Enorme Bauzeitverlängerung

Kabelplus, eine 100% Tochter der EVN ( Energie Verwertung NÖ.) hat  sich für ein „firmeneigenes Kabelnetz“  auch für die Innenstadt von Waidhofen / Ybbs entschieden.
Obwohl die meisten Häuser der Innenstadt bereits derzeit über gute Internetverbindungen verfügen und in wenigen Jahren das nunmehr von der österr. Bundesregierung forcierte 5G Mobilnetz den Internetstandard in Österreich revolutionieren wird, wird also derzeit massiv in der Stadt umgegraben.

Auf eigene Kosten und  ohne Förderungen (Aussage von dessen Vertreter beim Baustammtisch mit Bürgermeister Krammer und Geschäftsleuten und Anrainern am 24.4.2018 im Rathaus Waidhofen / Ybbs) errichtet die KabelPlus nun dieses Glasfaser-Kabelnetz in der Innenstadt. Ob dafür die wirtschaftlichen Voraussetzungen stimmen, ob es genug Hausbesitzer gibt, die dann auch so einen „Anschlußvertrag unterzeichnen“  und dessen Folgekosten auf Dauer  bezahlen werden ist natürlich ausschließlich der Abschätzung und Verantwortung der Fa. Kabelplus zu überlassen. Politische Einflußnahme kann es keine gegeben haben, dies wäre schließlich  nicht „wettbewerbsneutral“.

Ein Glasfaser Leitungsnetz ist sehr positiv zu sehen, für die Verlegung  (auch in der Innenstadt)  gab es daher von Bürgermeister Krammer prinzipiell „grünes Licht“ und es wurde ein entsprechender Bauzeitplan (gesetzlich vorgeschrieben) eingereicht, amtlich genehmigt  und auch vom Magistrat vorbildlich für alle Waidhofnerinnen und Waidhofner veröffentlicht.
Nach diesem Plan sollten Grabarbeiten und Pflasterung am Oberen und Unteren Stadtplatz am 16. April 2018 abgeschlossen sein, eine zwar wie jede Baustelle störende, aber zeitlich durchaus akzeptable Vorgangsweise.
1523353820-bauzeitplan-kabelplus-breitbandausbau-2018-wy-003-pdf

Da dieser amtlich bewilligte und daher bindende Bauzeitplan aber bei weitem nicht eingehalten wurde, gab es verständlichen  Protest vieler Geschäftsleute und Anrainer, öffentlich artikuliert vom Obmann des Wirtschaftsbundes, Jürgen Eishold.

http://www.noen.at/ybbstal/baustellen-streit-eishold-angriff-auf-innenstadt-juergen-eishold-werner-krammer-glasfaser-ausbauarbeiten-90438378

Bei der oben genannten, sehr emotional geführten  Besprechung im Rathaus, gab die bauausführende Firma (Strabag) unumwunden zu, daß diese Verzögerungen leider stattgefunden haben. Die Gründe sollen hier nicht öffentlich erwähnt werden, da diese möglicherweise bei Schadensklagen ausschlaggebend sein könnten.

Dazu wurden neue Bauzeitpläne vorgelegt aber erst   am 26. April 2018  auf der Homepage des Magistrates veröffentlicht :

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Jedenfalls beobachten die betroffenen Anrainer das Geschehen nun ganz genau, machen in ruhiger und sachlicher Weise entsprechende Aufzeichnungen und Meldungen. Damit soll die Verantwortlichkeit klar dokumentiert werden.

Es soll hier aber auch festgehalten werden, daß die Pflasterer, Baggerfahrer, Arbeiter und auch der Polier sich extrem bemühen, und eine sehr gute Arbeit abliefern.

