Allgemein

Die „Welterschöpfung“!

Heuer, um 3 Wochen später als im Vorjahr, kommt es am 22. August 2020 zum „Welterschöpfungstag“ – Was dies ist, zeigt diese APA – Aussendung:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200820_OTS0011/welterschoepfungstag-am-22-august-trotz-corona-droht-oeko-kollaps

Unsere Generation wird es schaffen, den späteren Generationen eine sehr fragwürdige Zukunft zu überlassen.

Ähnlich ist es auch auf „kleineren“ politischen Schauplätzen der Welt.
So hat es die Politik in Waidhofen / Ybbs innerhalb weniger Jahre geschafft, das einst belebte und beliebte Gebiet von Hoher Markt, Hörtlergasse und Ölberggasse bis zur „Erschöpfung“ der dort ansässigen Geschäfte „architektonisch umzubauen“. Mit der schlecht begehbaren Pflasterung wurden die „Erschöpungsjahre dieser 3 Gassen“ endgültig und sehr negativ abgeschlossen. Und statt versprochener Belebung gibt es vermehrt weitere Geschäftsschließungen – die nächste folgt schon im September:
Das berichtet bereits die regionale NÖN im August:
Kossmetikstudio wandert aus Fuzo ab - NÖN 18.8.2020Diese große Geschäftsfläche zählt zu den attraktivsten des Hohen Marktes – ob sich schon ein „Nachmieter“ gefunden hat oder ob es zu einem weiteren „Leerstand“ kommen wird, werden die nächsten Monate zeigen.

Einfach zum Nachdenken:
2018 wurde diese schlecht begehbare Pflasterung pompös eröffnet – Bürgermeister Krammer sprach damals von einer zu erwartenden Belebung des Hohen Marktes und dankte Dipl. Ing. Ernst Beneder für die Pflasterung – seitdem wartet die Fußgängerzone auf „seine Belebung“, denn seit der Pflasterung wird es dort immer „beruhigter“ – außer „Bankerlaufstellen“ hat sich da nicht mehr viel getan.

Dagegen die Ausführungen zum Thema,
von „Pflaster-Stadtrat“ Ing. Martin Dowalil:


Hier der BLOG vom Februar 2020:
https://piaty.blog/2020/02/20/flucht-aus-der-fuzo/

Daher sei ein Blick in die „Zukunft“ gestattet:
Denn nun wird auch die übrige Innenstadt der „Erschöpfung“ preisgegeben.
Fast unglaublich, was die Anrainer bei einer Besprechung am 20. August 2020 im Rathaus erfahren mußten. Die erst im Frühjahr (Februar 2020) großflächig ausgebesserte Fahrbahn-Pflasterung im Bereich Hartlauer, Ortner Hager, Piaty soll bereits im Oktober 2020 wieder herausgerissen werden, und danach wieder mit den geschnittenen Wr. Würfeln gepflastert werden.

Im Frühjahr 2021 soll es im Bereich Piaty bis Forellenbrunnen dann weitergehen. Dann kommt der obere Stadtplatz vom Stadtturm zur Apotheke, dann der Freisingerberg, dann das kleine Pflaster rund um Apotheke und Ybbsturm – also immer mehr Baustellen,  um die vorausgesagten Fehler der Vergangenheit auszubessern.

Aber „der Fehler“  wird eigentlich nur immer größer gemacht. Denn wenn im Unterbau (Wasser, Kanal, Strom, Gas, Glasfaser, Fernwärme, Telefon usw.) ein Gebrechen auftritt, na dann ist das öffnen der nun viel zu dick ausgeführten Bodenbefestigung ein teurer, staubiger, lärmender und zeitaufwändiger Vorgang – aber das ist ja  wieder etwas für unsere Kinder und Nachfahren – das sollen die dann „ausbaden“ und bezahlen.

Diese doch sehr großflächigen Pflastersanierungen vom Februar 2020  sollen  laut Auskunft des Magistrates ab 5. Oktober 2020, also nur rund 9 Monate später,  schon wieder herausgerissen werden –
Situation Hartlauer/Holubovsky im Februar 2020
DSC08662 (2)

Im August 2020 sieht man diese ausgebesserten Stellen noch recht gut:

Trotzdem  soll schon wieder wochenlang von Höhe Holubovsky bis zum von der Stadt angekauften Kröllerhaus das Fahrbahnpflaster herausgerissen werden.

„99 Jahre garantierte Haltbarkeit“  gehen wohl in keiner anderen Stadt so schnell vorbei – diesmal sind es gar nur 9 Monate gewesen.

Mit einer hohen Verkehrsbelastung wird dabei gerechnet, müssen LKW ja in beiden Richtungen entlang der Gehsteige fahren und dazu händisch umgeleitet werden.
Ob dabei jemand bedenkt, daß die LKW dann auf gepflasterten Flächen fahren, welche für LKW Belastung nicht zugelassen sind, und dann auch an diesen Stellen weitere Pflaster-Schäden auftreten könnten?
Dazu gibt es sachliche und fachlich bindende Aussagen von Europas bekanntesten Pflasterexperten im deutschsprachigen Raum:
Pflaster Waidhofen-Beschreibung vom int. Pflasterexperten Lanicca

PKW dürfen während der Bauarbeiten am Unteren Stadtplatz erst gar nicht mehr bei der Sparkasse in die Stadt zufahren – ´Sehr negatives „Kundenservice“.

Und alles nur, weil im Jahre 2000 alle Warnhinweise für ein Pflaster ignoriert wurden, welches mit geschittenen Würfel und mit einer Bombierung nach unten ( obwohl bei jedem Steingewölbe immer die Bombierung nach oben sein muß) beschlossen und umgesetzt wurde.
Warnhinweise von 20.4.2000

Zu der „neuen Baustelle“ wurde (natürlich noch rechtzeitig vor der Besprechnung)  von Karl Piaty sen. ein Mail an den Bürgermeister und alle Stadt- und Gemeinderäte gesendet, wobei diese auch gebeten wurden, bei der Besprechung dabei zu sein.
Von den 40 Gemeindemandataren kamen 2 – das sagt wohl alles am Besten aus:

Pfasterbrief an Gemeinderäte

Die „Erschöpfung“ der Geschäftswelt in der Innenstadt darf also weiter seinen Lauf nehmen. Nur um keine Fehler der „Ära Bürgemeister Mair“ eingestehen zu müssen.
Denn jetzt wird auch die „große Chance“ ausgelassen:
https://piaty.blog/2020/08/16/die-grosse-chance/

Vielleicht gelingt es nun, wenigstens die ebenfalls fehlerhaft  „gepflasterten Zebrastreifen“  am Graben  endlich wegzukommen.
Eine „jahrelange Schande“  wird nun angeblich doch entfernt.

Denn wie sagte doch der renomierte europäische Städteberater Klotz vor über 20 Jahren: „Sie ruinieren in 10 Jaren das,
was in 800 Jahren mühsam aufgebaut wurde“

Das ganze Video von 1998 zur Waidhofner Stadtentwicklung – hier im BLOG:
https://piaty.blog/2019/07/06/klima-bodenversieglung/:

 

 

 

 

 

 

 

 

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