Kubus Kulturkreis Freisingerberg Waidhofen

Turm – Beschriftungen

Im August 2020 keimt wieder einmal eine Diskussion über einige alte „Zeichen“ der Stadt Waidhofen / Ybbs empor. Der gekrönte Mohr aus dem Stadtwappen hat zwar keine endschlüssige Erklärung (rund  25  universitäre Abhandlungen dazu hat einst Archivar Friedsrich Richter gezählt) aber dieser gekrönte Mohr  hat schon seine geschichtliche Berechtigung um im Stadtwappen aufzuscheinen.

Anhand der Krone wird seine hohe Wertschätzung  bestätigt, und auch Papst Benedikt hat den „Freisinger Mohr“  in seinen beiden offiziellen Wappen.

Marke

Und die Geschichte mit dem gekrönten Mohren im Wappen war auch 2008 ein Thema zwischen Vatikan und Waidhofen / Ybbs.
Das hatte auch mit den „roten Schuhen“ von Benedikt XVI. zu tun:
Kittel Piaty
Hier die ganze Geschichte dazu:
Die Entstehung des Otto von Freising Apfelkuchen

Und auch bei seinem Besuch in Österreich erzählte der Papst sehr ausführlich die Gründergeschichte von Heiligenkreuz mit Otto von Freising:
Ausschnitt Festschrift 2008 - Freising (2)
Wenn man dem Waidhofner Zweitwohnsitzer, den der gekrönte Mohr im Stadtwappen nun zu Kritik anspornt, all diese Verbindungen und Erklärungen näherbringt, so könnte es sein, daß er sogar stolz auf die so lange Geschichte seiner „2. Heimat“ ist.

Hier der Artikel der NÖN, welcher das Thema aktualisiert hat:
NÖN 5.7.2020 Stadtwappen und Stadtturm

Etwas problematischer ist da schon die Geschichte mit der Aufschrift am Stadturm. Hier gibt es sehr widersprüchliche Erzählungen, wie das damals in Kreilhof wirklich war. Jedenfalls wurde der Turm nicht zum Gedenken erbaut, sondern nur „aufgestockt“in diesem Detail  stimmt die Aufschrift sicher nicht.

Daher gab es schon 2007  einen Vorschlag des Vereines „Kubus, nein danke“ – wie man dieses Problem lösen könnte, durch einen „Turm- und Textwechsel“ – das sollte allgemein Gefallen finden – auch wenn das nur „euelenspieglerisch“ gemeint ist:
schlossturm (2)

Denn tatsächlich wurde die versprochene „Bürgerbefragung“ nie durchgeführt, die Demokratie am Beispiel Kubus vorsätzlich mißachtet.
O.Ö.N. Kubus Befragung 2006 Mair
Wie sahen die elektronischen Medien die Vorkommnisse ?
Einige Ausschnitte aus 3 SAT und ORF:

Dazu hier die „ganze Geschichte“:
Kubus als Mahnmal

Der heutige Vorstand des Vereines „Kubus, nein danke“ verlangt diese Bürgerbefragung nun nicht mehr. Den Kubus wird das gleiche Schicksal wie dem ersten Ybbsteg  und dem Innenstadtpflasters treffen, das ist inzwischen sicher geworden. Dieser „aufgepropfte und nur verglaste Stahlquader“ (fälschlicherweise Kubus genannt) hat kein langes Leben zu erwarten, der „Zahn der Zeit“ setzt ihm bereits jetzt arg zu.

Was der „Zweitwohnsitzer“  vielleicht aber nicht weiß, ist der „historische Hintergrund“ der Innenstadtpflasterung: Darauf sollten die Waidhofner weniger stolz sein, aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte:
https://piaty.blog/2020/06/25/das-millionen-grab/

Zum Abschluß eine Einladung:
Der Verein Kubus, nein danke lädt den namentlich nicht bekannten Zweitwohnsitzer zu einem „Gedankenaustausch“ in die Ybbstaler Bergbauernstube von 1614 ein.

Hier saßen erst vor wenigen Tagen, im Juli 2020,
der ehemalige Bürgermeister und ein Bischof von Freising:
Freisinger Besuch Juli 2020

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