Der Welttag des Schneemanns wird an einem Wintertag gefeiert, der leicht zu merken ist: dem 18. Jänner. Erstmals gefeiert wurde der Tag 2010.

Begonnen hat alles bei einem Konditor in Reutlingen, der aus Marzipan einen Schneemann formte. Dieser „süße Glücksbringer“ war der Beginn der größten Schneemannsammlung der Welt und der Anlaß für den „Welttag des Schneemann“ – siehe Video weiter unten.

Auch in der Konditorei Piaty hat der Schneemann aus Marzipan eine große Tradition zu Silvester. Hier ein paar „Sonderexemplare“ zum Tag des Schneemann, wo auch Frau Holle kräftig mitspielte

„Tag des Schneemann“ in der Konditorei Piaty in Waidhofen / Ybbs 18. Jänner 2021

Da muß natürlich auch der Kulturkreis Freisingerberg mit dabei sein.
Stadtdichter Fred Eichleter hat sich dazu gleich ein Gedicht ausgedacht:

Es schaukelt vom Himmel
ein Flockengewimmel
und Schneemänner werden nun endlich gemacht!
Ein Jauchzen und Toben
im Segen von oben,
Frau Holle hat doch noch den Winter gebracht!

Ein eifriges Rollen,
ein Staunen und Tollen,
drei Kugeln geschaffen aus eiskaltem Schnee,
die Mutter, der Vater,
der Hund und der Kater,
sie helfen gemeinsam mit einem Juchee!

Es trauern die Hasen!
Karotten als Nasen
sind meterhoch droben und lachen sie aus!
Die Augen aus Kohlen
funkeln verstohlen,
den Hut und den Besen vermisst man im Haus‘!

Dann fliegen die Bälle
und jeder Geselle
sucht sich geschäftig den Schnee für die Schlacht!
Die Alten, sie sagen,
in früheren Tagen
hat man im Winter das täglich gemacht!

Und natürlich ist der „Kulturkreis Freisingerberg“ Schneemann ein ganz besonderer. Die Regierung hat am Vortag des Tag des Schneemann den Abstand wegen Corona von 1 Meter auf 2 Meter vorgegeben – und das zeigt der Kulturkreis Freisingerberg Schneemann natürlich gleich einmal in der Praxis vor:

Maske, Visier & „Abstandhalter“ – das nennt man „absolut virusfest“:

Auch die Medien interessierten sich an diesem „Corona-Schneemann“:

Kronenzeitung 19. 1. 2021 – östereichweit mit rund 700.000 Auflage
Österreich Regionalausgabe Ober-Österreich – Piaty und Kulturkreis Freisingerberg

Und wer hat eigentlich diesen originellen Schneemann gebaut? Natürlich „Kulturkreis-Freisingerberg-Beraterin“ Renate Wachauer.

Vor wenigen Tagen haben „Schneemänner“ die Zuschauer im Weltcup ersetzt:

Und 2021 ist auch in „Rußland“ Schneemanntag:

Jetzt ein bißchen etwas Wissenswertes zum „Tag des Schneemannes“:

Geschichte

Der Welttag geht auf die Initiative des Schneemann-Sammlers Cornelius Grätz zurück, in dessen Haus in Reutlingen in Kisten, Kästen und Kartons mittlerweile mehr als 4000 Schneemänner aus den unterschiedlichsten Materialien und Größen lagern. Aus Holz, Gummi, Plüsch, Porzellan oder Marzipan. Wenige Millimeter klein oder über drei Meter groß. Es ist die weltgrößte Sammlung von Schneemännern und brachte ihm bereits einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde ein.
Hier alles Nähere dazu:
https://welttagdesschneemanns.de/

Und natürlich begann alles mit einem „Schneemann aus Marzipan“ – hier die ungewöhnliche Geschichte als Video:

Aus Reutlingen stammte auch der ehemalige Obmannstellvertreter des Verein „Kubus, nein danke“Karl Reichenecker – verstorben in Waidhofen / Ybbs im Jahre 2020, er fehlt uns heuer beim „Schneemannbauen“:

Karl Reichenecker (Bildmitte)

Aufgrund der generationenübergreifenden Popularität des Schneemanns, seiner Bekanntheit selbst in Regionen, die mit Schnee relativ wenig zu tun haben, sowie seiner politischen und religiösen Unabhängigkeit, eignet er sich sehr gut als verbindende Figur. So kann er zum Beispiel als Schirmherr für soziale oder ökologische Projekte wie Minderheitenschutz oder Klimaschutz fungieren.

Oder aber man erlaubt sich, am Tag des Schneemanns einfach mal nur Spaß zu haben. Und in Waidhofen gibt es dazu viele Möglichkeiten.

Brauchtum

Obwohl der Welttag erst vor wenigen Jahren ins Leben gerufen wurde, hat er bereits vom Tourismus bis in den Schulen seine Spuren hinterlassen.

In Skigebieten wie der steirischen Grebenzen wird der Welttag des Schneemanns schon jahrelang für ein vielfältiges Programm genutzt. Ganz besonders in Erinnerung wird 2014 bleiben: Neben verbilligten Tageskarten für Skibegeisterte konnten Kinder sich über Luftballontiere, Zauberer, eine Bastelstation oder Schminkaktionen erfreuen. Allseits tanzende Schneemänner, ob auf Stelzen oder herkömmlich zu Fuß, rundeten das Ambiente unterhaltsam ab.

In Kitzbühel, dem weltbekannten Austragungsort des alpinen Hahnenkamm-Rennens, fand 2013 eine kleine Ausstellung mit 55 Exponaten aus der Sammlung von Cornelius Grätz statt.

Eine Volksschule in Oberösterreich setzte 2012 aus Anlass des Welttages fächerübergreifende Ideen von der Bastelarbeit bis zum Englisch-Unterricht um und gab viele hilfreiche Tipps zum Schneemann- bzw. Schneefraubau.

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