CO2 frei ohne Oberleitung

Geburtstag, Namenstag, Silvester, Weihnachten, Ostern – alles gemeisam gab es für Karl Piaty sen. am 23. September 2019
…. seine erste Fahrt mit einem AKKU – Triebwagen.

Seine bereits seit 2012 forcierte Idee einer Eisenbahn welche auch ohne Oberleitung CO2 frei fährt ist damit in Erfüllung gegangen.
Kleiner Wermutstropfen – die für die schmalspurige Citybahn Waidhofen / Ybbs angedachte Technik wurde auf Normalspur entwickelt, so kommt Wieselburg und Scheibbs bald in den Genuß einer CO2 freien Bahnstrecke, in Waidhofen laufen weiter die „dieselölbetriebenen“ 5080″  ( oft abwertend als „Petroleumkocher“  beschrieben) leider noch mehrere Jahre.

Denn manche  Politiker im Ybbstal stellen sich weiter gegen eine sehr rasche Umstellung ihrer Citybahn auf CO2 frei.  Am selben Tag, als im Erlauftal der erste AKKUZUG durch Wieselburg, Purgstall und Scheibbs rollte, stellte der neue Vizebürgermeister der Stadt, Armin Bahr, einen Antrag zur schnelleren Umstellung:    Dringlichkeitsantrag CO2 frei für die Citybahn

5 Parteien im Waidhofner Gemeinderat (SPÖ, GRÜNE, UWG, FUFU und FPÖ) stimmten für eine umweltbezogene Diskussion im Gemeinderat zu diesem Thema einer schnelleren  Umstellung im Sinne des Anrainer- und Umweltschutzes. Nur allein die Bürgermeisterpartei (WVP) erkannte die neue Situation des Umweltschutzes (Klimanotstand in Österreich) nicht und stimmte sogar gegen eine Diskussion über den Dringlichkeitsantrag. So kommt laut Stadtrecht dieser Antrag aber nun in die fachlichen Ausschüsse des Waidhofner Gemeinderates.  Es ist jetzt abzuwarten ob die Umweltgemeinderäte der Bürgermeisterpartei die CO2 Freiheit der Citybahn auch erst in etwa 9 Jahren wollen.

Waidhofen / Ybbs bleibt damit die einzige Stadt in Österreich, welche einen schienengebundenen innerstädtischen Verkehrsträger hat, welcher mit fossiler, nicht erneuerbarer Energie (Dieselöl) betrieben wird – eine Schande zu einer Zeit, wo alle Politiker von Umweltschutz beim  öffentlicher Verkehr sprechen.

Co2 freier öffentlicher Verkehr ist am einfachsten „auf der Schiene“ zu erreichen. Wenn es da nicht noch viele Strecken gäbe, welche ohne Oberleitung sind. Siemens und ÖBB haben jetzt eine Lösung versucht, und die ist toll gelungen. Und so ist es möglich, derzeit Probefahrten mit dem neuen ECO Triebwagen zu machen. In der Woche vom 23. bis 27. September 2019 ist das im Erlauftal der Fall.

80 km weit kann dieser Triebwagen mit einer Akkuladung  fahren, und schon nach nur 17 Minuten Schnelladezeit sind die nächsten 80 km möglich.
Herbert Gutlederer aus St. Pölten und und Karl Piaty sen. aus Waidhofen / Ybbs fuhren die Strecke gleich am 23. September ab – mit dabei Thomas Grasl (Projektleiter ÖBB) und ein 5- köpfiges Fernsehteam.

Ein herrliches Gefühl, CO2 frei und doch ohne Oberleitung im Zug zu fahren – eine neue „Zukunft des Bahnfahrens“ hat begonnen.

Karl Piaty sen. und ÖBB Projektleiter Thomas Grasl bei der Fahrt von Scheibbs nach Pöchlarn – Foto: Herbert Gutlederer.

Grasl Piaty 2 Foto Gutlederer

Großer Bildbericht von Herbert Gutlederer (St. Pölten) von diesem Tag auf der Erlauftalbahn mit dem ECO AKKUZUG:

https://photos.app.goo.gl/pWEfNo7iv3JdheQX9

Weitere Bilder:

ÖVP Bundesparteiobmann Sebastian Kurz hat erst am Sonntag dem 22. September 2019 das CO2 freie Bahnfahren ohne Aufforderung mit dem Beispiel „Zillertalbahn“ angesprochen.

Er würde sich wohl wundern, warum die Citybahn in Waidhofen / Ybbs nicht auch sehr, sehr  rasch auf CO2 frei umgestellt werden soll.  Die kurze Strecke in Waidhofen eignet sich weit besser als die „Zillertalbahn“ für  eine solche umweltschonende „Umrüstung“
https://piaty.blog/2019/09/22/umweltschutz-durch-bahn/