Wenn Karfreitag und Karsamstag die Kirchenglocken „nach Rom geflogen“ sind, ist die Zeit der „Ratschenkinder“ gekommen. Und dieses „Ratschen“ ist seit 2015 imaterielles UNESCO Kulturerbe:
https://www.unesco.at/kultur/immaterielles-kulturerbe/oesterreichisches-verzeichnis/detail/article/ratschen-in-der-karwoche

Daher stellt der Waidhofner Kulturkreis Freisingerberg so eine „Ratsche“ vor. Sie gehört zum Inventar der Volkskundesammlung der Familie Piaty und stammt aus Konradsheim – Teil der Großgemeinde Waidhofen / Ybbs:

Kulturerbe Karwochen-Ratsche aufbewahrt und katalogisiert
in der Volkskundesammlung Karl Piaty in Waidhofen / Ybbs
Maxi Steinbach Ditsch als „Ratschenbub 2021“ vor dem Wetterhäuschen von 1899

Die Kirchenglocken zieh‘n nach Rom
und grüßen uns vom Petersdom,
…so kündet eine Ostermär
den Christen über Zeiten her!

Karfreitag bis Karsamstag Nacht
wird sich zum Ratschen aufgemacht,
recht laut, die Buben tun es gern,
es soll ja schließlich jeder höhr‘n!

Die Ratschenbuben zieh‘n zu Fuß
und überbringen Engelsgruß
an alle, die sich freu‘n im Land,
dass unser Christus auferstand!

Die Ratsche hier in Bild und Reim,
die ratschte einst in Konradsheim
und Herr Piaty rettet sie!
Heut‘ ist sie pure Nostalgie
und sie erzählt von diesen Zeiten,
als sie gedreht statt Glockenläuten!

Stadtdichter
Fred Eichleter
hat dazu natürlich auch „seinen Reím“ gemacht

Maxi Steinbach Ditsch ( 7 Jahre) mit der historischen „Ratsche“
…. aus der Volkkundesammlung Piaty

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