Kulturkreis Freisingerberg Waidhofen

Bäume am Freisingerberg

Geplant als Schattenspender stehen 3 Birnbäume in einem „pflasterumrandeten Kiesbett„, werden mit dem System der „Schwammstadt“ mit Flüssigkeit versorgt.

Und 2 der 3 Bäume zeigen nun zum Herbstbeginn plötzlich viele Blüten und massenhaft rote Flecken.

Der Kulturkreis Freisingerberg will nicht bewerten, sondern nur recherchieren und dokumentieren und die Verantwortlichen der Stadt um Antworten bitten:

Zuerst zu den roten Flecken:

Birnbaum-Krankheit: Birnengitterrost

Der Auslöser für den Birnengitterrost ist ein Pilz mit dem lateinischen Namen Gymnosporangium fuscum syn. Gymnosporangium sabinae. Laut Wikipedia handelt es sich hierbei um einen echten Rostpilz. Der Name Rostpilz bezieht sich übrigens auf die rostrote Farbe der Sporen bzw. der Sporenlager. 

Wichtiger ist die Betrachtung der Birnblüte Ende September 2022:

Dazu zuerst eine historische Deutung:
„Kunsthistorikerin Dr. Jutta Failing erklärte dazu , dass darin früher auf dem Land ein böses Omen gesehen wurde. Blühende Obstbäume im Herbst wurden mit einem heraufziehenden Krieg, schlechtem Wetter oder einem harten Winter in Verbindung gebracht.“
Na hoffentlich ist das nicht der Grund der blühenden Birnbäume am Freisingerberg.

Da gefällt uns die „wissenschaftliche Deutung“ schon besser:

Baumexperte Klaus Schuh aus Pohlheim sieht eher biologische Gründe:

„Es könnte auch ein schlechtes Zeichen für den Zustand des Baumes sein. Auch bei Wurzelschädigungen versuchen die Bäume, sich durch die zweite Blüte im Jahr am Leben zu erhalten“, sagt Schuh.

Johann Gill machte diese hervorragenden Nah-Aufnahmen um den Birnengitterrost auch detailiert archivieren zu können:
Das letzte Bild zeigt die kleinen Früchte der Zier-Birnbäume am Freisingerberg. Diese kleinen Birnen sind ungenießbar, dies wurde aber auch so gewollt, um nicht faulende Birnen samt Wespen am Innenstadt-Pflaster zu haben.

In Waidhofen / Ybbs haben wir eine Biologin unter den Stadträten, bezüglich Schwammstadtprinzip bei Birnbäumen haben wir einen sachkundigen Stadtrat und im Magistrat sitzen mehrere Fachleute aus dem Wissens-Gebiet von Bäumen.

Vielleicht erklären uns diese bald, warum die Birnbäume einerseits durch den Birnenrost so schwer gezeichnet sind, andererseits aber teilweise auch blühen.

Der Birnenrost setzt einigen Bäumen am Freisingerberg arg zu. Wer sich die „warzenähnlichen“ Ausbeulungen der „ekelerregenden Pilzkrankheit“ an den Blättern näher ansieht, setzt sich nicht mehr gerne darunter.
Blühende Birnbäume Ende September haben offensichtlich auch ernste Beweggründe
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