Krems und Waidhofen

Was haben Krems und Waidhofen gemeinsam ?  Eine historische  Innenstadt, schöne alte Türme, eine Fußgängerzone und einen ÖVP Chef der Krammer heißt.

Seit einigen Monaten schrillen in beiden Statutarstädten auch die „Alarmglocken“ wegen vieler leerer Geschäfte.

Krems hat seine Fußgängerzone einst aufwendig gepflaster, im Vorjahr standen dort viele Sanierungen an und der Geschäftsbetrieb wurde monatelang schwer beeinträchtigt.  Waidhofen hat gleich die ganze Innenstadt gepflastert, und die immer häufiger werdenden Sanierungen machen auch hier den Geschäften Probleme. Jede Störung durch Baustellen vertreibt Kunden, viele kommen auch danach nicht mehr. Denn für Betriebsamkeit sind Kunden nötig, und immer öfter sanierungsanfälliges Pflaster ist einfach der Tod vieler alter Städte.

Wenn dann die Kunden ausbleiben, ist es meist zu spät „zum Beleben“ – lediglich „Koordinatoren“ und „Sanierungsarchitekten mit neuen Pflasterideen“ können dann noch, im Auftrag der Politik,  gut verdienen.
Die Waidhofner kennen die Probleme in der Fußgängerzone am Hohen Markt, und  auch die beginnenden  Leerstände in der übrigen Innenstadt. Die Kremser merken nun besonders stark, dass ihr einstiges „Aushängeschild“  immer mehr Probleme bekommt!

Ein Kremser fand die richtigen Worte:
Die Totengräber der Innenstädte bejammern nun deren Untergang … 

Es wäre falsch, alleine die derzeitigen Politiker dafür verantwortlich zu machen, die Fehler liegen weiter zurück: Parkplätze, Parkgebühren, Strafen, falsche Oberflächenbeläge (fehlerhafte Pflasterungen), ungerechte Gebrauchsabgaben, Benachteiligung Mittelbetriebe gegenüber Großbetriebe (z.B. Tourismusabgaben)  Kommunalsteuer immer nur auf Löhne bezogen, unpraktischer öffentlicher Verkehr (statt bequemer Citytaxis wie in Eisenstadt)  und vieles mehr haben einen „Teufelskreis“ in Gang gesetzt, der nicht mehr zu stoppen ist. Nur ein rückwirkendes  Umdenken (steuerlich und in der Raumordnung) könnte helfen, aber das wird sicher niemand machen. Zu kurzfristig denkt heute die Politik !

Medienberichte der letzten Wochen aus Krems:

https://kurier.at/chronik/oesterreich/sperrstunde-fuer-jeden-zweiten-wirt/309.398.361

http://www.noen.at/krems/alarmstimmung-in-krems-geschaeftesterben-ist-brandherd-rathaus-will-helfen-geschaeftesterben-handel-erwin-krammer-innenstadt-krems/76.418.582

Karl Piaty hat sich das ganze am Faschingsonntag vor Ort (Fußgängerzone Krems) angesehen. Bilder von Pflaster und Geschäften sagen wohl mehr als 1000 Worte:

Und selbst „Konditoren-Musterbetrieb“ Hagmann muß erkennen, daß es wirtschaftlich bereits besser ist, an Sonntagen (in Krems zumindest im Jänner, Februar, März) gleich gar nicht mehr aufzusperren.

DSC09943 (2)Denn die Kosten für das Personal sind am Sonntag in Konditoreien um 100 % (in Worten einhundert Prozent) höher als unter der Woche und auch die Gemeinde kassiert am Sonntag die „doppelte Kommunalsteuer“.  Und auch der Staat, die Krankenkasse usw.  „naschen“  da natürlich mit. Aber die Preise müssen gleich wie unter der Woche sein – wem wundern dann noch die „geschäftlichen Konsequenzen“ bei den Öffnungszeiten.

Wie manche Wirte mit Ideen versuchen, Gäste vermehrt anzusprechen sah sich Karl Piaty danach beim Gasthof Schickh in Klein Wien an. Diekt unter dem Stift Göttweig – wenige Kilometer entfernt gelegen.
Der Seniorchef und der Juniorchef Schickh waren vor Jahren mit Karl Piaty auf Weltreise, sie besuchten zusammen Las Vegas, Los Angeles, Mexico usw.  Und die Schickh`s haben einfach einen Speisewagen der ÖBB im Gastgarten aufgestellt und veranstalten darin im Sommer Feste und Feiern – besonders für die Kinder ein großer Anziehungspunkt.

Näheres dazu:  http://www.schickh.at/waggon.html

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Auch in Waidhofen / Ybbs stünden Waggons der Ybbstalbahn für solche Attraktionen bereit – aber wie diese behandelt werden zeigen diese aktuellen Bilder  von Peter Wachauer.

Schafkäsewaggon fern Waidhofen 11.2.2018

Schafkäsewaggon Waidhofen 11.2.2018