Glasfaser für Innenstadt

Am 2. März 2018 fand im Sitzungssaal des Rathauses Waidhofen / Ybbs die „Spatenstichfeier“ für den Glasfaserausbau statt. Bürgermeister Krammer konnte dazu Frau Landesrat Dr. Petra Bohuslav und Nationalrat Andreas Hanger begrüßen. Neben den bauausführenden Firmen waren neben Vizebürgermeister Reifecker auch einige Stadt- und Gemeinderäte gekommen. Als Promi- und Profifotograf war Paul Plutsch vor Ort. Was fehlte waren dagegen die Hauseigentümer der Innenstadt, die einen Anschluß bekommen sollen. Aber wie gesagt, es war ja nur eine „mediale Spatenstichfeier“. Nach den Ansprachen von Bgm. Krammer und LR Bohuslav kam auch der Vertreter von Kabel plus (Gerhard Haidvogel) zu Wort, der in sehr klaren Worten die notwendigen hohen finanziellen Kosten als  auch die arbeitstechnisch aufwändigen   Pflasterarbeiten in Waidhofen hervorhob.

Während in asphaltierten Bereichen mit der raschen und in Waidhofen / Ybbs  erfundenen „Nano Minikünette“ (nur wenige cm. tief) gearbeitet werden kann, wird die Innenstadt wieder zur „monatelangen Pflasterbaustelle“  mit tiefen Aufgrabungen. Und so schaut es unter dem Pflaster  in Waidhofen aus: Originalfotos von Karl Piaty sen. anläßlich einer Reparatur am Unteren Stadtplatz.

Aussicht 2018:  Hohe Kosten und staubige und lärmende „Widrigkeiten“ – für Geschäfte, Kunden und Bewohner. Etwas was die Pflasterung auch bei der Installierung moderner Technik ewig verfolgen wird.
Nationalrat Andreas Hanger beschäftigte sich am Schluß der Veranstaltung auch mit einem gelungenen Blick in die Zukunft der Digitalisierung – 5G Mobiltechnologie.


Näheres dazu:
  https://piaty.blog/2017/05/16/mahrer-ist-wirtschaftsminister/

Was sagt die neue Regierung zum Thema Breitbandausbau ?

Österreich soll, geht es nach Bundeskanzler Kurz und die zuständige Ministerin Schramböck, Vorreiter im 5G Ausbau des mobilen Breitbandes werden. Was der ehemalige Wirtschfatsminister Mahrer schon vor Jahren forciert hat, wird auch von der neuen Bundes-Regierung mitgetragen. Es ist daher zu hoffen, deass sich die Politiker in den Regionen dieser Aufgabenstellung bewußt werden und hier nicht weiter auf „Kabelsalat“ setzen. Glasfaserkabel zu den Sendestationen – dann aber modernste und schnellste Technik zu den „Endabnehmern“. Blicken wir also nach vor, vergessen wir teure Aufgrabungen und Reparaturen – laßt Österreich zum Vorbild werden.

Regierungsprogramm Kurz / Strache  2017/2022  Ausschnitt 5G:
5G im Regierungsprogramm markiert

Es  wird also schon die „nahe Zukunft“  zeigen, ob ein Anschluß jedes Hauses der Innenstadt notwendig war. Glasfaserleitungen zu den Mobilantennen werden sicher gebraucht, aber sonst dürfte sich dann  vielleicht doch die Mobilversion des Breitbandes durchsetzten. Wer die Situation in der Innenstadt kennt, wird vielleicht eine 33 %  Anschlußquote (ein Drittel der Haushalte) erwarten, eher sogar weniger. Jedenfalls weniger als die 40 % die für eine Kabelverlegung als „minimum“ vorgegeben sind.  Denn in der Innenstadt ist der Internetempfang seit 2002 teilweise sehr gut, 1998 wurden sogar an manchen Stellen  Glasfaserkabeln verlegt.

Ein „Jubelbericht“ im Boten von der Ybbs vom März 1998:
Bote 1998 UTA Glasfaser

Aus diesen Gründen ist daher auch zu erwarten, daß auch andere Kabelanbieter bereits bald  sehr gute Angebote für Internet und Fernsehanschlüsse über Kabel machen werden. Der vom österr. Gesetzgeber nunmehr ermöglichte „Infrastrukturwettbewerb“ wird auch an Waidhofen / Ybbs nicht vorbeigehen können.
Muß ja nicht so ausarten wie in Deutschland:
https://www.youtube.com/watch?v=ttRxc8a2Nh8&t=6s

Warten wir ab, jetzt wird halt wieder einmal „gegraben“!

Bürgermeister Mag. Werner Krammer hat ( laut Nationalrat Hanger – ganz zum Schluß des Videos hörbar) auch bereits nachgedacht, ob Waidhofen nicht besser als Pilotprojekt für 5G geeignet wäre.
Wie das in Kärnten vor sich geht, und wie das stark gefördert wírd ist schließlich längst bekannt.  http://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/wirtschaftktnhp/5292817/Neue-Generation_5G-Playground-Carinthia_Schneller-Mobilfunk-fuer

Modernsten Breitbandausbau (5G)  – wie es die Bundesregierung will, oder regionaler „Kabelsalat“ – das ist die eigentliche Frage.
Waidhofen hat sich vorerst einmal für den „Salat“ entschieden.  

