Die offizielle Eröffnung der Wanderausstellung „50 Jahre Stadt und Land“ mußte abgesagt werden. Aber es ist seit 3. März 2022 möglich, diese umfangreiche Ausstellung im Rathaus zu besichtigen:

Der „Kulturkreis Freisingerberg“ besuchte die Ausstellung natürlich schon am 1. Tag, hat doch auch das Archiv des Kulturkreises eine Unzahl von bildlichen und textlichen Erinnerungen an 1972.
2 Ereignisse bezüglich „Stadt und Land“ stechen 1972 dabei besonders heraus.

  1. Die Einweihung der neu renovierten Donatuskapelle im Jahre 1972:
Diese großartige Geschichte aus Konradsheim jährt sich heuer zum 50. male, denn Lothar Bieber beschrieb die Vorgänge rund um diesen von vielen so geschätzen Brunnen besonders eindrucksvoll. Aus den Archiven von Friedrich Almer und Karl Piaty gibt es herrliche Fotos und sogar Videos.

Da auf dieses große Ereignis von Konradsheim in der Ausstellung nicht eingegangen wurde, wird der Kulturkreis Freisingerberg nun alles aufarbeiten.

Und auch ein 2. Thema aus dem Jahre 1972 und all die Jahre danach fehlt in der umfangreichen Wander-Ausstellung. Die „Ybbstalbahn“ – nicht einmal im Themenblock „Mehr Mobilität“ kommt diese Bahn vor. Dabei wurden 1972 die Vorarbeiten dazu gelegt, daß Waidhofen / Ybbs heute die weltweit einzige, betriebsbereite Schmalspurlokomotive im Einblocksystem besitzt, welche sogar unter amtlichen Denkmalschutz steht.
Diese Ereignisse der Mobilität bei einer Jubiläumsausstellung nicht zu erwähnen, kann nicht akzeptiert werden. Alleine die beiden Ybbstalbahnvereine „Club 598“ und „Pro Ybbstalbahn“ verfügen über 500 Mitglieder. Auf diese zu vergessen sollte sich heutzutage politisch niemand leisten.

Kleiner Tipp: Am Samstag dem 5. März 2022 ist Jahreshauptversammlung des CLUB 598 – für jeden Gemeindepolitiker sicher ein wichtiger Termin.

Um das „Vergessen auf die Ybbstalbahn“ bei der Ausstellung auszugleichen, wird dieses Thema der Kulturkreis Freisingerberg mediengerecht aufarbeiten. Kaum eine andere Bahn ist historisch so gut dokumentiert, wie diese für Personen und Transport einst so wichtige Eisenbahn.

Waidhofner Mobilität – von der Pferdekutsche über Straßenbau zum E-scooter – mehr gab es scheinbar nicht in Waidhofen / Ybbs – was haben sich die Ausstellungsgestalter dabei eigentlich gedacht.
Wohl ein Höhepunkt der Falscheinschätzung – Umweltfreundliches Mobilitätsangebot: E-Scooter:.

Karl Piaty sen. fährt seit über 20 Jahren Elektroroller, weil diese Art von Beförderungsmittel einfach bequem ist. Aber Karl Piaty weiß auch, daß er damit wenig für die Umwelt leistet. Denn E-Roller und E-Scooter sind alles andere als umweltfreundlich. Besonders dann, wenn die Scooter als „Fungerät“ verwendet werden. Das ist längst bewiesen:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/e-scooter#aktuelles-fazit-des-uba

Bei einer Rückschau auf die Mobilität in Waidhofen / Ybbs das Thema Ybbstalbahn auszugrenzen ist sicher ein „aufgelegter Elfer“, um die denkmalgeschützte Lokomotive Yv.2 und die noch erhaltene Yv.3 mit neuem Leben in Waidhofen / Ybbs auszustatten.

Mit CO2 neutral und sogar CO2 frei gäbe es hier technische Möglichkeiten um aufzuzeigen welche Traditionen und Innovationen in diesen wertvollen Erinnerungsstücken der Eisenbahngeschichte stecken. Mit den neuen Stadträtinnen für Kultur und Tourismus könnte hier nun viel möglich werden.

Info zum „Zurückerinnern“:

%d Bloggern gefällt das: