Eine Liebeserklärung an die Ybbs – und an einen besonderen Sommertag
Manchmal schenkt uns gerade eine Zeit, die eigentlich Anlass zur Sorge gibt, Bilder, die wir sonst niemals sehen würden.
38 Grad zeigte das Thermometer. Die Hitze lag schwer über dem Mostviertel. Und doch war es einer jener Tage, an denen man sich einfach auf den Weg machen muss. Mein treuer Begleiter war wieder „Charly 3“, das kleine dreirädrige Elektro-Fahrrad von Eleo. Lautlos, entschleunigt und gerade richtig, um der Ybbs auf dem Ybbstalradweg zu folgen.
Der Fahrtwind machte die große Hitze erstaunlich erträglich. Besonders im schattigen Ofenloch, wo die Ybbs seit Jahrtausenden ihren Weg durch den Fels gefunden hat, wurde jeder Kilometer zu einem Naturerlebnis.
Und es gab eine Überraschung, die ich zunächst gar nicht einordnen konnte.
Sowohl in Waidhofen an der Ybbs als auch später in Opponitz floss das Wasser nicht mehr durch die Turbinen der Kraftwerke, sondern ausschließlich über die Wehre.
Erst später erfuhr ich den gemeinsamen Grund: Die Flüsse in NÖ führen derzeit so wenig Wasser, dass mehrere Wasserkraftwerke ihren Betrieb vorübergehend einstellen mussten. Selbst ein Fluss wie die Ybbs stößt in Zeiten anhaltender Hitze und Trockenheit an seine natürlichen Grenzen.
Das ist keine erfreuliche Nachricht. Sie zeigt, wie deutlich sich die Auswirkungen langer Trockenperioden inzwischen bemerkbar machen. Wer die Ybbs seit Jahrzehnten kennt, weiß, dass solche Situationen früher kaum vorstellbar gewesen wären.
Und doch schenkte dieser ernste Hintergrund einen Blick in die Vergangenheit.
Das Waidhofner Stadtwehr zeigte sich wieder so, wie es jahrzehntelang gewesen ist – bevor hier Strom erzeugt wurde. Das Wasser rauschte ungehindert und optisch reizvoll über die Staustufe, als stehe die Zeit für einen Augenblick still. Auch der mächtige Überlauf in Opponitz bot ein seltenes Schauspiel. Bilder und Videos, die man kaum planen kann und die wohl nur wenige Menschen je so intensiv erlebt haben.
Sie sind allerdings kein Grund zur Freude, sondern vielmehr nur ein kleines Trostpflaster in einer Zeit, die unserer Natur viel abverlangt. Wenn schon die Trockenheit und die Hitze selbst einen so großen Fluss wie die Ybbs verändern, dann bleiben wenigstens diese seltenen Aufnahmen als Erinnerung an eine außergewöhnlichen Zeit.
Und als hätte die Natur noch einen versöhnlichen Schluss vorbereitet, wartete in Opponitz eine weitere Überraschung. In einem Wildgehege begegnete ich Kängurus. Für einen Augenblick fühlte man sich wie in Australien – und musste schmunzeln, denn tatsächlich war man mitten im niederösterreichischen Ybbstal unterwegs. Australien? Nein – Austria!
Eine Liebeserklärung an die Ybbs – und an einen besonderen Sommertag
Manchmal schenkt uns gerade eine Zeit, die eigentlich Anlass zur Sorge gibt, Bilder, die wir sonst niemals sehen würden.
38 Grad zeigte das Thermometer. Die Hitze lag schwer über dem Mostviertel. Und doch war es einer jener Tage, an denen man sich einfach auf den Weg machen muss. Mein treuer Begleiter war wieder „Charly 3“, das kleine dreirädrige Elektro-Fahrrad von Eleo. Lautlos, entschleunigt und gerade richtig, um der Ybbs auf dem Ybbstalradweg zu folgen.
Der Fahrtwind machte die große Hitze erstaunlich erträglich. Besonders im schattigen Ofenloch, wo die Ybbs seit Jahrtausenden ihren Weg durch den Fels gefunden hat, wurde jeder Kilometer zu einem Naturerlebnis.
Und es gab eine Überraschung, die ich zunächst gar nicht einordnen konnte.
Sowohl in Waidhofen an der Ybbs als auch später in Opponitz floss das Wasser nicht mehr durch die Turbinen der Kraftwerke, sondern ausschließlich über die Wehre.
Erst später erfuhr ich den gemeinsamen Grund:
Die Flüsse in NÖ führen derzeit so wenig Wasser, dass mehrere Wasserkraftwerke ihren Betrieb vorübergehend einstellen mussten. Selbst ein Fluss wie die Ybbs stößt in Zeiten anhaltender Hitze und Trockenheit an seine natürlichen Grenzen.
Das ist keine erfreuliche Nachricht. Sie zeigt, wie deutlich sich die Auswirkungen langer Trockenperioden inzwischen bemerkbar machen. Wer die Ybbs seit Jahrzehnten kennt, weiß, dass solche Situationen früher kaum vorstellbar gewesen wären.
Und doch schenkte dieser ernste Hintergrund einen Blick in die Vergangenheit.
Das Waidhofner Stadtwehr zeigte sich wieder so, wie es jahrzehntelang gewesen ist – bevor hier Strom erzeugt wurde. Das Wasser rauschte ungehindert und optisch reizvoll über die Staustufe, als stehe die Zeit für einen Augenblick still. Auch der mächtige Überlauf in Opponitz bot ein seltenes Schauspiel. Bilder und Videos, die man kaum planen kann und die wohl nur wenige Menschen je so intensiv erlebt haben.
Sie sind allerdings kein Grund zur Freude, sondern vielmehr nur ein kleines Trostpflaster in einer Zeit, die unserer Natur viel abverlangt. Wenn schon die Trockenheit und die Hitze selbst einen so großen Fluss wie die Ybbs verändern, dann bleiben wenigstens diese seltenen Aufnahmen als Erinnerung an eine außergewöhnlichen Zeit.
Und als hätte die Natur noch einen versöhnlichen Schluss vorbereitet, wartete in Opponitz eine weitere Überraschung. In einem Wildgehege begegnete ich Kängurus. Für einen Augenblick fühlte man sich wie in Australien – und musste schmunzeln, denn tatsächlich war man mitten im niederösterreichischen Ybbstal unterwegs. Australien? Nein – Austria!
Hier noch ein kleines Piaty-Video dazu:
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