Waidhofen an der Ybbs besitzt seit einigen Jahren eine der wohl ungewöhnlicheren Ortsgebiets-Verkehrslösungen: eine außergewöhnlich breite Straße, einen eigenen Radweg, Baumreihen als Trennung zur Fahrbahn und Betriebsgebäude, die weit von der Straße zurückversetzt liegen. Viel Platz also – und trotzdem gilt: 50 km/h.
Nun wurde weiter ausgebaut. Die Fahrbahn wurde verbreitert, Abbiegespuren geschaffen und Bushaltestellen errichtet, deren Dimensionen beinahe erwarten lassen, dass hier demnächst ganze Reisegesellschaften auf den nächsten Doppeldecker warten.
Am 20. September 2026 wurde noch einmal kräftig Asphalt aufgetragen. Die Straße bekommt damit immer deutlicher den Charakter einer leistungsfähigen Umfahrung.
Und was ist am Montag, knapp vor dem astronomischen Herbstbeginn“?
Müssen die Autofahrer weiterhin mit 50 km/h unterwegs sein – während auf Teilen der wesentlich enger verbauten Weyrerstraße 70 km/h erlaubt sind. Im Bereich der Brücke nach Zell (Kreilhof) wäre eine Geschwindigkeitsbegrenzung mit extrem gut sichtbarer Warnung wichtig – aber dann bis Gstadt sind die nun getätigten Investitionen für eine 50 km/hOrtsgebietregelung sehr nachfragebedürftig.
Da darf man schon einmal nach dem Sinn fragen.
Wer hat diese Verkehrsplanung festgelegt? Nach welchen Kriterien wurden die großen Bushaltestellen dimensioniert? Und vor allem: Wie viele Menschen werden dort tatsächlich auf einen Bus warten? Verkehrszählungen und Fahrgastzahlen könnten darauf bald eine sachlich interessante Antwort geben.
Vielleicht wäre es an der Zeit, die gesamte Verkehrsführung dieses Bereiches noch einmal unvoreingenommen anzusehen. Denn eine Straße sollte nicht nur nach Vorschriften funktionieren, sondern auch für den Hausverstand nachvollziehbar sein.
Und nachdem Wahlen bekanntlich die Aufmerksamkeit für ungelöste Fragen gelegentlich erhöhen, könnte der Zeitpunkt dafür jetzt gar nicht so schlecht sein.
Oder stellt sich am Ende wieder die alte Waidhofner Frage: Wer ist eigentlich zuständig? Das Land Niederösterreich? Der Bund? Die EU? Oder – mit einem letzten Augenzwinkern – womöglich sogar Trump oder die NATO?
Manchmal erzählen Straßen eben mehr über eine Stadt, als auf irgendeinem Verkehrsschild Platz hätte. Vielleicht denkt einmal wer darüber nach !
Übrigens – ein Tipp für Busfahrer ! (vorsicht sarkastisch gemeint)
Bei starkem Wind, wie er dort durchaus üblich ist, und bei seitlich kommendem Regen empfiehlt sich für wartende Fahrgäste auch bei den neuen Bushaltestellen weiterhin die bewährte Grundausstattung: guter Regenschutz, warme Kleidung – und sicherheitshalber warme Unterhosen. Denn Wind und Regen haben offenbar einen entscheidenden Fehler: Sie kennen die Pläne der Designer nicht.
Aber vielleicht sind die Wartehäuschen ja noch gar nicht fertig. Möglicherweise werden noch seitliche Glaselemente ergänzt, damit aus der derzeit recht offenen Konstruktion tatsächlich ein Wartehäuschen mit entsprechendem Wind- und Wetterschutz für die wartenden Fahrgäste wird – und damit auch die einschlägigen Anforderungen an sichere und zweckmäßige Haltestelleneinrichtungen erfüllt werden.
Die neuen „Busbauwerke“ sehen zweifellos modern aus. Nur dürfte bei der Planung der eine oder andere Praktiker gefehlt haben, der schon einmal bei Sturm und Schlechtwetter tatsächlich auf einen Bus gewartet hat.
Auch die Sitzgelegenheiten haben ihren besonderen Reiz. Wer unter etwa 1,68 Meter groß ist oder keine besonders langen Beine besitzt, könnte auf den hohen, kantigen Bänken bald feststellen: Sitzen ist nicht automatisch bequem, nur weil irgendwo eine Bank steht.
Aber vielleicht wurde ohnehin sehr vorausschauend geplant. Denn dort haben bisher nur wenige Menschen auf einen Bus gewartet. Und so könnten auch die vier neuen „Jumbos“ künftig vor allem durch eines beeindrucken: durch ihre großzügige Dimensionierung bei bemerkenswert überschaubarer Benutzerschar.
Dann stehen sie eben da – groß, modern und architektonisch selbstbewusst. Vier neue Geisterhäuschen am Straßenrand. Und sollte sich doch einmal ein Fahrgast hineinverirren, kann er sich bei Wind und Regen wenigstens in Ruhe überlegen:
„Schön ist es ja. Aber wo versteckt man sich hier eigentlich bei Schlechtwetter?“
Waidhofen an der Ybbs besitzt seit einigen Jahren eine der wohl ungewöhnlicheren Ortsgebiets-Verkehrslösungen: eine außergewöhnlich breite Straße, einen eigenen Radweg, Baumreihen als Trennung zur Fahrbahn und Betriebsgebäude, die weit von der Straße zurückversetzt liegen. Viel Platz also – und trotzdem gilt: 50 km/h.
Nun wurde weiter ausgebaut. Die Fahrbahn wurde verbreitert, Abbiegespuren geschaffen und Bushaltestellen errichtet, deren Dimensionen beinahe erwarten lassen, dass hier demnächst ganze Reisegesellschaften auf den nächsten Doppeldecker warten.
Am 20. September 2026 wurde noch einmal kräftig Asphalt aufgetragen. Die Straße bekommt damit immer deutlicher den Charakter einer leistungsfähigen Umfahrung.
Und was ist am Montag, knapp vor dem astronomischen Herbstbeginn“?
Müssen die Autofahrer weiterhin mit 50 km/h unterwegs sein – während auf Teilen der wesentlich enger verbauten Weyrerstraße 70 km/h erlaubt sind. Im Bereich der Brücke nach Zell (Kreilhof) wäre eine Geschwindigkeitsbegrenzung mit extrem gut sichtbarer Warnung wichtig – aber dann bis Gstadt sind die nun getätigten Investitionen für eine 50 km/h Ortsgebietregelung sehr nachfragebedürftig.
Da darf man schon einmal nach dem Sinn fragen.
Wer hat diese Verkehrsplanung festgelegt? Nach welchen Kriterien wurden die großen Bushaltestellen dimensioniert? Und vor allem: Wie viele Menschen werden dort tatsächlich auf einen Bus warten? Verkehrszählungen und Fahrgastzahlen könnten darauf bald eine sachlich interessante Antwort geben.
Vielleicht wäre es an der Zeit, die gesamte Verkehrsführung dieses Bereiches noch einmal unvoreingenommen anzusehen. Denn eine Straße sollte nicht nur nach Vorschriften funktionieren, sondern auch für den Hausverstand nachvollziehbar sein.
Und nachdem Wahlen bekanntlich die Aufmerksamkeit für ungelöste Fragen gelegentlich erhöhen, könnte der Zeitpunkt dafür jetzt gar nicht so schlecht sein.
Oder stellt sich am Ende wieder die alte Waidhofner Frage:
Wer ist eigentlich zuständig? Das Land Niederösterreich? Der Bund? Die EU? Oder – mit einem letzten Augenzwinkern – womöglich sogar Trump oder die NATO?
Manchmal erzählen Straßen eben mehr über eine Stadt, als auf irgendeinem Verkehrsschild Platz hätte. Vielleicht denkt einmal wer darüber nach !
Übrigens – ein Tipp für Busfahrer ! (vorsicht sarkastisch gemeint)
Bei starkem Wind, wie er dort durchaus üblich ist, und bei seitlich kommendem Regen empfiehlt sich für wartende Fahrgäste auch bei den neuen Bushaltestellen weiterhin die bewährte Grundausstattung: guter Regenschutz, warme Kleidung – und sicherheitshalber warme Unterhosen. Denn Wind und Regen haben offenbar einen entscheidenden Fehler: Sie kennen die Pläne der Designer nicht.
Aber vielleicht sind die Wartehäuschen ja noch gar nicht fertig. Möglicherweise werden noch seitliche Glaselemente ergänzt, damit aus der derzeit recht offenen Konstruktion tatsächlich ein Wartehäuschen mit entsprechendem Wind- und Wetterschutz für die wartenden Fahrgäste wird – und damit auch die einschlägigen Anforderungen an sichere und zweckmäßige Haltestelleneinrichtungen erfüllt werden.
Die neuen „Busbauwerke“ sehen zweifellos modern aus. Nur dürfte bei der Planung der eine oder andere Praktiker gefehlt haben, der schon einmal bei Sturm und Schlechtwetter tatsächlich auf einen Bus gewartet hat.
Auch die Sitzgelegenheiten haben ihren besonderen Reiz. Wer unter etwa 1,68 Meter groß ist oder keine besonders langen Beine besitzt, könnte auf den hohen, kantigen Bänken bald feststellen: Sitzen ist nicht automatisch bequem, nur weil irgendwo eine Bank steht.
Aber vielleicht wurde ohnehin sehr vorausschauend geplant.
Denn dort haben bisher nur wenige Menschen auf einen Bus gewartet. Und so könnten auch die vier neuen „Jumbos“ künftig vor allem durch eines beeindrucken: durch ihre großzügige Dimensionierung bei bemerkenswert überschaubarer Benutzerschar.
Dann stehen sie eben da – groß, modern und architektonisch selbstbewusst.
Vier neue Geisterhäuschen am Straßenrand. Und sollte sich doch einmal ein Fahrgast hineinverirren, kann er sich bei Wind und Regen wenigstens in Ruhe überlegen:
„Schön ist es ja. Aber wo versteckt man sich hier eigentlich bei Schlechtwetter?“
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