Was nix kostet is nix wert – Dieses alte Sprichwort läßt sich auf viele Dinge des Lebens anwenden. Ein besonders gutes Beispiel zeigen heute „Zeitungsartikel“.

Stadtdichter Fred Eichleter hat ein neues Phänomen in ein Gedicht aufgenommen. Es soll niemand beleidigen, aber zum Nachdenken sollte es doch anregen, denn die Beispiele werden leider immer mehr:

Journalisten, die nichts sagen,
die nichts kritisch hinterfragen,
die nur schreiben, was sie sollen,
nur nicht, was sie selber wollen
…Mensch, vor denen hüte dich,
denn sie schreiben nur für sich!

Manche Zeitung bringt nur Sachen,
die all jenen Freude machen,
die mit Inseraten prahlen
und bereit sind , viel zu zahlen!

Um nur ja nicht anzuecken
füllt man auch die weißen Flecken
fotomäßig prächtig aus
und es guckt nur der heraus,
der den Zeitungsmachern recht ist,
weil er zahlt ja, was nicht schlecht ist!

Wozu zahl‘ ich für die Zeitung,
wenn die Meinungsaufbereitung
meistens vorgegeben wird?
Dafür, dass der Leser spürt,
welchem Mensch der Redakteur
schreiberisch ergeben wär‘?

Wir hier beim „Piaty.blog“
schätzen sehr den Dialog
mit den Lesern und uns freut,
wenn man‘s Lesen nicht bereut!

Denn hier gibt es Null Tendenzen
und Partei‘n und ihre Grenzen,
manchmal üblich hier im Land,
sind uns gänzlich unbekannt!

Außerdem, weil‘s uns gefällt,…!
…Wir sind gerne „heile Welt“,
wollen über Schauerg‘schichten
in Waidhofen nichts berichten!

Stadtdichter Fred Eichleter

Tatsächlich scheint öfters auch das „Bezahlen der Zeitung“ nicht davor zu schützen, unrecherchierte Zeitungsartikel vorzufinden, aber diesmal soll der Unterschied von „Streu & Weizen“ beleuchtet werden.

Im Ybbstal gibt es dazu ein aktuelles Beispiel:
Ein Landesrat gibt eine „Pressemeldung“ heraus und bringt dabei als Beispiel eine längst veraltete Umfrage ins Spiel. Denn was einst befragt wurde, gibt es in dieser Art teilweise gar nicht mehr. Diese Presseaussendung kommt dann auch in die Redaktion einer wöchentlichen Zeitung die man bezahlen muß und auch zu einer Zeitung welche für den Leser „gratis ist“.

Es ist dem Leser vorbehalten, welche Information ihm nützt, denn um die wirklichen Auslastung zur Citybahn Waidhofen an der Ybbs weiß der Großteil der Bevölkerung ja gut Bescheid. Und auch die 40 Gemeindepolitiker sollten Bescheid wissen, wie sich die Citybahn, seit der Verkürzung um die Hälfte, entwickelt:

Hier die beiden Berichte um zu beweisen was die „Streu vom Weizen“ trennt:

Hier der Bericht zum gleichen Thema in einem wöchentlichen regionalen Gratisblatt – reicht den Lesern sicher um den Wahrheitsgehalt der obigen „Stadtdichter Betrachtung“ gerecht zu werden ?

Noch ein Beispiel gefällig:

Generationenfonds mit 30 Mill. Verlust

Der NÖ Generationenfonds musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 ein Minus von mehr als 30 Millionen Euro hinnehmen.
In dem Fonds sind die Wohnbaudarlehen des Landes in Form von Aktien, Anleihen oder Immobilien veranlagt.

Wie sieht so etwas ein „Gratisblatt“:

Daher stellt sich folgende Frage:
Sind manche Medien nur mehr dazu da, Politikeraussagen unrecherchiert weiterzutragen? Ist das dann aber mit den Mediengesetzen vereinbar?

Die beste Antwort ist sicher das umgangssprachliche Gedicht von Fred Eichleter,
welches diesen Beitrag eingeleitet hat.

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