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Der „Übermaler“ – Herbert Petermandl

Letzte MeldungBitte vormerken:
Die heurige „Zwergenübermalung“ durch Künstler Herbert Petermandl persönlich, wird am Freitag dem 4. Februar 2022 ab 10 Uhr 45 vor dem Rathaus stattfinden. Wetterbedingt könnte es noch eine Änderung geben, aber das Wetterhäuschen hat bereits „grünes Licht“ signalisiert.

Es stehen wieder Gemeinderatswahlen in Waidhofen / Ybbs an, und so rückt auch das Zwergenbild wieder in den Mittelpunkt des Waidhofner Kunstgeschehens. Künstler Herbert Petermandl übermalt nach jeder Wahl die Zwergerl in die neue „farblichen Ausgestaltung“ um.
Aber wie kam es vor vielen Jahren zu dieser Aktivität?
Herbert Petermandl erklärt dies 2022 in einer „digitalen Corona Vernissage“ und stellt auch gleich sein neuestes Werk vor. Mit dem „Seher hinter der Stahltraverse“ ist ihm wieder ein „Werk zum Nachdenken“ gelungen.

Herbert Petermandl genügt oft nur eine „Eisentraverse“ aus der „Waidhofner Innenstadtgestaltung„, formt dazu eine weiße Figur – und sagt dabei mehr aus als manche mit vielen Worten erst erklären müßten:

Einfach zum Nachdenken!

Das praktische Beispiel zum Kunstwerk steht vor dem Waidhofner Rathaus. Wuchtige Stahtraversen verdecken den Blick auf das denkmalgeschützte, steinumrandete ehemalige Eingangstor zum Rathaus.

Neben den überdimensionalen Traversen ist auch noch eine meist verschmutzte Glasscheibe montiert, einfach völlig unpassend zu einer lieblichen Innenstadt.


Karl Piaty sen. dokumentiert seit dem Jahr 2000 diese „Schande der Innenstadt“ und stellt sie zur Gemeineratswahl 2022 zur Diskussion. Es ist ein markanntes Besipiel dafür, wie die Innenstadt nicht im Sinne der Bürgerinnen und Bürger gestaltet wird.

Der Blick von Traversen verstellt ? – aber nur ein bißchen den Kopf zur Seite neigen, und schon sollte der Blick „frei“ werden.
Auch der städtische Blumenschmuck an den Holzlatten ist für viele „gewöhnungsbedürftig“

In der „politischen Elefantenrunde“ im Reiffeisensaal, wurde vom Moderator diese Situation als frage eingebracht. Karl-Heinz Knoll hat sehr klar gegen dieses Stahlmonstrum Stellung genommen – die anderen Parteien blieben dazu völlig stumm.

40 Gemeinderäte gehen an diesem „Traversenradständer“ sehr oft vorbei – aber scheinbar sehen sie die Traversen nicht. Und nur wenigen (Karl-Heinz Knoll und seinen Frauen der Liste 5 – UWG ) fällt das „Ungetüm eines überdachten Traversen-Radständers“ auf Grund deren Hausverstand negativ auf.

Wenn der Bürgermeister, die Vizebürgermeister und die Stadträte dazu schweigen, dann sollten die Bürger am 30. Jänner 2022 in der Wahlzelle entscheiden, ob sie weiter ihre Innenstadt so verschandlen lassen wollen.

Denn es ist besser über die Innenstadtgestaltung abzustimmen, als über die bundespolitische „Impfplicht“.

Lassen wir die Themen in der Gemeinde.
und der Freisingerberg ist da sicher ein geeignetes Beispiel, bei den Verantwortlichen einen gerechtfertigten Protest einzubringen.

Für die jüngeren Waidhofnerinen und Waidhofner hier einige Bilder aus der umfassenden Dokumentation.
„Bürger rettet Eure Städte“

1954: Der Rathauseinngang als blumengeschmücktes Kleinod des Freisingerberg: – das Tor ist denkmalgeschützt, darf nicht verändert werden
Der Rathauseingang mit der denkmalgeschützten Steineinfassung erhält einen „betonierten“ Vorbau. Durch diese Vorgangsweise des Bauherrn Waidhofen / Ybbs war es möglich den Denkmalschutz zu umgehen
Dieser Anblick hatte zu verschwinden – denn nur moderne Architektur soll Waidhofen dominieren. Dann urde der Blumenschmuck vom Rathaus verbannt und durch eine Traversenkonstruktion der Blick auf den alten Rathauseingang endgültig zerstört.

Und wie früher der Brunnen mit Blumen und Bankerl aussah,
sollte man 2022 auch nicht vergessen.

1998 hat Stadtrat Friedrich Rechberger dieses Bankerl auf seine eigenen Kosten aufgestellt. – Passende Ausführung mit Rückenlehne, Armlehne – alles was für bequemes Sitzen nötig ist. Und auch nett anzusehen. Es mußte auf Anweisung des Bürgermeisters aber wieder entfernt werden, auch die Blumen am Brunnen wurden darufhin nicht mehr erlaubt – Waidhofens Politiker haben sich entschieden, nur Architekten entscheiden zu lassen, was die Waidhofnerinnen und Waidhofner „wünschen“. Wie lange schauen die Wählerinnen und Wähler da noch zu?

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