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„Mohnarchie“ im Ybbstal

Aktuell 3. September 2022:

Die Kronenzeitung berichtete als erstes Medium groß über die „Mohnarchie im Ybbstal“ …. bereits am 19. August 2022 – und sogar der „Landes-Pressespiegel“ nahm die Meldung auf.

Reinhard Wilhelm von der Kronenzeitung gefiel diese Idee sofort, verbindet sie ja Landwirtschaft, Gewerbe, Lehrlingsthema aber auch Eßkultur und historische Begebenheiten geradezu ideal. Lehrlinge von Piaty (insgesamt 4) freuen sich sichtlich, bei einem Projekt von Anfang an mit eingebunden zu sein.

Die NÖN berichtete dann als 1. direkt von der Vorstellung in den k&k Kostümen:

Und auch die OÖN. und die Bezirksblätter bericheten:

Es war auch nicht verwunderlich, daß prominenter politischer Besuch (Landesrätin, Nationalrat, Landtagsabgeordnete, Bürgermeister und der NÖVP Geschäftsführer), sich an diesem „Krone“- Tag in Waidhofen / Ybbs sehr gerne über diese großen Möglichkeiten des Mohnanbaues im Mostviertel informieren ließen.

Was macht diese Idee des Kulturkreis Freisingerberg so aktuell:

Mohnarchie statt Monarchie – warum das?
Mohn gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und Mohnmehlspeisen sind in Österreich sehr beliebt und auch Kulturgut.

Aber wo kommt der Mohn her, den wir in Österreich verwenden?
Ein Blick zeigt –
da wäre viel zu machen bezüglich regionaler Selbstversorgung
:

Viel Mohn muß in Österreich eingeführt werden, muß das wirklich so bleiben? Der Kulturkreis Freisingerberg hat sich dazu Gedanken gemacht und natürlich auch die Praxis vorgezeigt.

Und da die meisten Mehlspeisen mit Mohn auch schon in der „Kaiserzeit“ sehr beliebt waren, hat sich der ehemalige Chef der Konditorei Piaty eines Rezeptes erinnert, daß er vor 60 Jahren als Konditorlehrling kennenlernte.
Und so wurden die 4 Lehrlinge des nunmehrigen Chefs der Konditorei Piaty, Thomas Piaty, in dieses K&K Mohnrezept eingelernt.

Zum 192. Geburtstag von Kaiser Franz Josef (18. August 2022) wurden einige der neuen Konditorenerzeugnisse mit Mohn aus dem Ybbstal (Biberbach) vom Kulturkreis Freisingerberg entsprechnd mit guter Laune und farbenprächtigen Outfit vorgestellt. Administrator Karl Piaty, Kunstberater Herbert Petermandl, Fotoberater Fritz Bachner und Renate Wachauer waren vom Kulturkreis dabei, Stadtführer Adi Bläumauer und Katharina Ruckensteiner mit ihren 3 Kindern waren auch mit dabei, als dieses Video entstand.

Die „Mohnarchie im Ybbstal“ ist ausgerufen, nun wird sich zeigen, wie sich die Idee des regionalen Mohn im Ybbstal entwickelt. Keine Konkurrenz zum Waldviertler Grau-Mohn, aber als Ersatz der vielen „Blau-Mohneinfuhren“ aus dem Ausland wäre das schon eine feine Sache.

Der Fotoberater des Kulturkreis Freisingerberg, Fritz Bachner, lag während der Videoaufnahmen (gedreht von Renate Wachauer und Karl Piaty) immer auf der Lauer, und schoß so wieder farbenprächtige und motivlich einmalige Erinnerungen. Danke Fritz!

Hier nun eine Rückschau, was sich alles vor der „Ausrufung der Mohnarchie“ getan hat – eine Idee ist gut, die Umsetzung aber oft sehr mühsam:

Und auch das Gedichteschreiben wird im Kulturkreis Freisingerberg wieder möglich werden. Es gab eine seit vielen Jahren Gedichte schreibende Bäuerin, deren Nachlass dem Kulturkreis Freisingerberg nun zur Veröffentlichung angeboten wurde. Da diese Gedichte von der Schreiberin zu Lebzeiten auf ein Tonband gesprochen worden, ergeben sich hier neue Möglichkeiten der Literaturaufarbeitung.
Diese kleine dichterische Betrachtung der „Mohnarchie im Ybbstal“ stammt von einer anderen Schreiberin.

Mohn-Phasen

Nicht nur der Kaiser auf seinem Thron
die Töchter und auch der Sohn
 lieben den Biberbacher Mohn

Egal in welcher „veredelten“ Form
Piaty`s Kreativität ist immer enorm

Wuchteln , Zelten sind Hochgenuß
und der „Strudl mit Mohn“ ist immer ein Plus

„Mohna Lisa“ ist  ganz verzückt
dabei nach Mohneis total verrückt.

Mohntag in der Mohnarchie
ich glaube , sowas gab`s noch nie.

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Rückschau: Vorerst ein „kaiserlicher“ Beitrag
15. August 2022 – Kaiserzug in Bad Ischl.
In diesem BLOG wird auch die Verbindung des Kaisers zur Stadt Waidhofen / Ybbs angesprochen.

1910 kam die NÖ Bäckerfamilie Piaty nach Waidhofen / Ybbs.
Kaiserliche Produkte wie die „Kaisersemmel“ fanden nun auch in Waidhofen reißenden Absatz. Im Dezember 1910 gab es diese Annonce im Boten von der Ybbs, Karl Piaty hat sie nach dem 1. Jahr des Bestehens aufgegeben, mitten in der Monarchie in Österreich.
daneben 1918 – Ende der Monarchie –Brotanstellen bei Piat

Damit kam das Ende des Kaisers, aber den schrecklichen 1. Weltkrieg, und auch den ebenfalls alles zerstörende 2. Weltkrieg überstand die Bäckerei am Unteren Stadtplatz 39.

112 Jahre später gibt es eine regionale Neuheit im Ybbstal, denn dem findigen Landwirt Ruckensteiner aus Biberbach gelang der erfolgreiche Anbau von „Winter-Blaumohn“ mit einer Blütezeit im Mai und einer Ernetzeit im Juli.

Und die 4 Lehrlinge der Ybbstaler Bäckerei Piaty haben es übernommen, dem Mohn jene Bedeutung zurückzugeben, welche der Mohn zu „Kaisers Zeiten“ hatte.
Ein Originalrezept aus der Kaiserzeit legt den Grundstein für viele neue Produkte rund um den Mohn – das „Mohneis“, die Mohnbeugel, der Mohn Plunderteig und natürlich Mohnweckerl und Mohn-Kornspitz sind bereits verfügbar.
Dieses Video zeigt die Entwicklung dieses Mohnes im Jahre 2022:

Ybbstaler Blaumohn – Von der Blüte bis zur Verarbeitung
Der Biber als Konditor im Biberbacher Mohnfeld der fam. Ruckensteiner – am 3. August 2022 gemalt von Künstler Herbert Petermandl, exclusiv für die „Mohnarchie im Ybbstal“
Familie Ruckensteiner aus Biberbach. Der „Ybbstaler Blaumohn“ für die „Mohnarchie“ im Ybbstal ist ein Produkt der Innovation des Blaumohnanbaues im Herzen des Mostviertel.

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