Richtige Entscheidung

Landeshauptfrau Johanna Mikl Leitner hat nun bestätigt, was Karl Piaty seit Monaten behauptete: Mag. Karl Wilfing ist bald nicht mehr Verkehrslandesrat. „Carlo“ wie ihn Freunde nennen, ist ein umgänglicher Politiker, äußerst freundlich aber er war leider ungeeignet, Zukunftsmodelle im öffentlichen Verkehr zu erkennen. Er wird das Amt des Landtagspräsidenten gut erfüllen, aber den „Kahlschlag“ den er im Ybbstal hinterläßt wird auf Jahrzehnte hinaus nicht mehr geheilt werden können.

Dabei ist nicht nur die endgültige Sperre der „Ybbstalbahn“ sein Werk. LH Pröll wollte Rad und Bahn im Ybbstal, Wilfing plädierte dagegen nur für Rad und setzte sich gemeinsam mit den Bürgermeistern dann auch durch.

Noch negativer zählte sein Verkennen von Zukunftsmodellen für den öffentlichen Verkehr, das ist sein größter politischer Fehler gewesen.
Besiegelt hat er sein politisches Schicksal, bei der nächsten Wahl den Verkehrslandesrat zu verlieren, mit seiner unverständlichen Weigerung die Chancen der E-Mobilität für den öffentlichen Verkehr zu erkennen. Obwohl er den Auftrag dazu von LH. Dr. Pröll hatte, blieb er Innovationen schuldig. Ja er verkaufte sogar die dafür bestens geeigneten 4090er Triebwägen der Mariazellerbahn in den Pinzgau.

Video dazu:  https://www.youtube.com/watch?v=ZEcy16gSmyo

Text im Video: In den 90er Jahren (1994) bauten österreichische Eisenbahn-Firmen für die Mariazellerbahn neue Triebwagenzüge. Genannt 4090. Doch diese fuhren wenig, da die Elektronik zu diesen Zeiten eben erst in den „technischen“ Kinderschuhen steckte und es immer wieder Ausfälle gab. Doch die Bauweise und der optische Eindruck dieses 4090 waren hervorragend und auf viele Jahrzehnte ausgelegt. Als diese Triebwägen aber gegen neue Modelle (aus der Schweiz) ausgetauscht wurden, waren die 4090er überflüssig geworden. Umweltaktive Bürger aus N.Ö. wollten diese Garnituren mittels AKKU Antrieb für die kurze Citybahn in Waidhofen / Ybbs (5,5 km) als europäisches Vorzeigeprojekt für CO2 freies Fahren mit erneuerbarer Energie auch auf Schmalspurstrecken ohne Oberleitung ausrichten. Technisch wurde die Machbarkeit von Siemens und Bombardier schriftlich bestätigt, ein österreichischer Fachbetrieb für den technischen Umbau gefunden und es wären Förderungen für diese „bahnbrechende“ Umwelt-Zukunftsidee möglich gewesen. Neben der Citybahn Waidhofen / Ybbs wäre auch die Nordstrecke der Waldviertelbahn sehr für dieses umweltpolitisch wichtige Bahnprojekt geeignet gewesen. N.Ö. hätte sich in diesem Bereich (E-Mobilität auch ohne Oberleitung) großen Erfolg auf „seine“ Fahnen heften können. Doch die Politik in N.Ö. entschied sich nach rund „2 Jahren Nachdenkzeit“ anders. Ende 2015 verkaufte die N.Ö. Landesbahn die dafür besonders geeigneten Garnituren nach Salzburg – an die Salzburger Landesbahn. (Pinzgaubahn) Diese motivierten Eisenbahner unter ihrem Betriebsleiter Walter Stramitzer, wollen zumindest die 3 Mittelwagen und den Steuerwagen vollkommen renovieren und als bequemes Zusatzangebot für ihren erfolgreichen Regelverkehr von Zell am See nach Krimml einsetzen. Was mit den 3 Triebwagen (Motorwagen 4090 001 bis 003) passiert? Das ist noch nicht geklärt, aber die E-Mobilität ist nicht mehr aufzuhalten, ein AKKU – Wasserstoffzellen oder auch ein Hybridfahrzeug 4090 wäre noch immer möglich. Hätten die heutigen Politiker nur ein bißchen etwas von dem „Pioniergeist“ der einstigen Eisenbahnerbauer, bald wären alle Schienenstrecken CO2 frei und mittels erneuerbarer Energie befahrbar. (auch ohne Oberleitung) Paris hat es eigentlich rechtlich vorgegeben – also stirbt die Hoffnung auf einen E-4090, also den ETA 1, zuletzt. Und auch N.Ö. hätte alle Chancen E-Mobil noch „mitzuziehen“. Sowohl für die Wachaubahn als auch die Waldviertelbahn stünden neue Techniken zur Verfügung, auch die 5090 der Citybahn bleiben im „Zukunfts-Talon“ für „Vorzeige-Umbauten“ auf CO2 freie E-Mobilität ! Natürlich wäre das nun aber alles teurer als es mit dem 4090er gewesen wäre. 

CO2 frei ohne Obereleitung:
https://piaty.blog/2018/02/03/e-mobiler-wettstreit/

Damit hat Mag. Wilfing  NÖ. die Chance genommen, die europäische Vorzeigeregion bezüglich CO2 frei auch ohne Oberleitung zu werden.

Dadurch  war es auch klar geworden, daß ab April 2018 ein anderer Landesrat für Verkehr in NÖ. nötig sein wird,  um den erforderlichen  Standard im öffentlichen Verkehrswesen nicht weiter zu verringern.

Ja in der Wachau, nein im Ybbstal – so unausgeglichen sollte Politik nie sein:
2404PRESSE (2)

Video dazu:  https://www.youtube.com/watch?v=M9IKpFVltK0&t=703s

Der Text im Video:
Vor wenigen Jahren löste die ÖBB die Schmalspurstrecken in N.Ö. auf, auch die Normalspurstrecke in der Wachau sollte eingestellt werden. Das Land N.Ö. übernahm neben den Schmalspurbahnen auch die Wachaubahn. Nun sind jene Strecken, welche die NÖVOG weiterbetreibt echte Tourismushits geworden, so wie dies LH Dr. Pröll und Landesrat Mag. Wilfing bei einem Festakt in Spitz an der Donau persönlich bestätigten. Grund des Festaktes war die Inbetriebnahme von 5 neu angekauften Triebwägen, welche renoviert und im „NÖVOG Gold“ lackiert wurden. Das Video zeigt Ausschnitte der Reden, so daß sich die Betrachter selbst ein gutes Bild machen können. Offen blieb die Frage, warum diese großen Tourismuserfolge im Ybbstal nicht angestrebt wurden. Aber ein Thema kam bei Gesprächen auch „zum Zug“. Die E-Mobilität auf Bahnstrecken ohne Oberleitung. Jetzt gibt es noch einmal dieselbetriebenes Rollmaterial im Weltkulturerbe Wachau, aber die nächste Generation sollte CO2 frei, leiser und umweltfreundlicher sein. Die AKKU Konzepte liegen am Tisch, die Technik der Batterien und Steuerungen ist im Umbruch und der Ausstieg aus der fossilen Energie weltweit beschlossen. So wie die Pioniere, welche diese Bahnen in N.Ö. vor über 100 Jahren bauten, sollten auch die „Politiker von heute“ denken – Nämlich an die nächsten Generationen, und die brauchen eine Welt, welche sich nicht immer weiter aufheizt. Das dieser Märztag des Jahres 2016 einer der heißesten in der Geschichte der Wetterbeobachtungen in N.Ö. war, sollte auch jene zum Umdenken bewegen, welche nicht so recht an die „Erderwärmung“ glauben.