Politik Waidhofen

Tempo 30 – Radarstrafen

Tempo 30  hat in Waidhofen/Ybbs vielen Autofahrern schon eine Strafe eingebracht. Wer dazu zählt sollte sich diesen BLOG genauer ansehen.
Bürgermeister Krammer will den „Hohen Markt“ besser beleben,  im Mai 2019 wurde daher dort ein „Speakers Corner“ eingerichtet.
Einer der Sprecher war Peter Klaus, und er hat sich ein sehr unter die Fingernägel der Waidhofner brennendes Thema ausgewählt:

Hier sein Beitrag  – zum 30er in der Pocksteinerstraße:

Dabei spricht Peter Klaus von einer Strafe am Heiligen Abend, wo das Auto mit 45 km/h gefahren wurde. Diese Strafe scheint gerechtfertigt, denn 45 km/h sind in  einer 30 km/h Zone eben zuviel. Aber in Waidhofen / Ybbs wurde diese Geschwindigkeit als „unterste“ Strafgrenze im Gemeinderat vor der Abstimmung zum Ankauf von den Geschwindigkeitsmeßstellen vorgegeben.
Der  Bürgermeister (in einer Statutarstadt auch Bezirkshauptmann)  hat dies unaufgefordert bestätigt. „Wer net mehr als 45 km/h am Tacho hat, der wird nicht g`straft“ – so diese Aussage vor den beschließeneden Gemeinderäten. Er argumentierte seine Aussage anhand der „Toleranzgrenzen“ (siehe Video unten)

Die türkis/blaue Koalition hat in Ihrem Koalitionsabkommen eine Änderung der Toleranzgrenzen vorgesehen, aber das Coronavirus hat auch dieses Gesetz vorerst verhindert:
HEUTE Bericht: 12. Februar 2020:
Heute 12. Februar 2020

So wurde beim Ankauf der „automatischen Meßboxen“ der Gemeinderat darüber informiert  –  dieser kurze Ausschnitt aus der Videoübertragung des Magistrates (öffentlich einsehbar) soll das klar zeigen. Der Bürgermeister hat hier die rechtliche Lage mit den vorgegebenen Toleranzgrenzen in Waidhofen dabei gut und ehrlich erkärt:

Um sich eine rechtliche Meinung bilden zu können, sollte dieser „alte“ Bericht gut Auskunft geben können:
https://piaty.blog/2018/04/03/verkehrssicherheit/

Allerdings ist nun nicht mehr Herbert Kickl (FPÖ) zuständig sondern Karl Nehammer (ÖVP) – denn für die „Angemessenheit einer Tempobeschränkung und deren Abstrafung“ “ ist ein komplizierter Zuständigkeitsmechanismus bis ins Innenministerium möglich.

Sehr gut hat auch der Waidhofner Stadtdichter die Situation dargestellt:
Sein Gedicht wurde als Erstlingswerk der „sprachlichen Computerumsetzung“ verwendet, hier das „Ergebnis“

Der Text des so passenden Gedichtes.

So schön ist die Pocksteinerstraße,
nostalgische Allee!
Nur, fährst du mit dem Auto dort,
heißt‘s oft und oft „Ohje“!

Ein „Dreißiger“ ist einzuhalten,
ganz ohne jede Gnad‘,
und Strafbescheide massenhaft
gibt es vom Magistrat!

Es lauert da kein Polizist,
kein Mensch in Uniform,
ein Kastl, grau, aus schlichtem Blech,
wurmt Lenker dort enorm!

Ein Radar ist‘s ,das unerbittlich
den braven Bürger stresst,
…kein Wunder, wenn in finst‘rer Nacht
ein Blitz die Nerven „flasht“!

Am ärmsten sind die Fremden dran,
die nicht die Falle kennen,
verfehlen sie das Tunneltor,
hilft ihnen nur mehr „Brennen“!

Dem Bürgermeister ist es recht,
gibt‘s doch ein Körbelgeld!
Des einen Freud, des andern Leid,
bunt ist Waidhofens Welt!

So lieb, wie man zum Radler ist,
in uns‘rer kleinen Stadt,
so grauslich wird man abgezockt,
wenn man ein Auto hat!

P.S.:
Die G‘schicht erinnert an die Schweiz,
(….man grüßt den Gesslerhut),
der Bürger zahlt und hält den Mund,
und unterdrückt die Wut

Und der Stadtdichter hat auch schon 2018
das Thema „Abzoke“ auf „seinem Radar“

Es kommt zwar nur recht selten vor,
doch ist es schon passiert,
dass auch ein smarter Bürgermeister
die Nerven mal verliert!

Und wenn er dann ganz ratlos ist,
weil‘s immer Nörgler gibt,
bestellt er ein paar Radarkästen,
die jeder von uns liebt!

In der „Allee“ da steht nun einer
und einer auf der Zell…
… du bremst dich dort beim Fahren ein,
dann fährtst du wieder schnell ….

…. und freust dich, dass meist fremde Leut‘
in Werners Falle geh‘n!
Ein Brief mit Grüßen aus Waidhofen
macht jede Reise schön!

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