AKKUZUG auf Schiene

2010 ging Zuckerbäcker Karl Piaty zum 1. mal mit der Idee eines mit Batterie betriebenen Zuges für die Waidhofner Citybahn in die Öffentlichkeit.
ETA 1 Akkutriebwagen für Ybbstalbahn

Daraufhin gab es eine umfangreiche Aufarbeitung des Themas:
AKKU-Citybahn-Konzept

Landeshauptmann Dr. Pröll fand bereits 2014 die Piaty-Idee gut, und beauftragte den damaligen NÖ. Verkehrslandesrat Mag. Wilfing mit der „wohlwollenden“ Prüfung eines solchen Projektes.
Diesen Brief sandte LH Pröll Ende 2014 an Karl Piaty:
LH Pröll Antwort auf ETA 1 — 9. Dezember 2014

Im März 2015 wurden auf Initiative von Renate Wachauer und Karl Piaty weitreichende Studien für einen Umbau erarbeitet und es konnte davon ausgegangen  werden, recht bald den europaweit ersten CO2 freien Triebwagen ohne Oberleitung aus NÖ. vorstellen zu können.

In diesem Brief informierte Karl Piaty den Landeshauptmann über den „Stand der Dinge“  Pröll ETA 1 29.3.2015

Siemens und Bombardier luden Piaty und Wachauer  in ihre Zentralen ein, hörten sich die Ideen an und bestätigten schriftlich die technische Machbarkeit eines solchen zukunftsweisenden Projektes.

Siemens über AKKU Idee

Bombardier – Brief an Karl Piaty 8.7.2015

Die O.Ö.N.  berichteten dazu:
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/Die-erste-Batterie-Schmalspurbahn-soll-als-Citybahn-durch-Waidhofen-pendeln;art68,1534390

Aber das Projekt (kostenlos ausgearbeitet von einer Spezialfirma aus Österreich) kam in NÖ. nicht zustande, da Verkehrs-Landesrat Wilfing (heute NÖ. Landtagspräsident) den Auftrag von LH Pröll nicht positiv umsetzte und nach rund einem Jahr !!!!  das Projekt für NÖ.  nicht befürwortete.

Am Beispiel des Ybbsitzer Bürgermeisters Hofmarcher kann die Ablehnung von modernster Technik für das Ybbstal am Besten nachvollzogen werden – Er bezeichnete die Idee einer Akkubahn öffentlich als „Wunsch an das Christkind“ – abwertender kann man die zukünftige Entwicklung einer Gemeinde nicht darstellen.

Und er war nicht alleine, alle Bürgermeister des Ybbstales gaben der Ybbstalbahn den „Todesstoß“ – verschliefen damit die möglichen modernen Verkehrs-Entwicklungen der Region. Denn jede weitere Erhöhung des Verkehrsaufkommen durch die Stadt Waidhofen auf der Straße wird dieses Nadelöhr im Bereich der Spitalkirche zur „Stauzone“ werden lassen. Dann können sich die Ybbsitzer und Ybbstaler Bürger bei ihren damaligen Bürgermeistern bedanken.

Obwohl es Lösungsmöglichkeiten gegeben hätte:
Zukunft der Citybahn – 2019 Zu(g)kunft denken

Inzwischen gibt es einen neuen Verkehrslandesrat (Herrn Mag. Schleritzko) und eine neue NÖVOG Geschäftsführerin (Frau Mag. Komarek)
… und alle ybbstalbahnzerstörenden Bürgermeister sind innerhalb kürzester Zeit „zurückgetreten“ – also ist die Zeit jetzt reif für „CO2 frei“.

Dies war der grundsätzliche Vorschlag von Karl Piaty (letzte Fassungen):
Zukunft CO2 frei am Beispiel Waidhofen an der Ybbs 13.4.2019

Speichern und fahren – 13. April 2019

Jetzt aber ist es soweit – Siemens und die ÖBB bewiesen nun auch in der Praxis,  daß Umbauten von bestehenden Triebwägen auf AKKU Antrieb gut möglich sind.

https://www.noen.at/erlauftal/bahnfahren-eco-jet-auf-probefahrt-im-erlauftal-purgstall-an-der-erlauf-bezirk-scheibbs-oebb-nachhaltigkeit-erlauftalbahn-155705155

Bei der NÖ. Ausfahrt dieses Akkuzuges am 24. August 2019 (Geburtstag von Karl Piaty) war auch der neue Landesrat Schleritzko samt ORF NÖ vor Ort, lobte das Projekt auch aus Gründen der Umweltpolitik. ORF Beitrag siehe unten. Und das Verkehrsministerium übergab an diesem Tag die Bewilligung, den Akkuzug nun mit mitfahrenden Gästen zu verwenden.

Schön, daß damit endlich auch die NÖ Politiker einen „AKKUZUG“ als positives Beispiel sehen – Spät aber doch – das läßt auch für die Citybahn hoffen.

Und es gibt ja schon positive Infos durch die neue Geschäftsführerin der NÖVOG, Frau Mag. Komarek. In den nächsten 8 Jahren soll auch die Citybahn auf CO2 frei umgestellt werden, dafür sollen neue Triebwagen mit CO2 freien Antrieb (auch ohne Oberleitung) gebaut  werden.

Rund 60 km kann mit dem derzeitigen „Siemens-ÖBB Akku“ gefahren werden. Für die Citybahn Waidhofen mit nur 5 km Länge wäre so ein Umbau (auf Grund der kleineren Schmalspur und kürzeren Strecke) durch die damit extrem verringerte Größe des Akku,  daher leicht möglich gewesen. Und es wäre weiter ein rascher Umbau eines 5090er möglich, als weltweit erster CO2 freier Schmalspurtriebwagen

Aber sind wir froh, daß nun wenigstens die ÖBB und Siemens diesen großen Schritt für die Zukunft der oberleitungsfreien Bahnstrecken rasch durchgezogen hat.

ORF:
https://noe.orf.at/stories/3009921/

NÖ News:
https://www.noe.news/der-prototyp-des-oebb-cityjet-eco-unterwegs-in-niederoesterreich/

Ein Blog vom Frühjahr 2019 zum Thema:
https://piaty.blog/2019/04/20/akku-zug-auf-schiene/