Aus der einst 60 km langen Schmalspurbahn des Ybbstales (Ybbstalbahn) blieb im Jahre 2012 nur die 5,5 km lange Citybahn von Waidhofen / Ybbs nach Gstadt übrig. Die Verkehrsplaner des Landes NÖ. und die „Geldgeber“ aus Bund und Land haben sich 2020 entschieden, diese Citybahn noch einmal zu „verkürzen“.

Stolz präentierten sie sich deshalb in den Medien,
halbseitige Inserate folgten:

Ybbstaler berichtet über die geplanten Verbesserungen und gibt auch schon die Kosten für diese bekannt

Doch die „Gegenstimmen“ mehren sich, die Sinnhaftigkeit und die Vorgangsweise des Landes stehen in der öffentlichen Kritik von Kurier und Kronenzeitung:

Kurier machte sich vor Ort ein Bild zu Citybahn und neuer Haltstelle
Kurier erkennt die politische Problematik der Verkürzung und die Vorgangsweise von Landesseite.
Auch die Kronenzeitung befasst sich bereits mit der Verkürzung – und damit auch mit der offensichtlichen Verschlechterung für den öffentlichen Verkehr (Öffentlicher Verkehrs-Knoten Gstadt nun nicht mehr gegeben – siehe letze Absätze im Artikel vom 16. Dezember 2020)

Wie sieht es nun in der „gelebtenPraxis“ in Waidhofen / Y aus?
Dieses Video wurde am Samstag dem 2. Jänner 2021 gedreht, es zeigt Ausschnitte von 10 Fahrten – am Vormittag im Halbstundentakt – insgesamt fuhr die Bahn an diesem Tag die Strecke 36 x ab (18 x hin und 18 x zurück)

2 bautechnisch aufwendige und daher sehr teure Haltestellen wurden zusätzlich errichtet und ein Halbstundentakt eingeführt. Dazu wurde angeführt, daß z.B. auch an Samstagen vormittag dieser Halbstundentakt für die Einkaufsfahrten dringend benötigt wird.

Ein „Mysterie Test“ am 2. Jänner 2021 sollte diese Einkaufsfahrten an diesem starken Einkaufstag dokumentieren und Meinungen der „Einkäuferinnen und Einkäufer“ erhoben werden. Es kam nicht dazu, da während der 10 Testfahrten (von 9:50 bis 12:20) kein einziger Fahrgast einkaufen fuhr.

Die Tageskarte zu
2,10 Euro für Senioren

Wie das an Werktagen ( 54 Fahrten täglich) mit den ebenfalls argumentierten „Pendlern“ aussieht wird demnächst erhoben. Denn es fragt sich wirklich, was die Pendler wohl dort machen, wenn sie in der nunmehrigen Endstation Pestalozzistraße aussteigen? Gstadt als bequemer und sinnvoller Umsteigeplatz zwischen öffentlichen Verkehr und Individualverkehr wäre die einzige zukunftsweisende Lösung gewesen. In der Pestalozzistraße gibt es keine Parkplätze und die Zufahrt von Großraumbussen ist erst gar nicht möglich.

Zubringerfahrten zur Rudolfsbahn wird es geben, aber diese fährt nur im Stundentakt. Auch Schülertransporte sind mit der Citybahn gut durchzuführen – aber das sind 2 – 3 Fahrten am Tag. Während der Ferien, Samstag, Sonn- und Feiertag, und auch jetzt im Lockdown gibt es diese aber gar nicht.

Was haben sich die Verkehrsplaner da wirklich gedacht ?
War es wirklich die „Krautberghex“ die da mit im Spiel war?

Viele weitere Infos dazu hier im BLOG ganz hinten:
https://piaty.blog/2020/12/23/adventkalender-2020-24/

Zur Haltestelle Kupferschmiedgasse gibt es spezielle BLOG`s:
https://piaty.blog/2020/12/14/loesung-fuer-krautberg/

sowie: https://piaty.blog/2020/12/10/kupferschmiedgasse/
und: https://piaty.blog/2020/12/13/adventkalender-2020-14/

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