Ja in der Innenstadt von Waidhofen an der Ybbs wird täglich viel „geimpft“. Rund 1000 mal – und das seit Jahrzehnten.

Dabei handelt es sich um die „Faschingskrapfen“ der Zuckerbäcker Hartner, Erb und Piaty. Alle anderen Krapfen die es in Waidhofen gibt, werden schließlich nicht in der Innenstadt geimpft.

Da hatte Stadtdichter Fred Eichleter schnell ein Gedicht zum Tag geschrieben:

Ja, ein guter Faschingskrapfen
lockt fast jeden aus der „Hapfen“,
…schnuppert man den Krapfenduft,
liegt der Fasching „in der Luft“!

Jeder Naschkatz‘ ihren Willen!
Marmelade aus Marillen,
eingespritzt im Krapfenbauch,
ist von altersher der Brauch!

Aber auch mit Schokolade
ist zum Essen er nicht schade
und…hier die „Geheimenthüllung“,
gern auch mit Vanillefüllung!

Alle wollen, groß und klein,
diese süßen Nascherein,
denn mit diesen feinen Dingen
soll der Fasching gut gelingen!

Willst du dich mit Krapfen stärken,
laß‘ die Zuckerbäcker werken,
denn Piaty, Erb und Hartner
sind dafür die besten Partner!

Alle impfen sie mit Freude
in des Krapfens „Eingeweide“
eine wunderbare Fülle,
allermeistens aus Marille,
weil der Feinspitz will nur die!
Kommt doch her, wir haben sie!

Willkommen Österreich hat über die „Waidhofner Krapfen“ schon sehr groß berichtet – hier „Willkommen Österreich“:

Damals bekam Karl Piaty sen. den „Titel“ Faschingskrapfen-Wissenschaftler

Auch der ORF NÖ hatte schon eine längere Sendung mit den Krapfen aus Waidhofen / Ybbs – das war vor exakt 10 Jahren. Dabei schildert Konditormeister Thomas Piaty, wie Krapfen gefüllt wurden, bevor sie „geimpft“ wurden – unter seinem Urgroßvater vor dem 2. Weltkrieg. Denn das „Impfen“ der Krapfen wurde erst später erfunden – an vorderster Front dabei die Großmutter von Thomas Piaty. Sie kaufte, gegen den großen Widerstand des Backstubenleiters die 1. Krapfenspritze.

%d Bloggern gefällt das: