Ende Oktober 2020 ereilte auch dem Fest der Heiligen und der Toten das „Coronaschicksal“. Bleiben sie zu Hause – empfahl die Bundesregierung und auch die Diözese den Gläubigen.

Aber Allerheiligen ohne tröstende Worte des Herrn Pfarrer, ohne Friedhofbesuch ohne Gedenken an die Verstorbenen der Familien?

Der „Kulturkreis Freisingerberg“ hatte die Möglichkeit, innerhalb weniger Stunden per Internet dazu eine „digitale“ Lösung anzubieten. Ein Gang durch den Friedhof und tröstende Worte des Waidhofner Stadt-Pfarres Herbert Döller sollten also auch heuer nicht fehlen. Und auch Friedhofswart Franz Sommer war innerhalb kürzester Zeit vor Ort um die Totenglocke zu läuten und einiges Wissenswertes zum Waidhofner Friedhof zu berichten.

Hier das Video mit den tröstenden Worten von Stadtpfarrer Herbert Döller:

Stadtpfarrer Herbert Döller hat zum Friedhof noch genaueres berichtet:
In Waidhofen an der Ybbs war der erste Friedhof rund um die Stadtpfarrkirche angelegt und stand einige Jahrhunderte in Benützung. Durch das sich stetig vergrößernde Gemeinwesen erwies sich der Friedhof mit der Zeit zu klein, sodass auf dem Gelände des Schillerparks ein neuer Friedhof außerhalb der Stadtmauer angelegt wurde, den der damalige Stadtrichter Hans Prechtl 1542 mit einer Mauer umgeben ließ.
1670 war der Friedhof wieder zuklein und Stadtpfarrer J. B. Pocksteiner ging im Einvernehmen mit der Stadt daran, den Gottesacker zu erweitern und ließ eine Michaelskapelle erbauen. 1885 fasste man den Beschluss zur Errichtung des heutigen Friedhofs, der am 1. Jänner 1888 eröffnet wurde. Der alte Friedhof wurde gesperrt, etliche Jahre liegengelassen und dann in den Schillerpark umgestaltet.
Am 1. November 1903 nachmittags bewegte sich ein Zug von etwa 1000 Menschen von der Stadtpfarrkirche hinaus zum Friedhof, wo Stadtpfarrer Ehrenkanonikus Ignaz Schindl die Kapelle einweihte, unter der sich die Grablege der Stadtpfarrer befindet.
Das neugotische Gotteshaus wurde von einem Friedhofkapellen-Bau-Verein zu Ehren des gekreuzigten Heilands errichtet. Eine Kreuzigungsgruppe von Andreas Crepaz (Linz) bildet den Altar. Die Glocke im Turm, 1950 von Pfundner gegossen, trägt bei jedem Begräbnis die Botschaft hinaus, die auf ihrem Mantel steht: „Selig die im Herrn sterben, sie werden auferstehen.“

Das Waidhofner Wetterhäuschen von 1899 hat einen Barometer eingebaut, der Sachkundigen sehr genau die zu erwartende Wettersituation voraussagt. Und für den 28. Oktober 2020 konnte da laue Temperatur, tiefblauer Himmel und wenig Wind vorausberechnet werden.

Deshalb waren der Herr Pfarrer, der Friedhofswärter und eben das Wetter bereit vor der Kamera des Kulturkreises Freisingerberg (Karl Piaty sen.) aufzutreten.

Rund 1 Stunde dauerten die Aufnahmen, 2 Stunden „der Schnitt“ und noch am selben Tag konnte die Welt via WWW. daher alles miterleben.
Corona wird die Menschen noch erfinderischer machen müssen, auch der Kulturkreis Freisingerberg hat da noch viel vor.

Hier der „Friedhofsrundgang“ zum Gedenken an all unsere Freunde die dort ihre letzte Ruhestätte gefunden haben RIP.


Dieses Video zeigt, wie diese Kappelle bei Aufbahrungen aussieht – dieses Beispiel zeigt die Aufbahrung von Fritz Hölblinger im August 2020.

Auch Stadtdichter Fred Eichleter hat dazu einen Beitrag verfasst:
https://piaty.blog/2020/10/22/allerheiligen-2020/

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