Pflaster extrem

Nun wird das 1. mal an einer Stelle neu gepflastert, wo erst vor kurzem das neue System der Waidhofner Pflasterung ausgeführt wurde – bei der Stadteinfahrt Sparkasse. Und es zeigt sich sehr schnell, hier ist eine Reparatur weit lärmintensiver und schwieriger geworden wie sonst. Denn nun können bei Reparaturarbeiten nicht einfach, wie von Bürgermeister Mair einst versprochen,  die Pflastersteine nur herausgenommen werden, jetzt ist ein dröhnender Schremmhammer  nötig um das Pflaster zu öffnen. Denn die Fugen sind in den sanierten Pfasterbereichen  mit „chemischen Kleber“  so stark verfestigt, dass einfache Reparaturen nicht mehr möglich sind. Schon im kleinen Bereich  der Sparkassenpflastersanierung kann man das „neue Problem“  mit freien Auge mitverfolgen.

Durch die neue Verlegeart ist es nun auch nötig, die Pflastersteine zu schneiden. Lärm und Staub sind die Folge – wie sich das auswirkt zeigt dieses kurze Video zur besten Schanigartenzeit:

Und der Sparkassenparkplatz ist nun auch gesperrt, nach dem Parkdeck Pfarrgarten ein weiterer Verlust an den wichtigen Parkplätzen tritt ein.

Was würde eigentlich geschehen, wenn  einem der Großgeschäfte am Rande der Stadt (Eurospar, Hofer, Lidl,  Billa)  für 2 Tage (so wie bei der Sparkasse in der Innenstadt)  wegen „Pflasterabeiten“ die Zufahrt zu ihrem Parkplatz gesperrt würde? Selbst Asphaltierungen müssen in diesen Bereichen außerhalb der Öffnungszeiten (in der Nacht und an Sonntagen) durchgeführt werden um jegliche Geschäftsbehinderung hintanzuhalten. Ja, bei den „Großen“ ist das was Anderes, die wehren sich sonst ja mit einem Rechtsanwalt !

Die notwendige Reparatur des Wasserrohres und des Kanales bei der Sparkasse war vor 2 Monaten in wenigen Stunden (inklusive der sofort befahrbaren Asphaltierung)  behoben, lediglich die Pflasterung tritt nun wieder geschäftsstörend zutage. Aber die Politik in Waidhofen war nicht einmal zu einer angebotenen Diskussion bereit, wenigstens dieses Stück der Stadteinfahrt so zu gestalten, wie es heute z.B. Hamburg für seine Altstadtteile im Hanseviertel vorzeigt. Diese moderne Art von Fahrbahnoberflächen wirkt schöner als eine Pflasterung, ist weit besser zu befahren (vor allen Dingen von  Radfahrern), billiger und kurzfristiger  sanierbar, eben auch für Altstädte zeitgemäß.
Hamburg 2 Hanseviertel Grauasphalt

Waidhofen aber hat sich einst für Pflaster entschieden, gegen den Wunsch und der Voraussicht der Bevölkerung und gegen die schriftlichen Warnungen des bekanntesten  Pflaster-Sachverständigen  Europas, „Pflasterpapst“ DI  Erich Lanicca. Hier nun seine aktuelle Sichtweise zum „Waidhofner Pflaster“
Pflaster Waidhofen-Beschreibung vom int. Pflasterexperten Lanicca

siehe auch: https://vereinkubus.wordpress.com/2017/03/22/pflasterung-3-tag/

und  https://vereinkubus.wordpress.com/2017/08/05/pflastermisere-2017/

Schon 2001  befasste sich ein Projekt der Handelsschule Waidhofen (Jurybewertung 1. Platz) mit der Meinung der Bevölkerung über die Haltbarkeit und listete die Vorgänge rund um die Pflasterung auf 104 Seiten vorbildlich auf.
Befragung HAK
Die gesamte Arbeit liegt dem Verein Kubus in gebundener Form in 4 Exemplaren vor ! Können zur Einsicht gerne (kostenlos) entliehen werden – 0676 91 92 993
Im Bild die erfolgreichen Schüler, welche sich bereits 2001  über die Zukunft der Pflasterung in Waidhofen / Ybbs grundgescheite Gedanken gemacht haben:PflasterstudieGruppe

