Kulturkreis Freisingerberg Politik Waidhofen

Aufenthalts – Qualität

Den Sommer 2021 erlebte der Freisingerberg als „Monsterbaustelle“. Täglich ab 6 Uhr Lärm – oft auch Staub – aber zumindest 7 Wochen „Pflasterbaustelle“. Dabei wurde nicht einmal der ganze Freisingerberg saniert – durch den umgeleiteten Schwerverkehr entstanden wieder neue „Pflasterschäden“ auf Höhe von Spar und Rathaus. Eine unendliche Geschichte.

Aber es wurde auch im Bereich DM nicht nur ein kleines Stück des Fahrbahnpflasters saniert, Hauptaufgabe der fleißigen Bauhofmitarbeiter war der Bau eines unterirdischen „Teiches“ um durch das Schwammstadtprinzip 4 Bäumen das „Überleben“ im „Pflasterdschungel der Waidhofner Innenstadt“ zu ermöglichen.

Das geschah wochenlang hinter den „verhangenen Bauzaungittern“ am Freisingerberg

Dabei wurde von der Politik als Grund nicht nur ein „Beitrag zur Klimaverbesserung in der Innenstadt“, sondern auch die „Erhöhung der Aufenthaltsqualität“ angeführt.
Das mit der Klimaverbesserung in der Innenstadt ist unverständlich, denn 4 (vier) Bäume, welche noch dazu die meiste Zeit im Schatten (Nordseite DM) stehen, bringen dabei einfach für die Innenstadt zuwenig. Also weder als idealer Schattenspender und auch nicht als CO2 Vernichter geignet – hier wird bezüglich Klima leider nur Geld der Steuerzahler verbrannt.

Und so hat der Berater des Kulturkreis Freisingerberg, Allroundkünstler Herbert Petermandl in die Zukunft geblickt, wie die 3. Ausbaustufe des Freisingerberges einmal aussehen könnte.

Herbert Petermandl – August 2021 – Die 3. Ausbaustufe des Freisingerberg

Sowohl Gesamtbild als auch die Details sollten zeigen –
Nach Pflasterwahn und nach dem „Feigenblatt“ des ein paar „Bäumchen“ setzen, könnte es einmal eine „nächste architektonische Lösung“ geben.

Das Bild vom Zentrum ist gelungen!
Doch es verblüfft nicht nur die Jungen,
nein, auch die Alten staunen sehr,
ob dem verruchten Farbenmeer!

Am Brunnen steht ein schwarzer Mann,
hat rote Badehosen an,
und drunter sind ganz kleiderfrei
vier Nackerpatzerln auch dabei!

Die Phantasie ist genial!
Auch „Popscherl“ schwimmen in das Tal
und mit dem Text ins „Schwarze“ trifft
die nagelneue Stadtturmschrift!

Ein HAMAM konkurriert mit SPA?
Wer war denn wohl als Erster da?
Es freuen sich bestimmt recht viele
auf neue, tolle Wasserspiele!

Was uns die Rathausmacht beschert
ist wahrhaftlich beachtenswert!
Wir freuen uns aufs neue Bad!
Zum Parken ist‘s dort eh‘ zu schad!

Stadtdichter
Fred Eichleter

gefällt dieses Bild sehr gut, und so hat er aktuell ein Gedicht dazu geschrieben.

Das Petermandl-Bild wird demnächst im Durchhaus in der FUZO zu sehen sein, ist käuflich zu erwerben und bringt sicher viel Schmunzeln in die „pflastergeschädigte“ Stadt.

Entwurfzeichnung des Petermandl-Bildes
Petermandl löst auch gleich das Problem der Stadtturmbeschriftung, ohne die historischen Bezüge völlig zu vergessen. Hamam – so werden türkische Luxus Badeanstalten genannt – und eine klare Gebührenrichtlinie – das gibt der Tradition und dem Schöheitswahn entsprechende Beachtung.
Der Bademeister und die Forellenbrunnen-Rutsche, das kommt den einst im Parkbad Badenden bekannt vor.
Nur ein „r“ streichen und schon gibt es statt Lebensmittel nun „Aufenthaltsqualität“ am Freisingerberg.

Freunde des Künstler Herbert Petermandl wissen, da sind noch viele weitere „waidhofnerische Details“ im Bild zu entdecken, aber diese sollte der Meister wohl selbst erklären – dazu wird es bald Gelegenheit geben.

Der Affe im „Pflasterdschungel“ er durfte nur als „Schattentier“ auf das Petermandl-Bild

Zum Abschluß noch ein bißchen „Baustellen-Schauen“

Ausschnitte aus der DOKU: „Wenn eine Stadt Geld wie Heu hat, dann macht sie gerne das, was den Esel einst auf das Eis trieb“.

Denn für den „künstlichen Teich unter dem Pflaster“ wurde gerade jenes Pflaster entfernt (Gehsteigbereich) das tatsächlich 99 Jahre gehalten hätte (keine Verkehrsbelastung). Und für den „Überlauf des unterirdischen Teiches“ mußte dann auch noch ein „Kanal im nicht geschädigten Fahrbahnbereich“ gegraben werden. Der Kostenfaktor spielte einfach keine Rolle – so scheint es zumindest.

So wird darüber im Gemeinderat entschieden – der Begriff „Geld spielt keine Rolle“ liegt da seit 20 Jahren in der Luft

Übrigens:
So werden Bäume – z.B. 2021 auf der Schallabung – als Schattenspender aufgestellt: Granatäpfelbäume haben dichte grüne Blätter, nette rote Blüten und machen durch die mobile Aufstellung auch im Herbst keine Probleme.

Waidhofner Fußgänger kennen die Probleme mit „Bäumen im Pflasterbereichen“ – hier ein Bild vom August 2021 – da gehen lieber alle auf der Fahrbahn als durch das „Fallobst“ zu latschen. Am Freisingerberg soll das nicht passieren, da sollen angeblich fruchtlose „Zierbirnbäume“ hinkommen. Aber diese haben Blüten – welche ebenfalls in „einem Pflasterbereich“ nichts zu suchen haben. Diese verlegen bei Wind und Regen innerhalb weniger Minuten die kleinen Gullys der Innenstadt – das weiß jeder, der blütentragende Bäume in „versiegelnden Bereichen“ kennt.
Aber vielleicht überlegt man sich ja noch einmal, was man am Freisingerberg tatsächlich setzt –
Zierbirnblüten – einige Tage im Jahr lieb anzusehen – aber auf „gepflasterten Böden“ werden sie schnell zum Problem. Denn wenn es zur Blütezeit zu einem Regen bzw. stärkeren Wind kommt verstopfen die dabei in Massen abfallenden Blüten blitzschnell die Gullys – Kein kleiner Häuslbauer würde sich einen solchen Baum in die Nähe seiner „bodenversiegelten Einfahrt“ pflanzen.
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