Etwas spät – aber doch

Im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft fand am 18.12.2018 ein hochrangiges Afrika-Europa Forum unter dem Titel „Taking Cooperation to the Digital Age“ statt. Europa soll in Afrika vermehrt die Digitalisierung vorantreiben, statt nur zu Spenden lieber Wirtschaftshilfe durch Innovationen zur Verfügung stellen.

Afrika Konvent Kurz Junkher

Bundeskanzler Sebastian Kurz und der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Paul Kagame, Präsident von Ruanda, luden gemeinsam zu dieser Veranstaltung ein. Neben den 28 EU-Staats- und Regierungschefs sowie Repräsentanten von EU-Parlament und EU-Kommission kamen auch  afrikanische Staats- und Regierungschefs mit begleitenden politischen und wirtschaftlichen Delegationen nach Wien.

Die Veranstaltung zielt darauf innovative Lösungsansätze zu den Herausforderungen für Afrika und Europa zu finden und den Austausch auf Unternehmensebene zu intensivieren.

Die hochrangig besetzten thematischen Roundtables diskutierten u.a. die Themen Fintech,  Erneuerbarer Energie und E-Government.

Die Veranstaltung erfolgte  im Rahmen der Internationalisierungsoffensive go-international, einer Förderinitiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und der Wirtschaftskammer Österreich.

Aber was will Österreich auf dem Gebiet des schnellen Internets den Afrikanern eigentlich beibringen? Während sich in Österreich die Bundesregierung noch immer müht, zumindest die notwendigen Frequenzen zu versteigern, macht Afrika das längst selber. 5G ist jetzt in einem afrikanischen Land (Lesotho) bereits in Betrieb:
https://www.oe24.at/digital/Land-in-Afrika-hat-schon-5G-Handynetz/346430320

Blenden wir 12 Jahre zurück:
Karl Piaty besuchte 2006 Kenia und befasste sich mit dem dortigen „Internetsystem“ – Keine Kabel gab es da, alles kam vom Satellit. Schnell war eine Verbindung zum „Kulturkreis Freisingerberg“ hergstellt und die „rosaroten Elefanten“ aus dem Bürgermeistergarten kamen blitzschnell zum Vorschein.
Piaty 2006 Internet in Kenia

Wie war das damals schon alles möglich ? Nun, die Chinesen hatten schon damals Afrika als Handelspartner erkannt, pumpten große Summen durch moderne Investitionen in das bitterarme Afrika. 2006 war das noch wenig, aber so ab 2013 kamen Eisenbahnen, Fabriksanlagen und weitere Digitalisierungsschritte dazu. Während man in Österreich noch den Anschluß jeden kleinen Häuschens an ein Kabelnetz als „modernste Lösung“ sieht, sind die ersten afrikanischen Länder eben schon einen bedeutenden Schritt weiter. 5G ist dort bereits in die Praxis umgesetzt, wenn auch nur in einem kleinen Land wie Lesotho, aber immerhin.

Trotzdem ist es erfreulich, daß nun auch die Europäer „munter“ werden, das EU-Afrika Forum jetzt im Dez. 2018 in Wien ein 1. guter Schritt. Aber sollten wir nicht endlich auch in Österreich das forcieren, was wir den Afrikanern bieten wollen

5G wäre längst überfällig.https://piaty.blog/2018/04/19/die-zukunft-ist-mobil/

Und ein ganz Österreich umspannendes Glasfasernetz sollte endlich vorangetrieben werden, nicht an jedes Haus sondern an die notwendige Infrastruktur moderner Funknetze wie 5G.

Der Botschafter von Ruanda  Francois X. Ngambarevor wurde am 10. Mai 2017 von BP Van der Bellen angelobt. Vor der Zuckerbäckerstiege  stieg er wieder in sein Botschafterauto und ließ sich dabei von Karl Piaty gerne fotografieren.
Afrika liegt näher als manche glauben!
Botschafter von Ruanda Francois X. Ngambarevor Zuckerbäckerstiege 10.5.2017

Und auch diese Piaty-Aufnahme trug etwas dazu bei, daß die Schrift bei der Zuckerbäckerstiege rechtzeitig zur EU Präsidentschaft (Kongreß Kulturerbe und EU-Afrika Forum) saniert wurde:
https://piaty.blog/2018/09/26/11-jahre-buergerbitte/