Nach dem bekannten Kinderspiel „Bäumchen wechsle Dich“ spielt man nun in der FUZU „Bankerl wechselt Euch“.
Am 29. September 2020 erreichte ein „Hilfeschrei“ aus der Fußgängerzone den Kulturkreis Freisingerberg. Es wurden die letzen bequemen Bankerl entfernt und dafür wiederum die unbeliebten, da unbequemen Designerbankerl aufgestellt. Wie zu erfahren war, wurde schon am Vortag auch von direkten Anrainern entsprechender Protest eingelegt.

Was meint da eigentlich der Stadtdichter Fred Eichleter dazu?

So geht‘s auch nicht, meine Herrn!
Uns‘re Zeit ist zwar modern
und man liebt, ob‘s allen passt(?)
das Abstrakte, den Kontrast
zwischen alt und zwischen jung!
Aber die Begeisterung
hält sich hier in engen Grenzen!
Außerdem gibt‘s zu ergänzen,
dass man schon darüber klagt,
weil Bewohner nicht gefragt!

Nehmt das Beispiel „Hoher Markt“!
Mancher steht vorm Herzinfarkt,
denn die teure Etablierung
dieser „tollen“ Neumöblierung
ist doch wirklich allerhand
und für d‘Altstadt eine Schand‘!

Wer entscheidet solche Sachen,
die Bestürzung nur entfachen,
denn Gemütlichkeit und Flair
sind dort weg und gibt‘s nicht mehr!

Auch wenn Anrainer jetzt motzen!
Vor Touristen kann man protzen,
alte Stadt zeigt sich modern!
…Vielen Dank, ihr lieben Herrn!


Aber wie sollten sie eigentlich nach dem Plan des Architekten stehen?
Das blieb vorerst ungelöst, und so ergab sich vor dem Haus von Gudrun Hackl vorerst folgendes „Erscheinungsbild“:

Doch offensichtlich war das dann doch architektonisch nicht den „Wünschen entsprechend“ und eine Stunde später war dann dies zu sehen:

Und auch die Schattenspender beim Bierplatzl bekamen die „Sitzelemente“ ausgetauscht, da bleiben sogar die Kletterpflanzen eher weiter „im Keller“:

Nun ist für die Stadtverantwortlichen offensichtlich alles gelöst, nun kann die Fußgängerzone endlich das gewünschte und geplante Flair ausstrahlen. Wer jetzt nicht die Fußgängerzone belebt, ist selber schuld. Aber bitte nicht vergessen – das Geschäft hinter den neuen Bankerl sperrte am selben Tag zu, als das Bankerl aufgestellt wurde – nur ein Zufall, aber er sollte auch zum „Nachsdenklen“ anregen dürfen.

Warum wird in anderen Städten auf die Aufstellung solcher lehnenfreier Stadtmöbel ganz verzichtet? Das hat einen einfachen Grund. Solche „Möbel werden von „Radfahrern und Kindern“ gerne als „Überlauf-Gerät“ benutzt. So etwas gehört allerdings auf Skaterplätze, nicht in Fußgängerzonen.

Schülersport auf „Waidhofnerisch. „Aus dem Hartner-Gasserl heraus – auf die lehnenfreie Konstruktion drauf„, und schnell weiter ins „Stiegengasserl“
Fotos folgen, heute konnte es nur „beobachtet“ werden.

%d Bloggern gefällt das: