Seit 2012 !!!! (letztes Wahljahr zum Gemeinderat für Bürgermeister Mair) wurde versucht, das bereits damals schäbig gewordene Bankerl beim sogenannten „Plattenspielerbrunnen“ am Unteren Parkplatz ersetzten zu lassen. Als 2018 der Zustand nicht nur häßlich sondern auch schon „gefährlich“ wurde, hat sich der Verein Kubus über Anregung von Frau Dörr entschlossen, das Bankerl öffentlich zur Diskussion zu stellen:
https://piaty.blog/2018/08/13/wahlversprechen/

Einige Wochen später hat sich die Stadtgemeinde endlich des Themas angenommen. Aber anstatt das geforderte bequeme Parkbankerl mit Lehne und Aufstehhilfe (Seitenarmlehnen) aufzustellen hat man nur die „unbequeme Designerbank“ saniert.  Saniert wohl nur auf den 1. Blick, denn wer näher herangeht wird rasch etwas anderes belehrt. Einem  Holzbankerl, daß auch im Regen ohne Schutz aufgestellt wird, kann so eine Sanierung eigentlich nicht zugemutet werden, da gibt es rasch neue Schieferstellen und auch Aufplatzungen, die ersten sieht man schon recht deutlich.

Also hat sich die Stadtverwaltung damit nun freiwillig dazu entschlossen, das Bankerl „zum politischen“ Diskussionsobjekt zu machen. Und nicht genug damit, das gesamte Umfeld sollte nun „politisch“ beleuchtet werden.

Die Fragen für unsere 40 Gemeindevertreter sollten lauten:
Welchen Sinn hat dieser Brunnen und das Bankerl  in „unserem Stadtbild“.
Welche Kosten für den Betrieb fallen an, welche Gebühreneinnahmen werden unnötigerweise verringert ?

Der Brunnen zum Trinken praktisch ungeeignet (außer für Tauben), das Bankerl unbequem und unpassend – aber sie nehmen rund 3 Parkplätze weg.  Kosten für entgangene Einnahmen durch Gebührenpflicht durchaus errechenbar. Dazu die Reinigungskosten und vor allen Dingen die Belastung für die Kläranlage, denn da wird reines Quellwasser direkt in den Schmutzwasserkanal eingeleitet. Und „reines Wasser“  welches unnötigerweise eingebracht wird, ist nun einmal schädlich für jede  Kläranlage.

40 Gemeinderäte hat die Stadt. Wird sich einer finden, der sich für eine hübsche, dabei aber auch bequeme Bankerlszene in Waidhofen stark macht ?
Hier alle Entscheidungsträger aufgelistet: https://waidhofen.at/gemeinderat-1

Wie andere alte Städte das lösen, und für Besucher echte und bequeme Ruheplätze anlegen zeigt dieses Bild aus der historischen Stadt Chester – Wales (GB) vom 17. September 2018.
DSC00411 (2)

Für Interessierte zum Bodenbelag:
Diese von Menschen überquellende, englische Fußgängerzone in der historischen Altstadt von Chester wurde mit jenen Betonverbundsteinen gepflastert, welche nun am Hohen Markt in Waidhofen / Ybbs herausgerissen wurden.

Denn Fußgängerzonen werden nur angenommen, wenn sie bequem begehbar sind – das erreicht man mit „geschlagenen Granitwürfeln“ – wie sie nun teilweise in Waidhofen / Ybbs verlegt wurden, leider nicht.

Chester Fuzo