Zum Fest der Hl. 3 Könige hat Stadtdichter Fred Eichleter ein besonders „festliches“ Gedicht geschrieben – Weihnachten und die Hl. 3 Könige sind schließlich in der Erinnerung an Betlehem untrennbar verbunden:


Das Tagwerk ruht, es schweigt die laute Welt,
ein kleiner Hase hoppelt einsam übers Feld
dem Walde zu, wo tief verschneite Tannen,
die Äste breit wie weißes Linnen spannen.

Die Nacht ist dunkel, einsam, still und kalt.
Nur fahle Sterne funkeln über weihnachtlichem Wald,
und schicken Licht und Gruß aus der Unendlichkeit,
an alle Menschen über Raum und Zeit!
 
Die Sterne waren auch in Bethlehem dabei.
Sie wachten über eine Krippe, warm gefüllt mit Heu,
und drinnen lag, mit sanftem Lächeln schon,
ein Kind so unschuldsvoll und es war Gottes Sohn.
 
Auch jene Nacht war damals still und klar.
Die Mutter strich dem Kleinen zärtlich übers Haar
und summte wehmutsvoll ein sanftes Wiegenlied,
als wüsste sie schon jetzt, was ihm dereinst geschieht!
 
Und Ochs und Esel, Hirten, Hund und Schaf
bewachten sorgsam  uns`res Kindes Schlaf,
samt Königen in prächtig goldenem Gewand
mit mancher Gabe aus so fernen, fremden Land.
 
Ein Stern hat Könige durch Nacht und Dunkelheit geleitet.
Sein Licht hat diesen Weisen so unendlich viel bedeutet,
dass sie den Weg durch Wüsten und durch Meere nahmen
und zeitgerecht zum Herrn im Kripplein kamen.
 
Die Sterne sind uns Menschen lebenslang Begleiter,
zur Weihnacht sind sie froher Botschaft Wegbereiter,
sie waren Tröster und Vertraute uns im Dunkeln,
sie werden noch in tausend Jahren funkeln,
sie lassen uns ein Stück der Ewigkeit erahnen
und werden immer uns an Bethlehem gemahnen!

Stadtdichter Fred Eichleter – Gedichte zu jeder Gelegenheit

Ein besonders schönes Relief mit der Darstellung der Heiligen 3 Könige gibt es in der Stadtpfarrkirche von Waidhofen / YbbsStadtpfarrer Herbert Döller erklärt es hier im top-aktuellen Video aus dem Jahre 2021:

Zu diesen wunderschönen Reliefs
berichtet uns Kanonikus und Stadtpfarrer Mag. Herbert Döller,
hier mit seinem Pfarrgemeinderat und Bischof Schwarz:

Der Altarbauer und Schnitzer der Reliefs ist Engelbert Westreicher aus Linz. Man wollte um 1880 eine “stilreine” gotische Kirche haben und hat kurzerhand die barocke Einrichtung entfernt. Allerdings wurde sie nicht wie in vielen anderen Pfarren verheizt, sondern in Opponitz neu aufgestellt. Ein Altar kam auch in die Franziskuskirche am Graben.

Die Bilder von Martin Johann Schmidt (Kremser Schmidt) blieben ebenfalls auf diese Weise erhalten. In die Kirche kamen drei neue “gotische” Altäre.

Waidhofen zählte zu den ersten Pfarren, die eine solche “Rückführung” der Einrichtung auf gotische Formen in der Diözese angingen.  Geld war durch Grundverkäufe für die Rudolfsbahn  vorhanden. Die Fenster erhielten figurale Scheiben und Teppichmuster. Da  das Geld aber bald ausging, blieben die barocken Stühle und das Orgelgehäuse erhalten.

Der Hochaltar hatte einen zentralen Tabernakel mit Aussetzungsthron in einer Kastenretabel mit  links und rechts zwei Nischen für Heiligenfiguren, von denen die rechts außen stehende des hl. Judas Thaddäus noch in der Kirche steht.

Der frührere Flügelaltar in der Stadtpfarrkirche in Waidhofen / Ybbs

Im Gespränge darüber steht zentral Maria Magdalena (vorhanden im Depot), der hl. Nikolaus und Lambert sind verschwunden. Der Altaraufbau hatte zwei anhängende Reliefflügel mit vier Szenen aus der Weihnachtserzählung: Maria Verkündigung, Christi Geburt, Anbetung der Könige und Flucht nach Ägypten.

In der Fastenzeit geschlossen, wurden vier von Carl Jobst gemalte Passionsszenen sichtbar. Diese Bilder hängen auf der Südempore der Kirche. Die Schreinfiguren der Seitenaltäre haben sich im Kolpinghaus und im Heiligen Grab erhalten.

1936 kam der jetzige, echt gotische, Hochaltar in die Kirche, und der neugotische wurde nach Gresten verliehen, von wo er 1966 vereinbarungsgemäß wieder zurückkam und dann z. T. verloren ging.

NÖN Beitrag 7.1.2021

Nun 3 „Erinnerungsvideos“ an die Hl. drei Könige des letzten Jahrzehnts.
von 2012, 2014 und 2017 im Hause Piaty und am Freisingerberg:

2017 – Die Sternsinger am Freisingerberg, dem Namensgeber für den „Kulturkreis Freisingerberg“!

Neu 2021: Wegen Corona gibt es heuer keine herumziehenden „Sternsinger“. Deshalb hat sich die Pfarre Waidhofen/Y eine online Version einfallen lassen:

Auch in Zell an der Ybbs gab es einst viele Sternsingergruppen:

Einzug der „Königsgruppen“ der Pfarre Zell an der Ybbs mit dem ehemaligen Pfarrer Reinhard Kittl

2021 ist auch das Jahr, wo selbst die Sternsinger die Grüße „online“ senden und man auch „online“ spenden kann – hier das offizielle Beispiel:
https://my.idomoo.com/5261/sternsinger_Landing/index.html?url=https://liv-eu.idomoo.com/4298/0000/lej81p2mcsq3jl161njz2hh2i2g2ifm1xu2zlx3kt2zs.m3u8

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