Stadtdichter Fred Eichleter „roch“ schon den Frühling und er schrieb Anfang März 2021 ein Gedicht darüber.


Wieder fließt die laue Luft
durch die wintermatten Glieder
und ein ahnungsvoller Duft
zieht wie alle Jahre wieder
durch die Seele, das Gemüt,
lädt beinah zum Tanze ein
alles grünt und alles blüht!

Endlich darf es Frühling sein!
Warte noch ein kleines Weilchen!
Dann lacht aus dem Waldversteck
vorschnell dir das erste Veilchen,
zart, zerbrechlich noch und keck!

Und die Primel, gelb, in Nestern,
zeigen scheu, doch ungewollt,
mit so vielen gelben Schwestern
erstes, mildes Sonnengold!

Kätzchen, wie aus feinster Seide,
weiss und weich und zärtlich lind,
wiegen sich auf einer Weide,
sanft im jungen Frühlingswind!

Und ein Fink, ein bunter Kleiner,
schimpft noch ziemlich ungeschickt,
weil da irgend ein Gemeiner,
ihm sein Frühstück weggepickt!

Über graue Schneemannreste
hoppelt naseweis ein Hase,
er verspeist zum Frühlingsfeste
munter die Karottennase!

Und das Bächlein sprudelt leise,
nimmt mit einem letzten Kuss
auf die Winterabschiedsreise
unserm Schneemann mit zum Fluss!

Auch die frohen Dotterblumen
lachen goldgelb, voller Pracht!
…Still, ich hör` ein leises Summen!
Endlich ist die Welt erwacht!

Doch für den 14. März hat das Waidhofner Wetterhäuschen einen „Wintereinbruch“ vorhergesagt. Also schnell in den Stiftsgarten nach Seitenstetten, um zu sehen was dort am 13. März zu sehen ist.

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