunderten von Jahren um den Leopolditag auch das berühmte „Fasslrutschen“ statt. Das Bauen von riesigen Fässern war eine besondere Kunst des „Fasslbinderhandwerkes“
https://www.niederoesterreich.at/fasslrutschen

Stadtdichter Fred Eichleter hat dazu auch wieder ein Gedicht geboren:

Es ist von Alters her der Brauch,
mit unserm Hintern, nicht den Bauch,
über ein großes Fass zu gleiten!
Wir brauchen Glück in diesen Zeiten

und dafür ist das „Rutschen“ gut!
Zwar brennt er, der Corona – Hut,
doch macht ein Rutscher übers Fass…
zum ersten schon ein wenig Spaß,

zum zweiten delegieren Sorgen
wir irgendwie ins ferne Morgen
und drittens, sollt‘ der neue Wein
schon herrlich zum Verkosten sein!

Wir feiern Herzog Leopold,
der sicher auch schon damals wollt‘,
dass kurz bevor der Herbst sich trollt,
sich‘s Landvolk amüsieren sollt‘!

Er war ja doch nicht irgendwer!
Der Leopold, der Landesherr,
der Große unter Heiligen!
Und auch den vielen Eiligen
in uns‘rer hektisch, lauten Zeit
macht „Fasslrutschen“ große Freud!

Denn auch in Waidhofen / Ybbs gibt es mit der Fassbinderei Schneckenleitner einen Fassbinderbetrieb mit langer Tradition. Dieser kurze Film aus der Piaty-Wochenschau 1955 zeigt so einen Transport durch die Stadt.

Nur 2 PS (2 Pferdestärken) waren nötig, um dieses „Gespann“ sicher bis zum Bahnhof zu bringen.
Am heurigen Leopoldifest 2020 soll daher vom Kulturkreis Freisingerberg auch ein „Fasslrutschen“ in Waidhofen verantaltet werden – nur digital natürlich.

Auch Stadtdichter Fred Eichleter hat dazu schon beigetragen:

Als man den Schleier einst geholt,
da gründet Markgraf Leopold,
den später gar man heilig nannt‘
Stift Klosterneuburg, wohlbekannt!

Seit diesen Tagen ziert der Name
manch kühnen Mann, manch‘ edle Dame
und Leopolds landab, landauf
gab es in Österreich zu Hauf‘!

Der letzte große Leopold
an den man sich erinnern sollt‘,
war einstmals Landesvater Figl!
Den Staatsvertrag mit Brief und Siegel
zeigt damals trotz Balkongedränge
begeistert er der Menschenmenge,
rief aus dem Herzen zweilfelsfrei,
zu allen: „Österreich ist frei“!

Der Leopold, der Schleierfinder,
der einst’ge Klosterneuburggründer,
ist viele hundert Jahre schon
uns Landesvater, Schutzpatron,
wird hoch verehrt, geschätzt immens
im kleinen „Land unter der Enns“!

Am 15. ist es so weit!
Der Landesbürger nimmt sich Zeit
und dankt dem Schutzherrn, weil es nützt
und er uns alle gut beschützt!

PS:
Das Glück war uns besonders hold!
Stell dir nur vor, statt Leopold,
der Pfarrer hätte wohl geschnauft-
hätt‘ einen „Kevin“ er getauft !

Näheres dazu:
https://piaty.blog/2017/09/10/geschichte-zu-figl/

Der „Leopold – Marsch“
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