Mostviertel N.Ö.

Zuwenig Hostien

Die Pfarre Opponitz im Mostviertel hat einen neuen Pfarrer bekommen. Und so bewegt sich dort auch am Kirchensektor einiges.
Dabei ist diese Kirche an sich schon sehr besuchenswert.

Opponitzer Kirche am 11. Oktober 2020

Der stattliche neubarocke Langhausbau, an dem 1855 die kirchliche Weihe vorgenommen wurde, zeigt große Rundbogenfenster, im Westen einen Vorbau mit Hauptportal und darüber den schlanken Turm mit Spitzdach.

Der Innenraum ist ohne Pfeiler ausgestattet und das Gewölbe aus Tuffstein hergestellt. Die Bilder der großen Seitenaltäre stammen von Martin Johann Schmidt.  Erwähnenswert ist auch der spätbarocke Hochaltar sowie die spätbarocke Kanzel mit 4 farbig gefassten Evangelistenreliefs und Engeln mit den Attributen für Glaube, Liebe, Hoffnung. Kulturhistorisch bemerkenswert ist die wertvolle Glocke von 1507 mit verschiedenen Heiligendarstellungen sowie originelle Sitzplatzschilder ab 1854. 

Barockorgel der Pfarre Opponitz – Foto: Piaty sen.

Die Orgel ist im Jahre 1610 von einem Steyrer Orgelbaumeister erbaut worden und zählt heute zu den bauhistorisch und klangstilistisch bemerkenswerten, ältesten spielbaren Orgeln Niederösterreichs.

Sie ist eine Barockorgel und hat in den Manualen wie in den Pedalen gebrochene Oktaven. Ihr mechanisches Werk mit Schleifladen ist mit 2 Manualen und 18 klingenden Registern ausgestattet.
Kombiniert ist sie mit einer angekauften, einmanualigen 12-stimmigen Orgel aus Neuhofen/Ybbs (Ostarrichi), wo sie teilweise durch einen Brand beschädigt und im Jahre 1874 dazugebaut wurde. 

Zubau der Orgel – ehemals in Neuhofen gestanden

Während diese wunderbare Kircheneinrichtung ein Werk früherer Generationen ist, scheint sich der aktuelle Bezug zu den Meßfeiern mit der Neubestellung von Pfarrer Wurzer zu ändern. 12 Ministrantinnen und Ministranten bei einer einfachen Sonnntagsmesse ist doch sehr löblich zu erwähnen, zeigt das neu entstandene Interesse an der Feier in der Kirche.

Das kurze Piaty-Video zeigt diese beachtliche Schar:

Und selbst der Herr Pfarrer wurde bei der Messe von den vielen Gläubigen „überrascht“. Bestes Beispiel: Er hatte für die überraschedn vielen Kommuniongeher zuwenige Hostien vorbereitet. Doch ein richtiger Pfarrer hat da immer auch einen Ausweg parat. Während der Kommunionausgabe verließ er rasch das Kirchenhaus, die Orgel spielte weiter, und kurz danach war er wieder da und spendete nun allen Gläubigen die erwünschte Kommunion.
Und das er volksnah ist, das bewies er gleich danach mit seiner öffentlichen Erklärung dazu. Als er sah, daß soviele zusätzliche Gläubige gekommen waren und nicht für alle genügend Hostien im Kelch waren, lief er schnell zu seinem Auto, um welche zu holen.
So offen und ehrlich alles einzugestehen, das gefällt den Gläubigen.

Wie hier der ehemaligen Bahnhofsvorständin
des Ybbstalbahnbahnhofes Opponitz – Brigitte:

Die Kirchenbesucher kommen derzeit von weit her, um den neuen Pfarrer bei seiner „Arbeit“ zu sehen – kurz nach der Messe beim Kirchenwirt kurz eingekehrt, mußte er dann gleich ins Waldvietel fahren, denn auch dort sind seine Dienste noch immer sehr gefragt.

Näheres zu Pfarrer Wurzer:
https://piaty.blog/2020/09/13/neuer-priester/

Die Kirchenbesucher kommen derzeit von weit her, um den neuen Pfarrer bei seiner „Arbeit“ zu sehen – gleich nach der Messe mußte er ins Waldvietel fahren, denn auch dort sind seine Dienste noch immer sehr gefragt.

Es ist nicht Aufgabe des BLOG die Arbeit eines Priesters zu bewerten, aber es kann sich ja jeder das selbst ansehen und einmal zu einer hL. Messe nach Opponitz fahren – es gibt Sonntag und jetzt auch Mittwoch diese Gelegenheit.

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