Unverständlich !

Als das Ybbsitzer Eisenbahnmuseum  eines der wenigen Teilnehmer der Eisenstraße bei der langen Nacht der Museen des ORF war, freute sich Bürgermeister Josef Hofmarcher darüber sehr. Sein Besuch im Museum wurde sogar auf der Titelseite der Bezirksblätter verewigt und damit als Museumsbesucher auch sein Image als „Bewunderer von Tradition und historische Erinnerung “  aufgewertet.
Bezirksblätter Logo Lange Nacht der Museen

Sehen Sie doch selbst, mit welcher Freude dieses Museum bei der langen Nacht der Museen (österreichweite ORF Erfolgsstory)  aufwarten kann und wie sich offensichtlich auch Bürgermeister Josef Hofmarcher hier echt wohl fühlt:

Jetzt will er alles,  was mit der Erinnerung an die Eisenbahn zu tun hat, aus Ybbsitz verjagen – weiß er nicht, was diese kleine Gemeinde Ybbsitz und das gesamte kleine Ybbstal der Eisenbahn von Kaiser Franz Josef wirtschaftlich zu verdanken hat ?

2 Weltkriege hat diese Bahn überstanden, erst einige „Bürgermeister der Jetztzeit“   haben diese Zerstörung wertvollsten Kulturgutes und zukünftiger Mobilitätslösungen im Ybbstal  gegenüber den kommenden Generationen zu verantworten.

Das Eisenbahnmuseum in Ybbsitz zeigte historisch einzigartige Objekte der Stichbahn Gstadt – Ybbsitz sowie wertvolle Erinnerungen an den Kohleabbau in Ybbsitz – ja auch ein echtes Bergwerk gab es einmal dort. All diese rein auf Ybbsitz bezogenen Objekte  sollen nach Meinung des Bürgermeisters (bei der Gemeindertssitzung ausgeführt)  nach Göstling oder Lunz  verlagert werden.

Aber das wäre dann keine Gesamtlösung im Sinne der Ybbsitzer Heimatbezogenheit. Es sollte alles in Ybbsitz bleiben, so hat es Herbert Marko für einen Anerkennungspreis der Gemeinde angeboten. Ein anerkanntes regionales Museum zu „vertreiben“ ist sicherlich ein Frevel an der eigenen Vergangenheit.
Eisenbahnmuseum Ybbsitz Denkmalgeschützer Bahnhof

Ob der Ybbsitzer Bürgermeister das wirklich verantworten kann ?
Wenn er die wertvollen, ganz auf die Gemeinde Ybbsitz bezogenen  Objekte tatsächlich nicht direkt  in Ybbsitz haben will, dann ist wohl die angestrebte europäische  Lösung durchaus zu akzeptieren. Näheres dazu hier in den O.Ö.N. vom 21. September 2017:
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/Gemeinde-setzt-Museum-vor-die-Tuere;art68,2684440

Auch dies stand jetzt zu lesen:
O.Ö.N. Ybbstalbahn und Museum 21 Sept. 2017

NÖN Ybbstal 27.9.2017

Hier die  amtsbezogenen Vorgangsweise des Ybbsitzer Bürgermeisters:
https://vereinkubus.wordpress.com/2017/09/19/verstossene-tradition/

Die auflagenstarke Kronenzeitung wird sich wohl nun bald des Themas näher annehmen, denn die aktuelle Aussage von Bürgermeister Hofmarcher gegenüber dem Journalisten, wonach die Absiedelung eine „Notwendigkeit“ ist, kann natürlich nicht akzeptiert werden.
Damit hat der Bürgermeister die „mediale“ Diskussion nun persönlich eröffnet.

Krone Bahnhof Ybbsitz 20.9.2017
Übrigens: Auch die Aussage des Bürgermeisters in der Kronenzeitung am 20. September 2017 – „Man lieferte für das Areal am ehemaligen Bahnhof kein brauchbares Zukunftskonzept ab“ – ist nicht haltbar. Unzählige schriftliche Eingaben und Vorschläge liegen vor.  Auch darüber könnte  die öffentliche Diskussion bald Licht in die unpassenden Aussagen von Hofmarcher  bringen.

Darüber hinaus werden politische Betrachter der Angelegenheit, das Vorgehen Hofmarchers gerade jetzt vor den herannahenden Wahlen,  nicht verstehen.

Über die O.Ö.N. stellt Hofmarcher fest, daß Frau Frau Mag. Eva Zankl beauftragt wurde, Markos Sammlung zu begutachten und zu schätzen. Frau Mag. Zankl ist  laut O.Ö.N. die Leiterin des Dokumentationszentrums der NÖ. Eisenstraße.  Der Obmann der N.Ö. Eisenstraße, Nationalrat Mag. Andreas Hanger hat sich noch nie öffentlich gegen das Ybbsitzer Eisenbahnmuseum ausgesprochen. Das wäre politisch auch ungeschickt, ist er doch sogar Ersatzmitglied des Kultur- Museumsausschußes im Nationalrat – Obmann dieses Bundesgremiums ist übrigens Sepp Schellhorn (NEOS).
Warum BGM. Hofmarcher nun ausgerechnet Frau Mag. Eva Zankl den Medien gegenüber als „Schätzerin“ für das Eisenbahnmuseum ausgibt ist nachfragebedürftig..

Und die O.Ö.N. haben nachgefragt: Das Ergebnis ist ein Skandal: 26.9.2017
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/Keine-Begutachtung;art68,2688656

O.Ö.N. 21. September 2017:
O.Ö.N. 21.9.2017 Marko Museum
Wochenblatt Ybbstaler zur Ybbsitzer Gemeinderatssitzung (Ausschnitt):

Museen sind immer nur nach ihren ideellen Werten einzuschätzen, Herbert Marko wollte nur eine kleine  Anerkennung für seine Arbeit und hat sogar schriftlich  eine teilweise Weitergabe des Verkauspreises für wohltätige Zweck festgelegt.
Sein verständlicher Wunsch, dass das Museum in den denkmalgeschützen Gebäuden am Bahnhof Ybbsitz bleiben soll wird wohl jeder traditionsverbundene Mensch verstehen.

Sein Brief  an den Bürgermeister (vom 8. August 2017)   kann all dies belegen:
Antwort Marko auf Kündigungsschreiben –


Ein kurzer Blick zurück: Im Jahre 2000 unterschrieb Bürgermeister Hofmarcher eine Resolution zur Erhaltung der Ybbstalbahn (Artikel Bote von der Ybbs) Diese Resolution bearbeitete damals der junge Referent Dr .Pernkopf – heute ist er Landeshauptfrau Stellvertreter in N.Ö.

Resolution für Ybbstalbahn im Jahre 2000

Der neue Radweg, welcher nun teilweise (zu rund 50 %)  auf der Bahntrasse der Ybbstalbahn errichtet wurde, verhinderte jedoch einen Weiterbestand der Ybbstalbahn als Touristenbahn. Noch 2013 (kurz vor der Landtagswahl in N.Ö.) versprach LH Dr. Erwin Pröll, im Ybbstal sowohl Bahn als auch Rad nebeneinander zu ermöglichen – anderswo immer ein Erfolgsrezept und auch im Ybbstal machbar.
Ybbsitz  bis Gstadt hatte schon jahrelang einen Radweg  und den Bahnverkehr.   Doch wieder war der Ybbsitzer Bürgermeister Hofmarcher mit an vorderster Stelle zu finden, als es galt diesen Wunsch des LH Pröll zu vereiteln. Das Beispiel mit der Verlegung der Straße im Bereich Prollig ist dazu in bester Erinnerung.
Wahldiskussion 2013 im ORF:

……… und bald gibt es wieder Wahlen !!!!

Diese „Wahlplakate“ gibt es nicht wirklich, aber so schlecht wären sie wohl auch nicht:

Das kleine Eisenbanhnmuseum in Ybbsitz steht bei dieser Wahl auch als Beispiel für den Umgang mit den Bürgern. Und das Internet kann solche Beispiele rasch unter die Wählerinnen und Wähler bringen. Schon über 10.000 Personen haben innerhalb weniger Tage dieses Piaty-Video gesehen:

Was verbindet die Politik und Parteien  mit dem Ybbsitzer Eisenbahnmuseum:

Bundespräsident Prof. Alexander van der Bellen: Ist ein großer Eisenbahnfan.
Bundeskanzler Kern (SPÖ): Als ehemaliger ÖBB Generaldirektor wird ihm das Schicksal des ÖBB Pensionisten und der ÖBB Museumsteil nicht egal sein.
Minister Kurz (Liste Kurz): Er will Förderungen einschränken. Das  Museum, welches noch nie Förderungen erhalten hat – sicher ein gutes Beispiel für ihn.
3. Nationalratsräsident Hofer (FPÖ):  Herbert Marko als ehrenamtliches Vorbild.
Minister Sobotka (Liste Kurz) Hat schon als Bürgermeister von Waidhofen / Ybbs die Ybbstalbahn hochgehalten und auf Grund eines Vertrages den Erhalt dieser Bahn bis 2023 bestätigen können – dann haben die regionalen Bürgermeister das ganze abgedreht.
Minister Brandstätter:
Als Oldtimer und Modellbahnfan sicher interessiert. Ihn wird sicher freuen, dass einige der kleinen Ybbstalbahnmodelle von  Loks und Waggons  von einem Luxenburger Mosellbauverein für eine neue Anlage „Díe Ybbstalbahn in Österreich“ angefragt wurden.
Nationalrat Hanger: Als Obmann des Tourismusausschuß Ybbsitz und Ersatzmitglied im zuständigen Nationalratsausschuß amtlich direkt betroffen.
Sepp Schellhorn (NEOS)  Vorsitzender des Nationaratsausschuß für Museeumsangelegenheiten
EU Vizepräsidentin Lunacek (Grüne) – Ybbstalbahn war immer ein sehr sensibles Thema für sie und auch die Grünen in N.Ö.
Peter Pilz (Liste Pilz) Hat mit dem ehemaligen Denkmalschutzsprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl,  einen profunden Kenner in seine Liste aufgenommen.

Beispiele aus dem Bereich der Medien:
ORF mit „Am Schauplatz“ und „Guten Morgen Österreich 2017“  besonders gut über Eisenbahnmuseumsleiter Herbert Marko informiert. Und bei der „Barbara Karlich Show“  im März 2017 brillierte er ebenfalls. Herbert Marko ist beim ORF einer der bekanntesten Ybbsitzer.
Kronenzeitung: Seit Jahren kritischer aber auch ehrlicher Berichterstatter rund um die Ybbstalbahn und das Eisemnbahnmuseum.
Ybbstalnews: Vor Ort Video- und Nachrichtenkanal mit bestem Insiderkenntnissen
… und viele weitere Medienherausgeber,
welche sich vorbildlich auch für die Belange des „kleinen Mannes“ einsetzen.

Und wer gerne Videos sieht, dem seien diese Eisenbahnmuseums-Beispiele auf Youtube empfohlen: https://www.youtube.com/results?search_query=eisenbahnmuseum+piaty+ybbsitz

Und bitte zu beachten: Im August 2017 stand dieses Mudseum im Fokus Österreichs. Die österreichweit ausgestrahlte Sendung „Guten Morgen Österreich“ berichtete in den 3 Stunden Sendezeit mehrmals über Herbert Marko und sein Eisenbahnmuseum: Auch die Kronenzeitung fand noch am 1. September 2017 dieses Ereignis so wichtig, um es zu verbreiten:

KroneMarko Logo ORF Ybbsitz 1. 9. 2017

Hier Ausschbnitte der Sendung „Guten Morgen Österreich

Und so ist es bei einer Saisoneröffnung: Museum lebt, Museum gelebt: