Ein besonders langes Gedicht hat Stadtdichter Fred Eichleter zum 110. Namenstag von Karl Piaty sen.sen. (geb. 1910) geschrieben.
Und erstmals gab es dazu eine Dichterlesung:
https://piaty.blog/2020/11/03/110-namenstag/

Dem Karl sein Vati
war auch ein Piaty
und zwar war grad er
ein besonderer Herr!

Ging er groß und gerad
durch unsere Stadt
weht ein Hauch Nostalgie
durch die Stadtszenerie!

Er war weit im Land
als Sammler bekannt,
sein Eis machte froh,
sein Brot sowieso!

Seine Fotos sind heut‘
Dokumente der Zeit
und er zeigte uns klar
in den Filmen was war!

Die alte Bauernstub‘ ist,
gerettet vom Mist
grad recht mit viel Glück!
….Ein besonderes Stück!

Sie gibt so viel preis,..
..von Tränen und Schweiß
von Lachen und Leid,
von Kummer und Freud‘.

Fast hört man den Knecht,
spürt eiskalte Nächt‘,
den Wind um das Haus
und das Nagen der Maus!

Fühlt ein Leben so karg.,
hört das Beten am Sarg,
ahnt das Feuer, so rot,
schmeckt gebackenes Brot!

In der Wiag’ n in der Stub‘
weint ein rotziger Bub
und die Großmuatta bet‘,
daß er g‘sund werden tät,
weil des wär‘ doch der Zweck
von dem Herrgott im Eck!

Jahrzehnte vergingen, Jahrhunderte kamen,
vergessen sind Menschen samt ihren Namen,
nur die Stube in ihrer einfachen Pracht
haben Piatys für die Nachwelt bewacht!

Und auch an so mancherlei Gegenständen
gebraucht und geschliffen von nervigen Händen,
die wir in der Bauernsammlung seh‘n
läßt sich der Alltag am Lande versteh‘n!

Zur Eröffnung ein Bischof, es kam auch Herr Figl,
und Waidhofen erfuhr es mit Brief und mit Siegel,
dass Piaty einst durch sein Sammeln und Streben
uns Einblick gewährt in verschwundenes Leben!

Heut‘ hätte der Held seinen Namenstag!
Ein Tag, den man jedes Jahr feiern mag,
im Gedenken an einen,der schon damals wußte,
dass Altes und Schönes bewahrt werden mußte!

Ich selber bin stolz, hab‘ ihn noch gekannt!
Aber kaum einer hatte es damals geahnt,
welche Schätze er einst für unsere Stadt
über die Zeiten gerettet hat!

Und so soll es bleiben, denn die Enkel, der Sohn,
kümmern sich lange Jahre schon,
um all‘ die Dinge , die Herr Piaty einst holte
und daß alles so bleibt, wie der Opa es wollte!

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