Wenn mitten im Gespräch draussen der Regen kommt …
Vorab hier die Bilder des Bundeskanzleramtes von diesem Gespräch
Rund 200 Personen wurden ausgewählt, um in Salzburg mit Bundeskanzler Dr. Christian Stocker ganz unmittelbar „ins Gespräch“ zu kommen. Mit dabei waren auch Willi Gamperl und Karl Piaty sen. aus Waidhofen an der Ybbs. Durch den Abend führte Arabella Kiesbauer – offen, aufmerksam und mit viel Gespür für die unterschiedlichen Menschen und ihre Fragen.
Zwei Stunden lang durfte gefragt werden, was die Teilnehmer bewegte. Da gab es durchaus kritische Wortmeldungen und manchmal auch härtere Bandagen. Gerade die Offenheit des Gesprächs sorgte aber dafür, dass unterschiedliche Meinungen ihren Platz hatten und die Begegnung trotzdem menschlich und respektvoll blieb.
Natürlich ging es auch um Trockenheit, Hitze und die spürbaren Veränderungen unseres Klimas. Und ausgerechnet während darüber gesprochen wurde, lieferte die Natur selbst die eindrucksvollste Begleitmusik des Abends: Ein kräftiges Gewitter zog über Salzburg. Zuerst war der starke Regen unüberhörbar, wenig später konnte man ihn auch sehen.
Fast wie bestellt – nach den vielen trockenen, heißen Tagen war der Regen zunächst beinahe ein Grund zur Freude. Endlich Wasser, endlich Abkühlung, endlich dieses lang ersehnte Geräusch von Regen. Doch die Freude währte nur kurz, denn das Gewitter zeigte sehr schnell auch seine bedrohliche Seite. Im nahen Pinzgau wurde das Unwetter zur Katastrophe, selbst das Fußballspiel in Salzburg musste längere Zeit unterbrochen werden.
Eindringlicher hätte die Natur an diesem Abend kaum zeigen können, worüber zuvor noch gesprochen worden war: Trockenheit und Wassermangel auf der einen Seite, heftige Unwetter auf der anderen. Extreme, mit denen wir uns immer häufiger auseinandersetzen müssen. Aus einem willkommenen Sommerregen wurde damit plötzlich eine sehr ernste Botschaft der Natur.
Karl Piaty konnte einige seiner Anliegen und Beobachtungen aus dem Mostviertel in das Gespräch einbringen. Doch bei aller Ernsthaftigkeit durfte auch die menschliche Seite nicht fehlen. Die süßen Wuchteln aus dem Ybbstal fanden ebenso ihren Platz wie ein kurzer Gedankenaustausch über die Eis- Strasse und auch die Ybbs.
Denn deren derzeit außergewöhnlich geringe Wasserführung stimmt gerade einen passionierten Fliegenfischer wie Christian Stocker nachdenklich. Ein Fluss, der normalerweise das Ybbstal prägt und mit reichlich Wasser durch die Landschaft zieht, zeigt in diesem Sommer, wie sehr sich die Natur verändern kann.
Die Ybbs am 5. August 26 – So wenig Wasser und so viel Algen gab es noch nie
Vielleicht ergibt sich ja irgendwann einmal ein ganz anderer Besuch im Ybbstal: ohne große Bühne, ohne Mikrofone und ohne politische Diskussion. Die Einladung wurde zumindest im „Smalltalk“ ausgesprochen.
Einfach die Ybbs, ein paar Fische und ein „fliegenfischender“ Bundeskanzler.
Denn auch ein Bundeskanzler darf hin und wieder nur Mensch sein – und eine kleine Auszeit am kristallklaren Wasser der Ybbs genießen.
Natürlich hat Karl Piaty auch die viel diskutierte Auseinandersetzung zwischen einer Fragestellerin zum Thema Kinderbetreuung und Bundeskanzler Dr. Christian Stocker aus der ersten Reihe unmittelbar miterlebt.
Dass gerade diese kurze Passage in der Folge derart starke mediale Reaktionen ausgelöst hat, ist aus Sicht eines unmittelbar Anwesenden nicht ganz leicht nachzuvollziehen. Sicherlich war die spontane Antwort des Bundeskanzlers in dieser Situation unglücklich gewählt.
Auch Arabella Kiesbauer, die in diesem Moment mit Karl Piaty in direktem Blickkontakt stand, erkannte die Reaktionen im Publikum sehr rasch und griff durchaus kritisch ein.
Karl Piaty sen. saß während des zweistündigen Gesprächs mit Bundeskanzler Dr. Christian Stocker unmittelbar vor dem Moderatorentisch in der ersten Reihe und konnte daher den gesamten Gesprächsverlauf sowie die unmittelbaren Reaktionen der Beteiligten und des Publikums aus nächster Nähe mitverfolgen und beobachten. (Foto: Karl Piaty)
Ungerechtigkeit gegenüber Frauen im Pensionsrecht ist für Karl Piaty kein Thema, das erst jetzt aktuell geworden ist. Bereits 2017 brachte er genau diese Problematik in der Barbara-Karlich-Show öffentlich zur Sprache – zu einer Zeit, als er damit noch weitgehend als „einsamer Rufer in der Wüste“ dastand und sich die politische Prominenz bei diesem heiklen Thema eher in Deckung hielt.
Was damals kaum jemanden aufzuregen schien, ist heute aktueller denn je.
Hier der damalige Auftritt von Karl Piaty als „Kämpfer gegen die Ungerechtigkeit gegenüber Frauen im Pensionsrecht“:
Zurück nach Salzburg 2026: Betrachtet man jedoch nicht nur diesen einzelnen Satz des Kanzlers, sondern den gesamten Zusammenhang der Fragestellung und des Gesprächs, ergibt sich ein differenzierteres Bild. Die Aussage musste jedenfalls nicht zwingend als grundsätzlicher Angriff auf Frauen oder Familien verstanden werden.
Gerade bei einer rund zweistündigen, offenen Diskussion sollte deshalb auch der Zusammenhang berücksichtigt werden, in dem eine spontane Aussage gefallen ist. Wie die Situation tatsächlich ablief und wie unmittelbar darauf reagiert wurde, haben zahlreiche anwesende Teilnehmer selbst miterlebt.
Und hier die rasche Reaktion und Video des Kanzlers gegenüber Karl Piaty:
Ausschnitte aus der ZIB 7 Uhr und 9 Uhr sowie im Hauptabendprogramm 19:30 und 22 Uhr:
Denn im rund zweistündigen Fragenkatalog kamen auch Themen zur Sprache, die viele Menschen unmittelbar betreffen: die Mehrwertsteuersenkung auf bestimmte Lebensmittel und vor allem die zunehmende Hitzebelastung. Besonders interessant waren dabei die Aussagen von Bundeskanzler Dr. Christian Stocker über Erleichterungen bei der Anbringung von außenliegenden Hitzeschutzmaßnahmen sowie zum Einsatz von Klimaanlagen.
Karl Piaty sen. nutzte deshalb spontan die Gelegenheit, dem Bundeskanzler dazu persönlich eine entsprechende Information zu übergeben, die ergänzend auch dem Bürgerservice und dem Kanzlerbüro übermittelt wurde.
Zurück zur Aussage, für die sich der Bundeskanzler entschuldigte: Für Auslegungen in „Presseberichten“ ist dieser Vergleich sehr passend:
Wenn ein „wahres Zitat“ trotzdem die „Unwahrheit erzählt„!
Eine alte Journalistengeschichte bringt auf den Punkt, wie leicht selbst ein völlig korrektes Zitat zu einer falschen Botschaft werden kann:
„Der Papst landet zu einem Besuch in Rio de Janeiro. Kaum hat er das Flugzeug verlassen, ruft ihm jemand eine provokante Frage zu:
„Heiliger Vater, werden Sie während Ihres Aufenthaltes auch ein Bordell besuchen?“
Der Papst ist über die ungewöhnliche Frage sichtlich amüsiert. Er lächelt und antwortet mit einer freundlichen Gegenfrage:
„Gibt es in Rio denn auch Bordelle?“
Am nächsten Morgen erscheinen einige Zeitungen mit der großen Schlagzeile:
„Erste Frage des Papstes nach seiner Ankunft in Rio: Gibt es hier auch Bordelle?“
Jedes einzelne Wort des Papstes ist richtig zitiert. Und trotzdem vermittelt die Schlagzeile etwas völlig anderes als das, was tatsächlich geschehen ist.
Die Geschichte zeigt damit eine der wichtigsten Regeln im Umgang mit Nachrichten: Ein Zitat kann hundertprozentig echt und die daraus erzeugte Botschaft trotzdem hundertprozentig irreführend sein. Denn zur Wahrheit gehören nicht nur die gesprochenen Worte. Zur Wahrheit gehören auch die Frage davor, der Zusammenhang, die Situation und die Absicht, mit der etwas gesagt wurde.
Gerade deshalb sollte man bei besonders aufregenden Schlagzeilen manchmal nicht nur fragen: „Hat er das wirklich gesagt?“, sondern auch: „Warum und in welchem Zusammenhang hat er es gesagt?“
Wenn mitten im Gespräch draussen der Regen kommt …
Vorab hier die Bilder des Bundeskanzleramtes von diesem Gespräch
Rund 200 Personen wurden ausgewählt, um in Salzburg mit Bundeskanzler Dr. Christian Stocker ganz unmittelbar „ins Gespräch“ zu kommen. Mit dabei waren auch Willi Gamperl und Karl Piaty sen. aus Waidhofen an der Ybbs. Durch den Abend führte Arabella Kiesbauer – offen, aufmerksam und mit viel Gespür für die unterschiedlichen Menschen und ihre Fragen.
Zwei Stunden lang durfte gefragt werden, was die Teilnehmer bewegte. Da gab es durchaus kritische Wortmeldungen und manchmal auch härtere Bandagen. Gerade die Offenheit des Gesprächs sorgte aber dafür, dass unterschiedliche Meinungen ihren Platz hatten und die Begegnung trotzdem menschlich und respektvoll blieb.
Natürlich ging es auch um Trockenheit, Hitze und die spürbaren Veränderungen unseres Klimas. Und ausgerechnet während darüber gesprochen wurde, lieferte die Natur selbst die eindrucksvollste Begleitmusik des Abends: Ein kräftiges Gewitter zog über Salzburg. Zuerst war der starke Regen unüberhörbar, wenig später konnte man ihn auch sehen.
Fast wie bestellt – nach den vielen trockenen, heißen Tagen war der Regen zunächst beinahe ein Grund zur Freude. Endlich Wasser, endlich Abkühlung, endlich dieses lang ersehnte Geräusch von Regen. Doch die Freude währte nur kurz, denn das Gewitter zeigte sehr schnell auch seine bedrohliche Seite. Im nahen Pinzgau wurde das Unwetter zur Katastrophe, selbst das Fußballspiel in Salzburg musste längere Zeit unterbrochen werden.
Eindringlicher hätte die Natur an diesem Abend kaum zeigen können, worüber zuvor noch gesprochen worden war: Trockenheit und Wassermangel auf der einen Seite, heftige Unwetter auf der anderen. Extreme, mit denen wir uns immer häufiger auseinandersetzen müssen. Aus einem willkommenen Sommerregen wurde damit plötzlich eine sehr ernste Botschaft der Natur.
Karl Piaty konnte einige seiner Anliegen und Beobachtungen aus dem Mostviertel in das Gespräch einbringen. Doch bei aller Ernsthaftigkeit durfte auch die menschliche Seite nicht fehlen. Die süßen Wuchteln aus dem Ybbstal fanden ebenso ihren Platz wie ein kurzer Gedankenaustausch über die Eis- Strasse und auch die Ybbs.
Denn deren derzeit außergewöhnlich geringe Wasserführung stimmt gerade einen passionierten Fliegenfischer wie Christian Stocker nachdenklich. Ein Fluss, der normalerweise das Ybbstal prägt und mit reichlich Wasser durch die Landschaft zieht, zeigt in diesem Sommer, wie sehr sich die Natur verändern kann.
Vielleicht ergibt sich ja irgendwann einmal ein ganz anderer Besuch im Ybbstal: ohne große Bühne, ohne Mikrofone und ohne politische Diskussion. Die Einladung wurde zumindest im „Smalltalk“ ausgesprochen.
Einfach die Ybbs, ein paar Fische und ein „fliegenfischender“ Bundeskanzler.
Denn auch ein Bundeskanzler darf hin und wieder nur Mensch sein – und eine kleine Auszeit am kristallklaren Wasser der Ybbs genießen.
Natürlich hat Karl Piaty auch die viel diskutierte Auseinandersetzung zwischen einer Fragestellerin zum Thema Kinderbetreuung und Bundeskanzler Dr. Christian Stocker aus der ersten Reihe unmittelbar miterlebt.
Dass gerade diese kurze Passage in der Folge derart starke mediale Reaktionen ausgelöst hat, ist aus Sicht eines unmittelbar Anwesenden nicht ganz leicht nachzuvollziehen. Sicherlich war die spontane Antwort des Bundeskanzlers in dieser Situation unglücklich gewählt.
Auch Arabella Kiesbauer, die in diesem Moment mit Karl Piaty in direktem Blickkontakt stand, erkannte die Reaktionen im Publikum sehr rasch und griff durchaus kritisch ein.
Ungerechtigkeit gegenüber Frauen im Pensionsrecht ist für Karl Piaty kein Thema, das erst jetzt aktuell geworden ist. Bereits 2017 brachte er genau diese Problematik in der Barbara-Karlich-Show öffentlich zur Sprache – zu einer Zeit, als er damit noch weitgehend als „einsamer Rufer in der Wüste“ dastand und sich die politische Prominenz bei diesem heiklen Thema eher in Deckung hielt.
Was damals kaum jemanden aufzuregen schien, ist heute aktueller denn je.
Hier der damalige Auftritt von Karl Piaty als „Kämpfer gegen die Ungerechtigkeit gegenüber Frauen im Pensionsrecht“:
Zurück nach Salzburg 2026: Betrachtet man jedoch nicht nur diesen einzelnen Satz des Kanzlers, sondern den gesamten Zusammenhang der Fragestellung und des Gesprächs, ergibt sich ein differenzierteres Bild. Die Aussage musste jedenfalls nicht zwingend als grundsätzlicher Angriff auf Frauen oder Familien verstanden werden.
Gerade bei einer rund zweistündigen, offenen Diskussion sollte deshalb auch der Zusammenhang berücksichtigt werden, in dem eine spontane Aussage gefallen ist. Wie die Situation tatsächlich ablief und wie unmittelbar darauf reagiert wurde, haben zahlreiche anwesende Teilnehmer selbst miterlebt.
Und hier die rasche Reaktion und Video des Kanzlers gegenüber Karl Piaty:
Wie es tatsächlich war:
Ausschnitte aus der ZIB 7 Uhr und 9 Uhr sowie im Hauptabendprogramm 19:30 und 22 Uhr:
Denn im rund zweistündigen Fragenkatalog kamen auch Themen zur Sprache, die viele Menschen unmittelbar betreffen: die Mehrwertsteuersenkung auf bestimmte Lebensmittel und vor allem die zunehmende Hitzebelastung. Besonders interessant waren dabei die Aussagen von Bundeskanzler Dr. Christian Stocker über Erleichterungen bei der Anbringung von außenliegenden Hitzeschutzmaßnahmen sowie zum Einsatz von Klimaanlagen.
Karl Piaty sen. nutzte deshalb spontan die Gelegenheit, dem Bundeskanzler dazu persönlich eine entsprechende Information zu übergeben, die ergänzend auch dem Bürgerservice und dem Kanzlerbüro übermittelt wurde.
Zurück zur Aussage, für die sich der Bundeskanzler entschuldigte:
Für Auslegungen in „Presseberichten“ ist dieser Vergleich sehr passend:
Wenn ein „wahres Zitat“ trotzdem die „Unwahrheit erzählt„!
Eine alte Journalistengeschichte bringt auf den Punkt, wie leicht selbst ein völlig korrektes Zitat zu einer falschen Botschaft werden kann:
„Der Papst landet zu einem Besuch in Rio de Janeiro. Kaum hat er das Flugzeug verlassen, ruft ihm jemand eine provokante Frage zu:
„Heiliger Vater, werden Sie während Ihres Aufenthaltes auch ein Bordell besuchen?“
Der Papst ist über die ungewöhnliche Frage sichtlich amüsiert. Er lächelt und antwortet mit einer freundlichen Gegenfrage:
„Gibt es in Rio denn auch Bordelle?“
Am nächsten Morgen erscheinen einige Zeitungen mit der großen Schlagzeile:
„Erste Frage des Papstes nach seiner Ankunft in Rio: Gibt es hier auch Bordelle?“
Jedes einzelne Wort des Papstes ist richtig zitiert. Und trotzdem vermittelt die Schlagzeile etwas völlig anderes als das, was tatsächlich geschehen ist.
Die Geschichte zeigt damit eine der wichtigsten Regeln im Umgang mit Nachrichten:
Ein Zitat kann hundertprozentig echt und die daraus erzeugte Botschaft trotzdem hundertprozentig irreführend sein. Denn zur Wahrheit gehören nicht nur die gesprochenen Worte. Zur Wahrheit gehören auch die Frage davor, der Zusammenhang, die Situation und die Absicht, mit der etwas gesagt wurde.
Gerade deshalb sollte man bei besonders aufregenden Schlagzeilen manchmal nicht nur fragen: „Hat er das wirklich gesagt?“, sondern auch: „Warum und in welchem Zusammenhang hat er es gesagt?“
Hier nun noch weitere Bilder aus Salzburg:
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