Vor 23 Jahren gewarnt

1995 entstand dieser Film, der die damalige Entwicklung der Stadt Waidhofen / Ybbs aufzeigte. Die Errichtung des Hofermarktes (auf der damals grünen Blumenwiese) war der Beginn der politischen Fehlentscheidungen – denn heute ist auch Hofer von diesem Standort längst wieder weg.

 

 

Kurz darauf folgte die Eröffnung Eurospar, die fast gleichzeitige Einführung einer sündteuren Parkgebühr in der Innenstadt mit hohen Strafen (200.- Schilling Horrorstrafen auch bei nur einigen Minuten Überziehung der Parkzeit)

Die damals jungen Unternehmer Engelbert Filipitz, Ing. Franz Rigler un Fleischer Pöchhacker kauften der Gemeinde auf eigene Kosten einen Computer samt Programm, um den Parkstrafen wenigstens die „schärfsten Zähne“ zu ziehen.

Aber der Bürgemeister lehnte dieses gutgemeinte Geschenk ab, die Situation mit dem Parken in der Innenstadt ist bis heute eine regelrechte  „Kundenverärgerung“.

2018: An Samstagen von 8 – 9 Uhr in der fast  leeren Stadt eine Gebühr zu verlangen und Strafen zu verteilen – das  ist reine „Schikane“ – eigentlich bereits Willkür.
Und das Stadtmarketing schweigt dazu.

Ein kurzes  aktuelles Video zum Nachdenken:
https://www.youtube.com/watch?v=-ZTLWIXJPtY&feature=youtu.be

Zurück zu 1995: Dieser damals „vorsätzliche Todesmix der Politik gegen die Innenstadtgeschäfte“ machten in kurzer Zeit aus Waidhofen eine „Geisterstadt“. Die Leerstände vergrößerten sich schlagartig – alles nur durch krasse Fehlentscheidungen der Politik ausgelöst. Die Umwidmung von Grünland auf „Sondergebiet Einkaufszentrum“ (wie im Falle Hofer) wäre heute längst nicht mehr möglich, auch damals gab es bereits schwere Bedenken des Landes N.Ö.

Die damalige Waidhofner Torismusmanagerin wollte Christian Klotz, Europas besten Städteberater nach Waidhofen holen. 900 europäische Städte hat der Stadterneuerungsspezialist aus Bad Reichenhall schon beraten und betreut.

Aber die Waidhofner Politik scheute  eine Konfrontation mit ihm. Denn Klotz war dafür bekannt, die „Wahrheit“ schonungslos den Politikern an den Kopf zu werfen.   So gab es lediglich einen allgemeinen Vortrag von Christian Klotz. Aber der passte auf Waidhofen so gut, daß daraufhin dieses Video entstand.

Die Filmqualität des Videos ist nach 23 Jahren schon etwas schlecht, aber der Ton passt heute noch zu 100 %.

Die Ratschläge, welche damals Klotz über „Pflasterungen in den Innenstädten“, über die „viel zu hohen Parkgebühren“   bis hin zur „Größe von Fußgängerzonen“ gab, sind heute aktueller denn je.

Aber  während in St. Pölten die „Kleinsteinpflaster“ jetzt entfernt werden, baut sie die Waidhofner „Bürgermeisterpartei“ wieder ein.
https://www.meinbezirk.at/st-poelten/lokales/st-poelten-heisses-pflaster-fuer-high-heels-d2776253.html

Die Bürgermeisternamen  haben sich geändert, nach Vetter, Sobotka und Mair versucht nun Krammer zu retten,  was noch zu retten ist. Nach der völlig verunglückten Fahrbahnpflasterung durch Bürgermeister Mair (geschäftsstörende Sanierungen an der Tagesordnung) macht er aber jetzt leider gerade das, wovon der bekannteste europäische Städteberater schon 1995 warnte – eine Pflasterung mit Kleinsteinpflaster im Gehbereich (Fußgängerzone Hoher Markt)

Es ist daher verständlich, daß diese Vogangsweise nun den politischen Mitbewerbern ein leichtes Spiel erlauben:

Üblicherweise nennt man das einen „aufgelegten Elfer“!

Die FPÖ hat diesen „politischen Schwachpunkt der WVP“ als 1. erkannt.

FPÖ Kurier Pflaster

Und es ist zu erwarten, daß auch die Liste FUFU (Baustadtrat Martin Dowalil bezüglich Bauausführung und terminliche Baufolgeänderungen) die UWG (Kontrollausschußobmann Michael Elsner – Kosten-Änderung bei der Steinbestellung sowie  Budgetumschichtungen)  die Grünen (Fraktionsobmann Plankenbichler – Behindertengerechtigkeit) und die SPÖ (Verkehrsstadtrat Leonhartsberger – Nichteinhaltung der Bürgermeisterversprechen im Gemeinderat bezüglich Mittelstreifen) dazu noch auf der politischen Bühne erscheinen werden.

Denn nicht vegessen: Alle Oppositionsparteien haben das „Stöckelpflaster“ klar abgelehnt, die Begründugen wurden im Gemeinderat sehr lange diskutiert:
Ausschnitt: Behindertengerechter Streifen in der Mitte:

Text zum Video: Bevor es am 16. Juli 2018 im Gemeinderat von Waidhofen / Ybbs zu dem Beschluß kam, die Fußgängerzone Hoher Markt mit einem Kleinsteinpflaster auszuführen, gab es eine sehr sachliche Diskussion bezüglich der Barierrefreiheit. Während der Architekt diesbezüglich vorerst keine Pläne vorlegte, überzeugte ihn Bürgermeister Mag. Werner Krammer dann doch, bezüglich Barrierefreiheit einen entsprechenden „Streifen“ mit besser zu begehenden, geschnittenen Pflastersteinen vorzusehen. Da ein solcher Streifen entlang der Geschäftsfassaden wenig Sinn macht, sollte dieser in der Mitte angelegt werden. Denn ein behindertengerechter Gehweg, sollte, wenn er eine Höhenneigung hat, keinerlei Seitenneigung aufweisen. Da aber aus Gründen des Regenwasserlaufes am Hohen Markt das Pflaster zur Mitte hin abfallend sein muß, war sowieso nur ein Mittelstreifen als barrierefrei möglich. Aber der Architekt ließ den Streifen trotzdem entlang der Geschäftsfronten anlegen, also im Bereich „altes Rathaus“ mit Höhen- und Seitenneigung. Außerdem wírd damit auch die im Gemeinderat bereits angesprochene Verhinderung von Warenaushängungen in diesem Bereich nun zum politischen Diskussionspunkt.

So zeigt sich die Situation am 1. Tag der „Begehbarkeit“ – 10. August 2018
Barrierefreier Streifen rechts 10.8.2018

Aus diesen Gründen sollten auch die „zustimmenden“  Gemeinderäte der WVP sich so ihre Gedanken dazu machen. Wenn von den „Auführenden“ etwas ganz Anderes gemacht wird, als was im Gemeinderat besprochen und versprochen wurde, so ist das ein Grund zur demokratischen Besorgnis. Denn so leichtsinnig das Vertrauen der Wähler zu verspielen kann auch nicht im Sinne des eigenen Bürgermeisters sein.

Weitere  Dokumentationen sind zur Sache „Pflasterung“ vorhanden:

https://piaty.blog/2018/08/03/was-wussten-die-anrainer/