1896 wurde die Ybbstalbahn mit der Strecke Waidhofen / Ybbs nach Hollenstein eröffnet. Im Jahre 2020 wird das letzte Rumpfstück der verbliebenen Eisenbahn noch einmal um die Häfte gekürzt und ist damit nur mehr rund 3 km, oder 8 Minuten kurz. Der traditionelle Christkindlzug des Verein „Pro Ybbstalbahn“ ist daher nicht mehr möglich, am 12. Dezember 2020 wird das Teilstück Gstadt bis Vogelsang überhaupt vorerst eingestellt.

Das jahrelange „Christkindl“ Renate Wachauer fuhr mit „goldener Coronamaske“ dieses Stück daher vor der Einstellung noch einmal mit – diesmal eben als „zahlender Fahrgast“ – dies zeigt dieses Video:

Das „Citybahn Christkind“ kauft einen „Opponitzer“ Christbaum“
und fährt damit mit der Citybahn nach Waidhofen – am 12. Dezember das letzte mal.

Denn wenn nichts passiert, dann gibt es an diesem letzten Samstag für den Bahnhof Gstadt (12. Dezember 2020) doch noch ein Wiedersehen mit dem Christkind aber bitte Alle „Maske“ tragen, die Citybahn ist ein öffentliches Verkehrsmittel!

Geheimtipp: Der letzte Zug nach 124 Jahren fährt an diesem Samstag, wo auch alle Waidhofner auf Corona getestet werden, um 18:12 von Gstadt ab.

Der letzte Rest der Ybbstalbahn
tritt seine „letzte“ Reise an,
…am Samstag geht‘s noch mal nach Gstadt,
dann wird‘s dort um den Bahnhof „stad“!

Dafür fährt nun die „City- Bahn“,
die man nicht
noch mehr kürzen kann,
sonst wär‘ der Bahnbetrieb kaputt,
es ging’ nur mehr bis Liliput!

Vorbei ist auch der Weihnachtszug,
der Kinderherzen mit sich trug
und fein in die Adventzeit passt,
mit „Christkindl“ als Reisegast!

Von nun an und die nächsten Jahr‘
gehts nur mehr bis zum Euro-Spar,
dort wartet statt der Engel Klang,
die Haltestelle „Vogelsang“!

Wenn nicht ein Baum den Weg verlegt,
wird jetzt dein Radl fortbewegt,
dort, wo auf schmaler Eisenspur
einst ein sehr stolzes Dampfross fuhr!

Unser Stadtdichter Fred Eichleter hat spontan ein aktuelles Gedicht dazu geschrieben:

Jahrelang führte der Verein Pro Ybbstalbahn den Christkindlzug von Waidhofen nach Gstadt – danke Thomas Vielhaber & Renate Wachauer

Natürlich ließ sich das Christkind und seine Helfer nicht von den, im Triebwagen angekündigten, verstärkten Kontrolloren erwischen

Gerne zahlte man diese wirklich günstige Streifen-Karte zu 90 Cent pro Fahrt (erhältlich im Rathaus) bereits brav im „Voraus“.

Da mußte das „Christkindl“ natürlich gleich „Nachschub“ kaufen und hat auch gleich einen Wunsch auf das 1-2-3 Ticket für 2021 ausgesprochen.

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