Am 20. Februar 2021 wurde der „Schaukasten in der FUZO Hoher Markt“ vom Kulturkreis Freisingerberg mit einen „Menü to go“ seiner „neuen Bestimmung“ übergeben. Darin werden nunmehr immer aktuelle Gedichte des Stadtdichter Fred Eichleter der Öffentlichkeit präsentiert. Fred Eichleter hat jahrelang das bekannte „U-boterl“ geschrieben, jetzt schreibt er wieder – für den „piaty.blog“.

Und wie es sich für den „Kulturkreis Freisingerberg“ geziemt, wurde das „Eröffnungsmenü“ als „Weltpremiere“ gefeiert – „Fastenmenü to go“.
Damit ist das „Datum der Ersterwähnung“ mit 20.02.2021 dokumentiert.

Dazu hat der Stadtdichter natürlich gleich einen kurzen Reim verfasst:

Ihr Fastenfreunde, macht doch mit!
„ Menü to go“, der neue Hit,
soll allen Kaffetrinkern munden
und wurde für Gourmets erfunden!

Es ist der Trend der Virus-Zeit!
Kaffeegenuß im neuen Kleid,
ein Beugel und „coffee to go“,
und gleich sind alle Menschen froh!

Im Schaukasten am „Hohen Markt“,
dort, wo ein Reimer Reime parkt,
kann man sein Beugel gleich verzehren
und seinen Kaffeebecher leeren!

Wir wünschen guten Appetit!
„Menü to go“,der Fastenhit!

Menü to go – 20.02.2021

Was hat es mit den Beugeln auf sich. (in den USA Bagels genannt)
Während das runde, ringförmige Gebäck in den USA ein Produkt der „Freßorgien-Generation“ ist – sind die Beugeln im Mostviertel ein Ausdruck der christlichen Fastenzeit.
Bäckermeister Piaty dazu:
„Die Mostviertler Beugeln müsssen so dünn sein, damit sie nicht mit Wurst und Käse belegt werden können“ – ideal also in der Fastenzeit.

Die Bilder sagen mehr als 1000 Worte dazu:
Links Piaty Beugeln – daneben typische USA Bagels

Und 2021 extra für die Coronazeit:
Abstand halten – Menü entfalten:
„Caffee to go“ kennen viele – das „Menü to go“ vorerst nur wenige.

Denn zur Fastenzeit passt eben am Besten ein „echtes Fastenbeugel“ – und schon hat man „Speis & Trank“ – auch auf Abstand, diesen auch beim „Beugelreißen“.

Dieser alte Brauch lebt dabei also auch wieder aufpreiswerter, sicherer und fröhlicher – kann „Essen im Freien“ wohl nicht sein.

Etwas über den alten Brauch des Beugelreißen:

Da Fastenbeugel durch die nötige „Handarbeit“ nicht exakt gleich aussehen, ist es jedenfalls ein geniales Gebäck. „Vor allen Dingen die Kinder lieben es.“ Vielleicht, weil man damit auch spielen kann.
Beugelreißen zum Beispiel:
Wer das größere der beiden Stücke erwischt, dem bringt das Glück.
Im Wirtshaus war es früher dagegen ein beliebtes „Verlustspiel“:
„Wer das kleinere Stück hat, zahlt“.

Abstand und Gastronomiesperre haben den Brauch 2021 zwar etwas verändert, aber mit dem „Fastenmenü to go“ soll die Erinnerung wachgehalten werden:

Karl Piaty sen. und Fred Eichleter beim „traditionellen Beugelreißen“ – hier in in der FUZO
Der Schaukasten des Dichters – es zahlt sich aus, sich hier öfters „einzulesen“!
Damit die Menüs nicht ausgehen, gibt es immer Beugl-Nachschub bei Piaty am Unteren Stadtplatz – übrigens täglich frisch – und natürlich ist der Coffee to go dazu auch gleich hier erhältlich – sogar als variantenreicher Espresso aus der wohl besten Espressomaschine der Welt – einer original „Cimbali“ aus Italien.

Und wie solche Beugel früher entstanden zeigt dieses Video von Rudi Spreitzer:

Und wer noch ein aktuelles Gedicht über die Fastenzeit lesen will,
dem sei dieser Link empfohlen:
https://piaty.blog/2021/02/16/fastenbeugl-bei-piaty/

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