Kulturkreis Freisingerberg Mostviertel N.Ö.

Zukunft „Schmiedekunst“

Das Schmieden ist ein uraltes Handwerk. Seit 2001 gibt es einen Ring der europäischen Schmiedestädte.
Ybbsitz, im niederösterr. Mostviertel, ist eine der Gründungsgemeinden.

Die Schmiedestädte:

Acireale (Sizilien, Italien), Arles-sur-Tech (Katalonien, Frankreich), Bad Hall (Eisenstraße, Österreich), Bienno (Italien), Campdevánol (Katalonien, Spanien), Donetsk (Ukraine), Friesoythe (Deutschland), Ivano Frankivsk (Ukraine), Kolbermoor (Bayern, Deutschland), Stolberg (Rheinland, Deutschland), Lipník nad Bečvou (mit Burg Helfštýn, Tschechische Republik), Mynämäki (Finnland), Olbernhau (Erzgebirge, Deutschland), Oude IJsselstreek (Niederlande), Øvre Eiker (Norwegen), Pratovecchio-Stia (Toskana, Italien), Ulyanovsk (Russland), Ybbsitz (Eisenstraße, Österreich)

Hier mehr dazu:
https://schmieden-ybbsitz.at/ring-der-europ-schmiedestaedte

Dieses geschmiedete Symbol der Schmiedestädte befindet sich in Ybbsitz (Österreich) und wurde von Kunstschmied Thomas Hochstädt geschaffen.

Doch über der Zukunft des künstlerischen und handwerklichen Schmieden hängen dunkle Wolken, im wahrsten Sinne des Wortes. Die notwendige Kohlenglut passt so gar nicht in das Umweltdenken der Gegenwart. Fossile Brennstoffe sollen in der EU zurückgedrängt werden, aus umweltbezogenen Überlegungen auch durchaus sinnvoll.

Soll das Schmiedehandwerk also „aussterben“?
Keineswegs, wenn es nach zukunftsorientierten Schmieden in Europa geht.
Um die Geschichte einfacher zu erklären, sei das Beispiel des Ybbsitzer Schmiedemeisters Thomas Hochstädt herangezogen. Anerkannter Fachmann, international auch im Ring der Schmiedestädte eingebunden mit großem Herz für die Schmiedekunst, aber auch für die Umwelt.

Er könnte beweisen, dass handwerkliches Schmieden auch ohne Glut, Feuer und Rauch möglich ist – daß das CO2 freie Schmieden von Eisen durchaus eine große Zukunft haben könnte.


Dazu eine kleine Erklärung:
Durch die Renovierung von 332 Jahre alte barocke Glockenaufhängungen für die Stadtpfarrkirche in Waidhofen / Ybbs wurde er über Nacht bekannt und anerkannt.
Durch seine Skulpturen auc´s alten Schienennägeln der Ybbstalbahn und mit 3 Sonnen in der geschmiedteten Skulptur für die Waidhofner Gartenausstellung schaffte er es 2021 rasch in die großen Medien.

Und schon bei der Vorstellung dieser Skulptur machte er auf seine Zukunftsideen aufmerksam. Nicht als Erfinder einer CO2 freien Schmiedemöglichkeit sondern als „Vorzeiger“ dieser Möglichkeiten.

Was ihn dabei stört?
Daß er aus Kostengründen dabei auf außerhalb Europas zurückgreifen müsste, obwohl diese Technik in Österreich und auch in anderen EU Staaten möglich wäre. Denn ein kleiner Handwerker muß auch auf die Kosten achten. Deshalb hat er sich an den Kulturkreis Freisingerberg in Waidhofen / Ybbs gewendet, denn dort gibt es viele „Vor- und Querdenker“:

Hier das daraufhin entstandene Video dazu:

Schmieden ohne CO2 Ausstoß – jahrtausende als unmöglich gehalten,
aber modernste Technik würde auch das möglich machen – wer hilft dabei mit?

Derzeit wird in der EU viel diskutiert – auch wichtig.
Aber „lernen durch tun“ wäre auch jetzt eine gute Lösung.

Was es rasch bräuchte:
Beherzte EU Beamte und Politiker, die dem länderübergreifenden Schmiedehandwerk in Europa eine gesicherte Zukunft mit inovativen Lösungen ermöglichen wollen.

Also einfach den Beweis dazu ermöglichen, daß auch Europa und sogar Österreich imstande wäre, diese umweltfreundliche Technik für das europäische Schmiedehandwerk zur Verfügung zu stellen.

Denn das Ybbstal ist Vorreiter bei Umweltideen. Das beweisen diese jungen Menschen rund um Waidhofen / Ybbs sogar durch ehrliche Demonstrationen – aber die Politik schaut weg, zerstört aktuell bestehende Bahnlinien in diesem Gebiet. Das sollte endlich beendet werden, denn die nächsten Genertionen haben auch ein Anrecht auf ein umweltfreundliches Leben.

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