Etwas „Allgemeinwissen“ zu 5G:
https://www.computerwoche.de/a/5g-das-muessen-sie-wissen,3225528

https://www.mittelstandswiki.de/wissen/5G-Mobilfunk

Beim „Spatenstich“  für das „Kabel“ waren die Festredner recht froh, mit kabellosen Funkmikrofonen arbeiten zu düfen – einfach zum Nachdenken:
Politik mit Mobilfunk Mikrofonen

Letzter Stand der Technik: Glasfaserkabeln bringen die  Daten zu den 5G Antennen, also braucht nicht jedes Haus angeschlossen zu werden, um mit einem Giganetz verbunden zu sein. Innsbruck zeigte dies im Februar 2018 vor:
http://tirol.orf.at/news/stories/2894572/

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„Bunte Kabeln“ und „Dunkle Wolken“ für Waidhofen / Ybbs: 8.3.2018

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Zur gleichen Zeit verspricht die neue Bundesregierung:

„Pakt mit der Wirtschaft“

Bei der Infrastruktur ist ein „Pakt mit der Wirtschaft“ vorgesehen. Bis 2025 soll es eine landesweite Versorgung mit Gigabit-Anschlüssen geben und ganz Österreich mit 5G-Mobilfunk versorgt sein.

5G-Ausbau

Wie schon die letzte Regierung setzt auch Türkis-Blau auf den Ausbau der nächsten Mobilfunkgeneration 5G. Diese hat das Potenzial, Teile der Wirtschaft auf den Kopf zu stellen. Die Mobilfunktechnolgie soll Daten mit einer Geschwindigkeit von zehn Gigabit pro Sekunde übertragen – und das quasi in Echtzeit. Denn bei der sogenannten Latenzzeit wird eine Größenordnung von einer Millisekunde angestrebt, was der Reaktionszeit von Nervenzellen entspricht.

5G soll nicht nur beim Mobilfunk und dem autonomen Fahren zum Einsatz kommen, sondern auch bei der Vernetzung von Maschinen und ganzen Fabriken.

Die Regierung will sogenannte „Leuchtturmprojekte“ für 5G schaffen. Ein Fokus liegt auf der Versorgung von Bildungseinrichtungen und Behörden, die über moderne Infrastruktur verfügen sollen.

Gute Nachrichten für Netzbetreiber

Erlöse aus Frequenzversteigerungen im Mobilbereich sollen für Investitionen in diesem Bereich zweckgebunden werden.  Dafür soll die Breitbandstrategie „überarbeitet“ werden.

Die in Österreich tätigen Mobilfunk- und Telekomunternehmen dürfen sich freuen. Sie sollen künftig weniger Verwaltungsgebühren und -abgaben zahlen müssen, auch die Errichtung neuer Handymasten (für 5G) sol leichter über die Bühne gehen.

Wichtig zu wissen, für Alle die sich mit der Zukunft der Digitalisierung beschäftigen:
http://www.oe24.at/digital/handy/A1-schafft-1-5-Gbits-ueber-Mobilfunk-in-Wien/316965761

Etwas Technik:  https://www.rohde-schwarz.com/at/loesungen/drahtlose-kommunikation/5g/5g-breitbandsignale/5g-breitbandsignale_229599.html

Bilder vom Beginn der Glasfaserkabelverlegung in Waidhofen / Ybbs.

Die nunmehr angewendete „Schremmhammeröffnung“ der Gehsteigpflasterung beschädigt oft die Pflasterung im gesamten Gehsteigbereich. Dies wieder zu sanieren kommt einer neuerlichen Pflasterung der Gehsteige in der Innenstadt gleich. Neben den exorbitanten Kosten sind aber auch die Lärm, Staub- und Drecksituation für die Geschäftstätigkeit (nun zu den Osterfeiertage) unzumutbar.

Es erscheint unbedingt nötig, die neu entstandene Situation sowohl zwischen Bauausführung, Gemeindeverantwortlichen und Anrainern neu zu führen.

Pflaster zerschlagen 15.3.2018 11

Warum hat sich die Politik in Waidhofen / Ybbs zu dieser so umfangreichen und  oberflächenzerstörenden  Glasfaserverlegung  entschieden ? Es wurde eigentlich anderes versprochen.
Mehr dazu:  Pflasterung NEU Gehsteige – Breitbandeinbau 15.3.2018

Wie wenig tief eine Glasfaserverrohrung verlegt werden kann, wurde den Politikern in der Wienerstraße gezeigt. Dass dies bei einer Pflasterung nicht möglich ist, darf aber nicht ohne Diskussion eine totale Zerstörung der Gehsteigpflasterung ermöglichen.

Politikern (wie hier Nationalrat Andres Hanger) wurde alles vorgezeigt –NANO Hanger

Piaty hat bereits damals alles dokumentiert:

Vielleicht sollte aus gegebenen Anlass nun auch daran gedacht werden, die Gehsteige in Waidhofen / Ybbs mit jenen neuen Belägen zu versehen, wie sie nunmehr in historischen Bereichen von alten  Innenstädten angewendet werden
Beispiel Wien – Ballhausplatz zwischen  Bundeskanzleramt und Hofburg:
Hofburg Poller und neuer Gußasphalt

In der Hamburger Altstadt (Hanseviertel) wird diese Art von Belag sogar bereits für Fahrbahnen verwendet – ungleich billiger in Verlegung und Erhaltung als Granitpflaster, dabei aber umso bequemer für Fußgänger und Radfahrer.
Und die „Optik“ ? – sehen Sie selbst:
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Es sollte zumindest rasch erhoben werden, was die Sanierung der nunmehr so großflächig zerstörten Gehsteigpflasterung im Vergleich zu einer bequemen, optisch erfreulichen  und pflegeleichten „Terrazzo-Asphaltierung“  kostet.