Fred Eichleter Spitze Feder

Stadtdichter # 34

Wieder hat Stadtdichter Fred Eichleter
besonders aktuell seinen Reim zu Corona gesetzt:

Ist es der dichte, graue Nebel
der unser Herz in Watte packt?
Man könnte durch Waidhofen wandern
um zwei Uhr Mittag splitternackt!

Auf hundert Meter zwei Gestalten
und dann noch Masken vorm Gesicht!
Sie schleichen übern Ober‘n Stadtplatz
und seufzen im difusen Licht!

Es sind beileibe keine Kunden!
Geschäftsleut‘ sind es, die da geh‘n,
sie schauen,ob sie wo im Nebel
vielleicht noch einen Kunden seh‘n!

Und Wirte streiten mit den Gästen
wer wohl von ihnen ärmer wär‘,
der Gast, der ausgesperrt und einsam,
oder der Wirt ohne Salär?

Die Jahreszeit der dunklen Tage
schlägt nun erbarmungslos die Stadt,
die schon mit dem Coronavirus
genug am altem Buckel hat!

Waidhofen, eine Geister-City?
Stellt man sich so die Zukunft vor?
Die Stadt, die nie seit ihrer Gründung,
den Glauben an sich selbst verlor!

Wir kämpfen gegen dunkle Zeiten,
wenn‘s sein muß viele Stunden lang!
Wir wissen, diese grauen Tage
verschwinden wieder, Gottseidank!


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