Ein Denkmal könnte man auch mit „Denk mal nach“ umschreiben. Denn nicht nur das Objekt an sich ist erhaltenswert, besonders die Geschichte drum herum ist für ein Denkmal wichtig.
Ein besonders markantes Beispiel ist dazu das historische Wetterhäuschen von 1899 in der Stadt Waidhofen / Ybbs – im westlichen NÖ.

Zum österreichischen Tag des Denkmals (26. September 2021) war dieses Wetterhäuschen eines der ausgewählten Objekte. Karl Piaty sen. – Archivar und Administrator des Kulturkreises Freisingerberg – stellte dabei die 120 jährige Geschichte des Wetterhäuschens vor – hier kurze Ausschnitte davon, aufgenommen von Fritz Bachner:

Videoausschnitte von der Vorstellung des Waidhofner Wetterhäuschens beim Tag des Denkmals 2021 –
Titelbild: Karl Piaty mit dem Buch zum Wetterhäuschen – bei der Vorstellung inmitten der Ybbstaler Obsternte 2021

Eigentlich liest sich die turbulente Geschichte dieses Kulturerbes wie ein Kriminalroman – wo Europa eine besondere Rolle spielt. Denn dieses Wetterhäuschen hat den Zerfall der Monarchie, 2 Weltkriege und auch die Entstehung der EU miterlebt. Und immer war das Wetterhäuschen dabei immer auch eingebunden – das zeigt diese DOKU aus dem Jahre 2009 recht gut:

Doch 2009 war der „Kampf um das Wetterhäuschen längst nicht aus“ – und so erschien ein weiteres Dokumetations-Buch am 26. September 2021 – zum Tag des Denkmals. Dies ist zwar käuflich nicht zu erwerben, dient aber kostenlos als Rechercheunterlage für Medien.

Denn die Menschen der Jetztzeit haben erkannt, daß „Klima“ und das davon abhängige „Wetter“ eng zusammengehören. Und so hat der europäische Wettersäulen und Wetterhäuschenexperte Paul Bächtiger aus der Schweiz, für das Waidhofner Wetterhäuschen auch zum Tag des Denklmales „Partei“ ergriffen

Denn tatsächlich wären gerade Wetterhäuschen in der aktuellen Situation der Klimaveränderung und dessen Einfluß auf das Wetter sehr gut geeignet als europäische „Denk mal nach“ Objekte anerkannt zu werden. Rund 2000 Wettersäulen und Wetterhäuschen gibt es weltweit, das wären doch echte „Klima – Denkmale“ um kleinräumig für das gemeinsame, grenzüberschreitende „Nachdenken“ zu sorgen. Das Waidhofner Wetterhäuschen mit seiner so spannenden Geschichte könnte da sehr gut „den Anfang“ machen.

Zum Denkmalschtz gehört aber auch die Denkmalspflege.
Beim Waidhofner Wetterhäuschen wären es allerdings nur wenige Dinge, die noch auszuführen wären.

Da wäre zuerst das fehlende Gitter in der Umgebungsmauer
hier dürfte aber bald damit zu rechnen sein_

Zum 2. fehlt der „Barograph“ schon seit 1986 und leider ist auch das „Barometer“ schadhaft geworden. Und es wäre auch noch die bereits seit Jahren versprochene „Auskunftstafel“ über Seehöhe, Längs- und Breitengrad sowie eine kurze Errichtungsinfo erforderlich. Alle Daten dazu wurden bereits an den Eigentümer (Stadt Waidhofen / Ybbs) übergeben.
Alles leicht machbar und bei „wohlwollender Hilfe“ durch den Eigentümer kurzfristig möglich.

Wissenswertes und Tipps zum Tag des Denkmals 2021:

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