Ein sehr altes Gasserl von der Unteren Burg zum Krautbergkreuz,
eng, 65 Stufen, kein Handlauf – soll nun sehr aufgewertet werden. Wer das Gebiet von Kindheit auf kennt, wundert sich aber doch über die „Überlegungen der Verkehrsplaner des regionalen öffentlichen Verkehrs“.

Hier aktuelle Fotos vom 10. Dezember 2020 –
3 Tage vor der „Inbetriebnahme“ der neuen Haltstelle dort

Das Land NÖ. hat sich entschlossen am „Endpunkt dieser Gasse“ eine Haltestelle für die Citybahn zu errichten und hat diese auch „Kupferschmiedgasse“ benannt.

Diese Haltestelle wird ab Montag 14. Dezember 2020 im Halbstundenstakt angefahren – am 13. Dezember (da Sonntag) gilt 1 Stundentakt.

Dem Kulturkreis Freisingerberg (Karl Piaty sen.) erschien diese Haltestelle von Anfang an keine gute Idee, dies wurde den Verantwortlichen auch bereits vor dem Beginn der Bauarbeiten schriftlich und begründet übermittelt.

Die Haltestelle wurde aber um viel Steuergeld trotzdem errichtet. Dies soll zu einer digitalen Dokumentation über diese Haltestelle und vor allen Dingen auch zu einer historischen Aufarbeitung dieser „Kupferschmiedgasse“ führen.

Aus diesem Grund wird der Kulturkreis Freisingerberg am 14. Dezember 2020 diesen historischen Tag der Bahngeschichte in NÖ. entsprechend dokumentieren.

Gerne können alle Anrainer und alle jene Waidhofner und Waidhofnerinnen mit dabei sein, welche diese Haltestelle für sinnvoll und praktisch halten.

topaktuell – Ausschnitt vom 10. Dezember 2020

Beim Neujahrsempfang – Bericht NÖN.

Wie der Stadtchef in seiner Ansprache mitteilte, werden sich die beiden zusätzlichen Stopps beim Eurospar im Vogelsang und in der Kupferschmied- gasse, oberhalb des Gasthauses Zur Linde, befinden.
Mit der Haltestelle in der Kupferschmiedgasse entstehe eine stadtnahe Anbindung an die Waidhofner Stadtbahn, sagte der Stadtchef.

Öffentlicher Kommentar eines Waidhofner Stadtrates (Ing. Martin Dowalil)
zur derzeitigen Situation der Citybahn in Waidhofen / Ybbs:

Das verfrühte Weihnachtsgeschenk von Sonnenkönig Krammer:Am 12.12.2020 war es nun soweit, die Ybbstalbahn fuhr nach 126 Jahren zum letzten Mal den Bahnhof Gstadt an. Ein Bürgermeister, natürlich einer der ewiggestrigen ÖVP, darf eine Empfehlung zur Verkürzung einer Landesbahn abgeben und die NÖVOG stimmt dem untertänigst zu. Einzige Auflage der NÖVOG- ein Halbstundentakt muss her, denn die gefahrenen Tageskilometer der Citybahn müssen beibehalten werden. Bei einer neuen Streckenlänge von ca. 3 Kilometern und einer Fahrzeit von 8 Minuten natürlich eine Herausforderung. In Kreilhof und in Gstadt sollen neue Betriebsgebiete enstehen- die werden vom Schienennetz getrennt, genauso wie sämtliche Sport- und Freizeitstätten sowie die Bewohner*innen der Zell und Kreilhof.Der neue „Endbahnhof“ Pestalozzistraße (Eurospar) befindet sich mitten im Wohngebiet Vogelsang, hier verkehren nun die dieselbetriebenen Triebwägen von 05:36 Uhr bis 20:47 Uhr, eine wahre Schnapsidee, noch dazu wo die bestehende Haltestelle Vogelsang (HTL) nur ca. 300 Meter entfernt ist. Nachdem die Rumpfstrecke einzig dem Schüler*innen Transport dient, so wäre es natürlich sinnvoll, den Endpunkt der Bahn auch dort zu belassen. Von der misslungenen Gestaltung der neuen Haltestellen inkl. Bodenversiegelung für Hunderte Laufmeter Bahnsteig und der Verschandelung der Haltestelle Schillerpark inkl. Verstümmelung von gesunden Baumkronen ganz zu schweigen.Es ist zum Weinen und zum Schämen!
Die verfehlte Verkehrspolitik im Ybbstal unter Bürgermeister Krammer haben wir schon im Sommer 2019 hier zusammengefasst:https://fufublogblog.wordpress.com/…/verkehrsgesamtpake… — mit Armin Bahr hier: Gstadt, Niederösterreich, Austria.

Ähnlich sieht es (ebenso öffentlich kundgetan)
der Vizebürgermeister der Stadt Waidhofen / Ybbs, Armin Bahr:
„In Zeiten der Mobilitätswende und mit der Erschließung eines Betriebsgebietes in eben jenem Bereich, eine nicht nachvollziehbare Entscheidung! Hier wird mutwillig öffentliche Infrastruktur unwiederbringlich zerstört“!

Und auch der Fraktionsobmann der FPÖ Waidhofens, Gemeinderat Karl Heinz Knoll, hat sich schon oft öffentlich gegen die Verkürzung und den Dieselbertieb ausgesprochen, nun nimmt auch er dazu Stellung:
„Bezüglich Verkürzung der Citybahn habe ich auch schon in einer GR Sitzung des öfteren darauf hingewiesen, dass es nicht sinnvoll ist eine Betriebsansiedelung ohne Anbindung an den öffentlichen Verkehr zu planen“.

Michael Elsner, der Kontrollausschußobmann der Stadt Waidhofen“ (UWG Fraktion) ist hoher ÖBB Bediensteter und damit für eine öffentliche Betrachtung der NÖVOG-Bahn naturgemäß befangen.
Grünmandatar Plankenbichler hat ebenfalls gegen die Verkürzung gestimmt.

Was meinen Anrainer dazu, und wer sind die Befürworter der neuen „Berghaltestelle Kupferschmiedgasse“?
Auch diese sollten zu Wort kommen dürfen:

Daher findet nun eine dokumentarisierte „Begehung“ statt:
14. Dezember 2020 – Treffpunkt 15 Uhr vor dem Gasthof Linde (Maria Üblacker) und Aufstieg, entsprechend der Covit 19 Vorgaben, über die Kupferschmiedgasse zur neuen Citybahn-Haltestelle Kupferschmiedgasse.

Dabei sollen die wichtigsten historischen Bezüge dieser Gasse dokumentiert werden. Stadtpfarrer Döller hat dazu bereits sehr wichtige Aussagen gemacht.

Daß ausgerechnet dieses Heiligenbild des Patron der Kupferschmiede vor mehreren Jahren das Ziel eines Schußfrevels wurde ist zeitgeschichtlich sicherlich auch sehr bemerkenswert.

Um 15 Uhr 20 kommt in der Haltestelle der Zug aus Richtung Schillerpark an, dieser kann dabei sehr gut beobachtet und fotografiert werden. Innerhalb weniger Minuten fahren hier dann auch 2 Züge der Rudolfsbahn durch. Bis zur Ankunft des Citybahn-Gegenzuges (15:36) wird die neue Zaunanlage am 50 Meter !!!! langen Bahnsteiges samt mehrstrahliger „Flutlichtanlage“ besichtigt. Der Riesenzaun wurde in den letzten Tagen in mühevoller Arbeit von einer Gänserndorfer Pflaster- und Gartenbaufirma errichtet.

Um 15 Uhr 36 besteht dann die Möglichkeit, mit dem Zug bis zur Pestalozzistraße zu fahren. Kurz danach geht es in einer 8 minütigen Fahrt zum Hauptbahnhof Waidhofen / Ybbs. Direkt vorbei am Schloßturm, wo zu dieser Zeit bereits 3 der großen Adventkerzen brennen. Am Bahnhof kurzer Aufenthalt – und dann zurück zur Haltestelle Kupferschmiedgasse, wo eine ganz besondere, weihnachtliche Überraschung wartet.
Danach „Abstieg“ durch die „Kupferschmiedgasse“ – bitte unbedingt Taschenlampen mitbringen, dort sind die Lichtverhältnisse (besonders bei den oberen Stufen) eher schlecht.

Vielleicht hilft aber die neue „Festbeleuchtung des Bahnsteiges“ mit:

Bahnsteig Kupferschmiedgasse am 10. Dezember 2020 um 23 Uhr von der Stradt aus gesehen.




Die Doku wird bei jeder Witterung durchgeführt, sollen ja auch die erwarteten Benützer dieser „schwer erreichbaren Berghaltestelle“ diese schließlich auch bei jeder „Witterung“ erreichen.

Ein erster Medienbericht in der NÖN hat zwar die Kupferschmiedgasse mit der Krautberggasse verwechselt, aber bisher war dieses Gasserl ja auch als das „Gasserl von der Krautberghex“ sehr bekannt. Auch diese typische Geschichte der „Krautberghex“ ist Teil der historische Betrachtung der „Kupferschmiedgasse“

Kurier Redakteur Wolfgang Atzenhofer war am 10. Dezember 2020 persönlich vor Ort und hat einen sehr sachlichen Artikel, auch zur Haltestelle Kupferschmiedgasse geschrieben:

Kurier NÖ Ausgabe – Freitag 11. Dezember 2020

Kurier hier in der Online Version:
https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/kleinstadt-faehrt-im-grossstadttakt/401125584

Bilder sagen oft mehr als 1000 Worte –
hier z.B. von der Veränderung des Erscheinungsbildes einer kleinen Eisenbahn

Aufnahme vom 11. Dezember 2020



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