Politik

„Koste es, was es wolle“

Nur wenige Monate ist es her, daß uns der Bundeskanzler über das Fernsehen mitteilte, daß die Pandemie sehr gut bekämpft wird, „koste es was es wolle“.
Nun hat er sich verabschiedet und wird aus den USA zusehen, wie es seine Nachfolger nun mit uns machen:

Tageszeitung Österreich am 6. Jänner 2022

Und wie wird die Pandemie, jetzt im Jahr 2022 bekämpft?
Alle Berater des Kulturkreises Freisingerberg sind 3 x geimpft, trotzdem wissen wir, daß Waidhofen / Ybbs zu den Bezirksschlußlichtern bezüglich Impfrate in NÖ. zählt. Also wird das Impfen hier nun sehr forciert.

Sehr zu begrüßen, aber wie geschieht das in der Praxis?
Der 3 Königstag 2022 zeigte ein Musterbeispiel auf.

Am „Freisingerberg“ fuhr um 10 Uhr ein riesiger Impfbus auf, um den Waidhofnerinnen und Waidhofnern bis 13 Uhr eine Impfung zu ermöglichen.

Der Impfbus ist da.

Neben diesem Bus stand dann eine Infotafel:

Wer zum Impfbus kommt wird in den Großen Sitzungssaal „umgeleitet“.
Verständlich diese Maßnahme, denn die aufgestellten Bankerl am Freisingerberg sind auch bei nur leichtesten Regen nicht geeignet sich hier nach dem Impfen die vorgeschriebene Zeit auzurasten – denn diese Art von Holz-Bankerl bleibt auch naß, wenn es schon längst zum Regnen aufgehört hat – man kann sie auch nicht „trockenwischen“ da sie wie ein Badeschwamm vollgesogen sind – Unlackierte Parkbänke in der kalten Jahreszeit – ein NO GO bei einer praxisgerechten Stadtmöblierung.

Aber es stellt sich überhaupt die Frage wie sinnvoll so eine aufwändige „Busimpfung“ überhaupt ist. Die eingeschränkte Impfzeit (3 Stunden !!!) und die Kosten sind dabei zu hinterfragen. Wäre es nicht sinnvoller, die Impfungen beim Hausarzt, im Rathaus oder im Rothschildschloß über einen längeren Zeitraum anzubieten? Niederschwellig sollte der Impfzugang sein, das wird immer versprochen, aber ist dazu wirklich ein „Großraumbus“ nötig?

Ein Impfen beim Hausarzt ist ja möglich, aber oft sind zuwenig Impfstoffe vorhanden – und dies, obwohl bereits große Mengen von Impfstoff schon „entsorgt“ werden müssen – irgend etwas läuft hier nicht so richtig.

Nur eines scheint sicher: Es kostet was es wolle

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