Für Insider ist aber  schon jetzt zu erkennen, dass sich hier sowohl die Fa. Kabel-Plus als auch die Firma STRABAG, im administrativen Teil, unentschuldbare Fehleinschätzungen über die Situation der gepflasterten Innenstadt geleistet haben.  Der Schaden für die Geschäftswelt und auch für die Stadt ist nun bereits  entstanden.  Für den Oberen Stadtplatz ist die Situation noch präkerer. Statt dem Fertigstellungstermin 16. April 2018  ist in einem ausgewechselten Bauzeitplan jetzt gar erst der 15. Juni 2018 vorgesehen.  Innenstadtumbau während aller Maifeiertage und im Juni – einfach unfassbar was da heuer abläuft. Und dann steht wieder die „allgemeine“ Sanierung der Fahrbahnpflasterung an, die Innenstadt ist im „immerwährenden Pflastersanierungs-Fieber“.

Viele rechtliche Fragen sind noch offen, aber nun steht  in erster Linie dem Bürgermeister und dem Magistrat aber auch allen bezahlten Mandataren die Verpflichtung zu, zu verhindern, daß der Schaden für Geschäfte (Lärm, Staub und massiver Frequenz- und Umsatzrückgang) ) und für die Stadt (entgangene Parkgebühren und Tourismus-Imageverlust), zeitlich nicht noch größer wird.  Die Geschäftsleute zahlen eine sehr hohe Abgabe für den Tourismus – (Waidhofen hebt den höchsten dafür möglichen Satz ein) dafür muß aber auch etwas getan werden – was sich jetzt in Waidhofen / Ybbs abspielt ist daher auch aus Tourismussicht nicht mehr tragbar.

Es wäre wohl niemand eingefallen, bei der Bescheiderstellung zu den Bauarbeiten, eine Baustelle im Zeitraum des Mai* und Juni zu gestatten, es sind einfach die Monate mit den wichtigsten Umsätzen und den meisten* Feiertagen.  Wer sich den neuen „Bauzeitkalender der STRABAG“ ansieht, kann erkennen, wie viele Tage (auch Fenstertage) anfallen, wo erst gar nicht gearbeitet wird.
Kann sich die Baufirma keine schnellere Arbeit  in Waidhofen leisten? 
Ein Blick in die Bilanzen kann das nicht betätigen:  http://news.orf.at/#/stories/2435873/

Wer jetzt noch nicht erkennt, welche überbordenden Folgeprobleme die völlig untaugliche Pflasterung auf Dauer mit sich bringt, soll sich darüber Gedanken machen, wie das nun alles immer so weiter gehen soll.

Die nächsten Probleme mit dem 99 Jahre haltbaren Pflaster stehen längst an:

Zurück zum Internet der Zukunft:

Warum tut sich NÖ. so schwer, zukunftsbezogen auf die modernste Technik zu setzen. Die Bundesregierung hat sich nunmehr für 5G entschlossen und z.B. Tirol zeigt vor, wie das in Innsbruck bereits erfolgreich vorgelebt wird:
https://www.youtube.com/watch?v=t3RynczG6Zs

Mike Lin ist einer der fundiertesten Wissenschaftler  der Welt. Der aus San Franzisko kommende Vordenker modernster Techniken wurde zu einem Vortrag nach Wien eingeladen. Thema – Telekommunikation völlig kabelfrei. China zahlt für dieses Projekt in Afrika Milliarden. Mike Lin hat erkannt, daß man in Afrikas entlegenen Gebieten keine Kabel verlegen kann, das ist zu teuer und auch sind die am nächsten Tag „gestohlen“. So werden die Internetanschlüsse mit Solarpanelen gespeist (in Afrika besonders leicht möglich) und die Signale kommen per Funk von „oben“.
Mike Lin und  Karl Piaty sen. hatten sich zu einem persönlichen  Gedankenaustausch über die Zukunft der Digitalisierung und der elektrischen Speichertechnik Zeit genommen. Denn Karl Piaty hatte  schon 2008 in Kenia (Westafrika) diese zukünftigen Pläne kennengelernt.
Mike Lin und Karl Piaty

…. das Zusammentreffen war 2016 – heute öffnet  auch Österreich die  Türe für die  Hypertechnik 5G – hier sollte es also rasch einen Schulterschluß aller Politiker geben.

Hier die parteipolitischen Fakten zu 5G:
https://piaty.blog/2018/04/19/die-zukunft-ist-mobil/

Hier die Meinung der Bundesregierung zu 5G:
https://piaty.blog/2018/04/25/5g-ist-auf-schiene/