Aber  nun sollen die letzten Bewohner und die immer weniger werdenden Geschäftsleute der Innenstadt mit „Dauer-Pflastersanierungen“ für alles unvernünftige aus der „Ära Mair & CO“ weiter büßen ?   Eigentlich nicht einzusehen, warum die nunmehrigen Waidhofner Politiker diese ausweglose Lösung wählen. Es gibt wohl sonst keine Gemeinde mehr in Europa, welche geschnittene Wr. Würfel als Fahrbahnbefestigung für dauerhaft und gut hält. Und auf Grund der zusätzlich fehlerhaften Verlegung (teilweise keine Dehnfugen im Gehsteigbereich)  in Waidhofen „platzen“  nun auch dort viele Pflastersteine. Im Bereich Freisingerberg (Nähe Rathauseingang) haben die lang anhaltenden hohen Sommer- Temperasturen (zuletzt auch während der Nachtzeit) ihr naturbedingtes Zerstörungswerk begonnen. Das ist  bereits mit freien Auge zu sehen. Auch große Randsteine zwischen Gehsteigen und Fahrbahnen beginnen dadurch, zur Fahrbahn hin,  teilweise merklich zu kippen, eine Spirale von vorprogrammierten Pflasterungs- Schäden hat sich leider  in Gang gesetzt.

Gehsteig vor Rathaus 2017
Aus Schaden wird man üblicherweise klug !!!!  Hier wird weiter „flickschustern“ sicher keine Lösung für die Zukunft sein !  Es ist längst echter „Handlungsbedarf“!
Die Baustelle Sparkasseneinfahrt am 16. August 2017Pflaster Sparkasse 2

Pflaster Sparkasse Steinschremmung nahe

DSC02328

Und wie wurde hier im Jahre 2000 von den „Italienern“ gepflastert ? Karl Piaty sen. hat sich mit diesen sehr fleißigen Männern gut angefreundet. Und auch diese einfachen Arbeiter wußten schon damals, dass ihre Arbeit nicht von Dauer sein wird.

Öfters wird auch die Frage gestellt, warum das Pflaster von einem italienischen Bautrupp im Sub für eine Kärntner Firma verlegt wurde. Das wäre eine eigene Geschichte, denn die gute, vorgesehene  österr. Pflasterfirma  hat  sich geweigert so ein fachlich mangelhaftes Pflaster (geschnittener Wiener Würfel)  überhaupt zu verlegen. Auch die Kärnter Firma hatte Bedenken, so kam es zu dieser ungewöhnlichen Auslandsvergabe, dies mitten im Arbeitslosenheer des Jahres 2000, wo es alleine in N.Ö. rund 32.000 Arbeitslose gab.  Näheres kann hier nicht wiedergegeben werden, denn da könnte es auch noch heute – 17 Jahre später (wie beim Eurofighterkauf ebenfalls im Jahre 2000) – noch zu „Verwicklungen und Verwirrungen“ und „Kontrollausschüssen“  kommen. Doch das ist nicht Aufgabe von Bürgern sondern von den dazu gewählten Institutionen. (… wie beim Eurofighterausschuß ja schon eingetreten)
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Zum Abschluß noch eine kleine Betrachtung zur aktuellen „Pflasterpflege“!
Während rund um die „schwarze Kuchl“ unter dem Rothschildschloß sogar der „Kieselbelag“ feinsäuberlich und händisch von Gras und Blättern befreit wird, wird  die einst so hochgelobte „Fußgängerzone“  immer mehr zum „verwunschenen Märchengebiet“ – besonders im Teil Ölberggasse. Pflasterungen können laut „Mair Versprechungen“  so ausgebessert werden, dass man nichts  von durchgeführten „Bauarbeiten“ sieht. – ja warum macht ,man das nicht auch in der FUZO Ölberggasse? Dort wächst auch das Gras zwischen den Pflastersteinen immer mehr – aber es kommt ja eh niemand  hin, die Geschäfte sind ja auch schon alle weg –  traurig schaut`s aus, wenn Architekten, teuer zugekaufte Berater  und sogenannte Stadtentwickler und Leerflächenmanager das Sagen in einer Stadt übernommen haben. Denn mit Beratern ist das ja so eine Sache – unser Bundeskanzler Kern macht da gerade auch so seine „Erfahrungen“ – Stichwort Tal Silberstein !

Hier einige Fotobeispiele vom 16. August 2017:

 

Eines der Geschäfte in der Fuzo hieß „Wende:punkt – Veränderungsagentur“ – siehe letztes Bild oben.  – Das wäre doch etwas für unsere Verantwortlichen der Pflastersanierungen  gewesen ! Denn je rascher der „Wendepunkt“ der derzeitigen Sichtweise kommen würde, umso besser für Baustellendauer und Finanzierbarkeit.

Und zum gleichen Zeitpunkt, wo in Waidhofen/Ybbs wieder geschnittene Wiener Würfel auch im Fahrbahnbereich verlegt werden, entfernt Wien diese nun auch im historischen Teil rund um die Stephanskirche. Dieses Bild stammt vom Mai 2017  – jetzt sind diese Pflasterflächen vom „Wiener Würfel“ zur Gänze befreit.

Stephansplatz Mai 2017