Der Freisingerberg entwickelt sich 2022 zu einem echten Kuriosum. Nachdem die Birnbäume Mitte September wieder zu blühen begannen reiften die Weintrauben bei den 2 Sonnenbankerl erstmals herrlich süß heran.

Hinter den 2 Bankerl, wo jetzt im Herbst und Winter die Sonne ein bequemes und angenehmes Sitzen ermöglicht, befindet sich auch ein alter Rebstock. Bisher trug dieser nur sehr kleine und eher saure Weintrauben – doch 2022 ist „Süße“ angesagt

Am 29. September 2022 wurde ein Süßegrad erreicht, welcher üblicherweise nur in südlicheren „Weinbaugebieten“ üblich ist.

Karl Neuhauser, der Gründer des Kulturkreis Freisingerberg, hätte seine Freude daran, daß „seine jahrzehntelang von ihm so gepflegten und gehegten Weintrauben“ einmal einen solchen „Zuckerwert“ erreichen.

Große Ernte hätte es heuer gegeben – der Klimawandel macht es möglich
So viele und so süße Weintrauben gab es noch nie am Freisingerberg
Vorbeischaun und kosten – aber bitte bald, der Genuß ist nur mehr wenige Tage möglich
Hier der BLOG zu den herbstblühenden Birnbäumen am Freisingerberg

Doch 2022 dürfte bald ein weiteres Spezifikum erwarten lassen – allerdings menschlicher Natur. Es wird wieder gepflastert am Freisingerberg. Und dabei werden die LKW im „Gegenverkehr“ geführt. Dabei ist die Fahrspur allerdings so eng, daß diese Groß-Lkw auf die „Gehsteige auffahren“ müssen. Dabei belasten sie natürlich zusätzlich die großen Kantensteine derart stark, daß sich diese zwangsläufig senken.

Ausschnitte aus dem Doku-Video:

Dies ist auch bereits im Gange, die großen Steine senken sich – bereits mit freien Auge sichtbar. Die Stolpernasen für die Fußgänger sind bereits größer geworden. Und sie werden sicher noch mehr werden.

Dies bedeutet, daß die Sanierung der Fahrbahnen wiederum auch die Gehsteige verstärkt sanierungsbedürftig machen – eine „Kettenreaktion“ welche zwar vorhergesehen wurde, aber leider weiter nichts dagegen unternommen wird.

Warum wird jener „Bodenbelag“ welcher für den jahrhunderte alten Schloßhof auch „aus historischer Sicht“, so gut geeignet ist, für die Stadt nicht endlich zumindest für die Fahrbahnen angedacht?

Der historische Innenhof von Schloss Rothschild ist mit hellem Asphalt ausgeführt worden. Bei Regen sieht man die vielen „lackenbildenden Senkungen im Pflaster“ recht schön (ähnlich wie beim Ybbstor)

1 Tag Arbeit um den gesamten Schloßhof mit Asphalt auszustatten und dann die helle Schicht für eine wohltuende Optik und eine gute Begehbarkeit und Haltbarkeit aufzutragen.

Prof. Hans Hollein hatte sicher seine Gründe, warum er beim Umbau des Rothschildschloss die Fehler bei der Innenstadtpflasterung nicht wiederholte. Hier erklärt er die Situation vor der Umgestaltung:

Hans Hollein wußte sicher genau, warum er für das Rothschildschloss kein Pflaster einplante. Hier bei der Vorstellung im Schloss an der Eisenstrasse – Foto: Piaty

Ein kurzer Rückblick auf September 2022:

%d Bloggern gefällt das: