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Neue „Krautbergtreppe“

45 Stufen hat die neueste „Bau-Errungenschaft“ in Waidhofen / Ybbs.

Das „architektenfreundliche Klima“ in der Stadt Waidhofen / Ybbs treibt diesen Berufsstand zu immer weiteren Höchstleistungen im Bereich des „vorbildlichen Bauens“ an. War es der 1. Steg oder die Pflasterung der Innenstadt – schnell waren die Jurys der Branche mit hohen Auszeichnungen zur Stelle. Denn wenn der Steuerzahler über „halbstaatliche Infrastrukturunternehmen“ mit hohen Summen dafür aufkommt, kann „gerne aus dem Vollen“ geschöpft werden. War es beim „Kubus“ die EVN, so ist bei den neuen Glasaufbauten in der Krautberggasse die ÖBB, welche hier für die Finanzierung verantwortlich zeichnet. Wieviel für die Verlegung der Wasserversorgung, des Kanales und der Beleuchtung von den Waidhofnern „draufgelegt“ werden muß, werden die Bürgerinnen und Bürger sicher genau erfahren – denn transparent sollten ja nicht nur die so engen, und daher „glasverbauten Stiegenhäuser“ sein.

Die Vorgabe war, den alten Bahnübergang von der Krautberggasse Richtung Krautbergkreuz neu zu gestalten. Bürgerfreundlich und bequem natürlich.

So sah dieser gesicherte Bahnübergang einst aus – (Foto NÖN)
… ob es hier schon einmal einen Unfall gab, sollte nachgeforscht werden.

Jedenfalls dürfte es jetzt, da dies eine öffentliche Bahnunterführung für Fußgänger ist und daher entsprechende Ausführungsvorschriften gelten, hier eine Sonderberwilligung gegeben haben. Denn es führt der Weg unter der Bahnstrecke über insgesamt 45 doch sehr steil angelegte Stufen.
Der vom Gemeinderat beschlossene Lift wurde nicht errichtet.

Vom Lift berichtete die NÖN bereits im Oktober 2018, als der Gemeinderat diesen beschloss: https://www.noen.at/ybbstal/waidhofen-ybbs-eisenbahnkreuzungen-werden-aufgelassen-oebb-119875166

Das optische Aussehen erinnert auch ein wenig an den „Kubus am Schloßturm“, zumindest wurde auch hier nicht mit Glas gespart.

Ein kurzes Video zeigt den Baufortschritt am 7. November 2020

Was vorher geschah zeigt dieser BLOG:
https://piaty.blog/2020/04/15/bahnkreuzung-krautberg/

Die Bilder (teils von Anrainern dem Kulturkreis Freisingerberg zur Verfügung gestellt) zeigen sehr anschaulich, daß von Seiten der Bauarbeiter hier schwerste und gefährlichste Arbeiten ausgeführt wurden. Eine stattgefundene Hangrutschung war nicht ungefährlich, mußte sogar mit einem großen, nun unterirdisch liegenden Steinwurf abgefangen werden.

In Frage steht lediglich, wer die Idee zu diesem „Stufenmonster“ hatte und was das gekostet hat. Denn um dieses Geld hätte man wahrscheinlich auch den „Erich Abfalter -Lift“ beim „Halbmond“ bekommen.

Und was meint Stadtdichter Fred Eichleter dazu?

Trari, trara ,wir haben‘s ja!
Denn ,wenn wir es nicht hätten,
dann müßte der Gemeinderat
nicht ständig in der ganzen Stadt,
die Architekten „retten“!

Trari, trara, wir haben‘s ja!
Da hilft uns nur das Bauen,
wir können, ohne dass man muß,
das Steuergeld im Überfluß
aus unsern Fenstern „hauen“!

Trari, trara, wir haben‘s ja!
Wir können drauf vertrauen,
dass wir, wenn wir so weiter tun,
( mög‘ das Gewissen leise ruh‘n ),
uns das Budget versauen!

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